Stöbern – Shoppen – Schlaue Köpfe

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Heute wird es ein gemütlicher Tag. Ich bin mit meinem Sohn bei dessen Arbeitgeber, der Helmut-Schmidt-Universität, verabredet. Das ist mein Highlight für heute und ich freue mich total darauf, ein paar Stunden allein mit ihm zu verbringen.

Vorher aber ist shopping angesagt. Ich steige am Jungfernstieg aus der U-Bahn und tauche ein in das Einkaufsparadies Hamburgs. Rings um den Jungfernstieg breiten sich die Einkaufsparadiese der Hansestadt aus. Längst hat Hamburg in puncto Passagen (Dreißig an der Zahl) dem stolzen Mailand den Rang abgelaufen, denn mehr davon bietet keine europäische Stadt! Zum ‚Shoppen im Weltkulturerbe‘ schlendere ich durch die Geschäfte der Mönckebergstraße, von den Bürgern liebevoll ‚Mö‘ genannt. Sie ist Hamburgs Einkaufsstraße Nummer 1. Und hier – gleich neben der St. Petri-Kirche – steht für mich eines der architektonisch schönsten Kontorhäuser der Stadt, das denkmalgeschützte Hulbehaus im Stil der niederländischen Renaissance. Ich komme vorbei am Mönckebergbrunnen. Mit seinen wasserspeienden Skulpturen zählt er zu den beliebtesten Denkmälern der Hamburger Innenstadt.

Um mit den Öffis sicher zum Arbeitsplatz meines Sohnes zu kommen, benötige ich noch ein paar Informationen. Die Zeit am Nachmittag ist knapp getaktet. Im Hauptbahnhof befindet sich eine Touriinfo. Gut gelaunt erreiche ich die Information, kurz danach trifft mich der Schlag. Corona lässt grüßen: ein einziger Mitarbeiter und sechs draußen wartende Leute. Ich warte 10 Minuten und nichts beweg sich. Ganz großes Service-Kino! Ich überlege kurz und wende mich stattdessen an das Auskunftspersonal der Bahn. Ich habe Glück und treffe auf eine freundliche und kompetente Mitarbeiterin und wenige Minuten später habe ich einen perfekten Ausdruck, wie wann und wo ich hinfahren muss.

Um 14 Uhr sind wir verabredet. Ich starte am Busbahnhof mit der Linie 16 zur Endhaltestelle der Rentenversicherung Nord. Hier ist das Büro des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, Beschaffung und Produktion meines Sohnes. Dominik führt mich herum und etwas später fahren wir mit der Rollenden Alternative zur Universität. Dabei handelt es sich um 2.600 knallrote Fahrräder, die man sich an 220 Stationen im Stadtgebiet ausleihen kann.
Wir schnappen uns zwei davon und fahren bei Nieselregen in die etwa 7 Kilometer entfernte Uni. Dafür brauchen wir 29 Minuten und fahren kostenlos. Erst ab 30 Minuten muss bezahlt werden.

Es gibt strenge Einlasskontrollen, um auf das Universitätsgelände zu kommen. Dann zeigt  Dominik mir einen großen Teil der Helmut-Schmidt-Universität, sowohl von außen als auch von innen. Der ehemalige SPD-Bundeskanzler hat die Hochschule 1972 im Rahmen seines Verteidigungs-Ministeriums gegründet. Die Bibliothek besitzt sage und schreibe 711.000 Titel, ca. 1.600 laufende Printzeitschriften und ca. 66.000 elektronische Zeitschriften im Volltext. Das Studienjahr ist in Trimester eingeteilt und endet dadurch ein Jahr früher als an den öffentlichen Universitäten.

Wir schlendern über den Campus, auf dem es neben den Studentenwohnungen, Sport-und Fitnessräume und eine Schwimmhalle gibt. Alles ist sehr weiträumig und grün.
Dann ist die erste gemeinsame Zeit schon vorbei und ich fahre zurück in die City.
Kurz nach 6 treffen wir uns an den Landungsbrücken wieder und laufen ein paar hundert Meter ins sogenannte Portugiesenviertel. In den 1970er Jahren wurde dieses Quartier zu einem Anlaufpunkt portugiesischer Einwanderer, wodurch eine hohe Dichte an portugiesischen Restaurants entstanden ist.

Lokal im Portugiesenviertel

Dominik hat für uns das Restaurant ‚Olá Lisboa‘ ausgesucht. Gut, dass wir einen Tisch bestellt haben. Es ist voll und viele weitere hungrige Gäste warten schon auf freiwerdende Plätze. Wir haben natürlich Fisch gegessen und ich habe dazu eine fantastische Sangria getrunken. Nach dem Essen fahre ich mit der U-Bahn nach Norderstedt. Dort erwartet mich Karen, die mich netterweise zurück auf meinen Campingplatz fährt. Sie möchte nicht, dass ich im Dunklen durch den dichten Wald laufen muss. Dafür bin ich ihr sehr dankbar.  🙂 🙂 🙂

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Kategorie Reiseland Deutschland

Hallo Du da! Schön, dass Du meinen sehr persönlich geschriebenen Gute-Laune-Reiseblog www.amliebstenweg.de besuchst. Ich bin leidenschaftliche Camperin, Bikerin und sehr naturverbunden. Wandern ist ein Hobby, dass erst kürzlich dazugekommen ist. An Land, Leuten und deren Kultur bin ich sehr interessiert. Gebürtig komme ich aus Rheinlandpfalz, habe einen erwachsenen Sohn und zwei süße Enkelkinder. Mein Lebensmotto ist "Lachen, Leben und Lieben". Bei meinen Unternehmungen freue ich mich jeden Tag auf neue Erlebnisse und Erfahrungen, kleine oder große. Ich lade Dich ein, sie mit mir zu teilen! Du findest mich übrigens auch auf Instagram, Facebook und Twitter.

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