Büsum und Husum: Fischgeschäfte über Fischgeschäfte und Krabben über Krabben

Sonntag, 15. September 2019

Nach einem gemütlichen Frühstück mit Fiete II und einer heißen Dusche starte ich um viertel nach zehn nach Husum, der Geburtsstadt von Theodor Storm. Nur ein viertel Stündchen später und ich parke Fiete zentimetergenau direkt im Zentrum auf einem engen Parkplatz ein. Flut und Ebbe kann ich hier mitten in der Stadt erleben. Jetzt ist gerade Ebbe im Binnenhafen, die Schiffe im Hafenbecken dümpeln vor sich hin, die Krabbenfischer sind draußen auf See und das Wetter ist ……. beschissen: Nieselregen ununterbrochen.
Sehr schade für den Sonntags-Shopping-Markt rund um den Binnenhafen. Er ist nicht groß, aber alles ist da, vom Schnickschnack bis zum Fischbrötchen! Mittlerweile ist es ‚nur noch‘ stark bewölkt und ich schaue mir den Ort an. Literarisch nennt man Husum auch die ‚Graue Stadt‘, ich weiß jetzt, dass es mit Sicherheit auch mit dem Wetter zusammenhängt. Ich gehe eine Runde durch den Schlosspark, in dem im Frühjahr 5 Millionen Krokusse erblühen! Ich komme am Geburtshaus von Theodor Storm vorbei, dem Marktplatz mit dem Tinebrunnen und der Marienkirche. Kurz darauf entdecke ich ein Hinweisschild auf den Nordseeküstenradweg, der hier mitten durch die Stadt verläuft. Bis zur Dänischen Grenze sind es nur 50 Kilometer. Auf dem Rückweg zu Fiete shoppe ich noch eine ausgefallene Teetasse und wundere mich über ein diskutierendes Paar direkt hinter meinem Womo. Das Ehepaar aus der Schweiz hat meinen Radträger beim Einparken leicht touchiert. Tja, zentimetergenau kann eben nicht jeder!! Wir schauen gemeinsam nach einem Schaden, es scheint aber alles in Ordnung zu sein. Wir tauschen noch einige Reiseinformationen aus und weiter geht’s nach Büsum.

Ziel ist der Womo-Stellplatz direkt hinter dem Hafen. Hier haben 100 Wohnmobile Platz. Und es gibt einen Fischwagen. Das WC kann nur mit Schlüssel von 8-18 Uhr für 50 Cent genutzt werden und die wenigen Duschen kosten 1 €. Ich checke gegen 14 Uhr ein, trinke ein Käffchen und laufe in den Ort und an den Strand.

Stellplatz in Büsum

Natürlich suche ich Krabbenkutter oder ähnliches und werde im Museumshafen endlich fündig. Ich erstehe einen Liter Krabben zum Pulen und freue mich wie eine Schneekönigin. Ich erreiche die Büsumer Shopping-Zeile und unternehme einen Spaziergang auf dem Deich mit zahlreichen Strandkörben bis zum Leuchtturm. Dabei entdecke ich Fischgeschäfte über Fischgeschäfte.

Zurück bei Fiete II stürze ich mich auf die Krabben und schwupp die wupp verschwindet eine nach der anderen in meinem Bauch. Lecki, lecki!! Zu meiner tollen Teetasse finde ich die passende Kanne im Internet und schalte den Polizeiruf 110 ein. Ich telefoniere noch mit Karen, weil die Überlegung im Raum steht, sie auf dem Rückweg in Hamburg zu besuchen. Zufrieden mit dem Bauch voller Krabben lege ich mich um Mitternacht schlafen.

Daten

Ziel 15197 Kilometer
Strecke 78 km
11,1 Liter Verbrauch
43 kmh Durchschnitt
1 ¾ Stunde Fahrzeit

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