17.08.2023
Es ist wieder soweit.
Birgit, Ines und ich haben für unseren jährlich stattfindenden Kultur-Trip AMSTERDAM ausgesucht.
Die Hauptstadt der Niederlande zählt zu den beliebtesten Reisezielen für Städtetrips in Europa. 😄 Es ist uns deshalb bewusst, dass wir die Stadt mit vielen anderen Touristen teilen müssen! So ziemlich 21 Millionen davon tummeln sich jährlich in dieser einzigartigen Metropole, die eine architektonische Meisterleistung ist. Denn sie steht ungelogen auf 11 Millionen Holzpfählen und erstreckt sich über 90 Inseln. Wahnsinn! Und es wird „bunt“ werden, denn die Hälfte der Amsterdamer stammt nicht aus den Niederlanden.
Wir freuen uns auf eine offene Mentalität und ein „junges Volk“, denn 41 % sind jünger als 35 Jahre. Unglaublich! Und sportlich 🚴🚴♂️🚴♀️ geht‘s auch zu: 58% der Einwohner bewegen sich täglich mit dem Fahrrad, von denen es schätzungsweise 1 Millionen gibt. Mehr als Einwohner! Die meisten Drahtesel sind in einem erbärmlichen Zustand. Der Grund: Dann werden sie nicht so schnell geklaut. Naja, zigtausende davon werden jährlich aus den Grachten – so nennt man die Wasserstraßen hier – gefischt. Also muss ein „anderes Radl“ her. Wie auch immer!
Amsterdam leistet sich außerdem drei Bürgermeister: den Oberbürgermeister, einen Nacht- und ein Fahrradbürgermeister!
Von Frankfurt über Meerbusch nach Amsterdam
Schon vor Tagen habe ich mein Auto für die Fahrt vorbereitet. Ich erwarte Birgit, die aus Bad Homburg anreist. Wir starten direkt nach Meerbusch, um Ines abzuholen.
Wir kommen gut voran und werden mit einem vorzüglichen Mittagessen 🍽️ begrüßt. Zu Dritt bewältigen wir den Rest der Strecke. Eine halbe Stunde davon studieren Ines und Birgit die Parkmodalitäten in Amsterdam – eine Wissenschaft für sich! Wir suchen ein P&R Parkhaus im Stadtviertel Bos en Lommer, Amsterdam West. Hier ist unser Apartement
Kurz vor der Einfahrt in das Parkhaus in der Nähe unserer Ferienwohnung steigt der Blutdruck! Wird es klappen?
Eine Wissenschaft für sich
Auto und Amsterdam ist eine sehr spezielle Angelegenheit. Mit P&R können wir nämlich für 18 Euro von Donnerstag bis Sonntag parken. Aber nur dann, wenn wir 1x zu Beginn und 1x zum Ende mit den Öffentlichen fahren! 🚋 Ansonsten sind unfassbare 48 Euronen zu zahlen. Insgesamt aber nur 96 Stunden!!! Wir achten also bei der Einfahrt ins Parkhaus penibel auf den richtigen Knopf. Auf keinen Fall dürfen wir die Kreditkarte benutzen. Sesam öffne dich und wir sind drin. An einem blauen Automaten am Ausgang ziehen wir unser Parkticket 🅿️ und den Fahrschein für die Öffis.
Geschafft! Knappe 400 Meter zu Fuß und wir sind in unserem Appartement. Wir haben es wieder einmal gut getroffen und richten uns ein. Danach starten wir zu einem Schnupperbesuch in die Stadt.
Kirchen, Kiffer und Kondome
Wir kommen am Amsterdamer „Centraal-Bahnhof“ an. Er liegt direkt an der großen Wasserfläche IJ, Ei 🥚 ausgesprochen, wo sich die kostenlosen Fähren zum Stadtteil Amsterdam Noord befinden.
Der Bahnhof ist 135 Jahre alt, besteht aus rotem Backstein und ist auf drei künstlichen Inseln und 9.000 Holzpfählen gebaut. Wir richten uns nach dem Hinweis „Centrum“.
Cool! Und schon sind wir mittendrin.
Wir mischen uns unter die vielen Leute, bewundern die ersten idyllischen Giebelhäuser und lassen uns treiben. Ines und Birgit erschnuppern auf dem weiteren Weg plötzlich einen sehr intensiven, verräterischen Duft: na klar, wir kommen an einem der 164 Coffeeshops der Stadt vorbei! Wenig später befinden wir uns im Rotlichtviertel de Wallen – ei n Katzensprung entfernt vom Hauptbahnhof.
Hier steht die älteste und wichtigste Kirche Amsterdams, die Oude Kerk. ⛪ Der Kontrast könnte nicht stärker sein: rechts neben der Kirche liegt ein Café, vor der Kirche zahlreiche rotbeleuchtete Fenster mit Prostituierten und rechts neben der Kirche ein Kindergarten. Übrigens: in den 400 vorhandenen Fenstern arbeiten 700 Protituierte!
In der Nähe nehmen wir unser Abendessen ein und machen es uns später „zu Hause“ gemütlich.