Mallorca – wir kommen

Donnerstag, 21. Juni 2018

Es ist Mitte Juni, die Temperaturen auf Mallorca liegen bei sommerlichen 28 Grad und es geht  endlich los – unser Ziel: die Mittelmeerinsel Mallorca. Wir, das sind Birgit, Ines und ich, drei EX-SEBler. Fiete, das Wohnmobil, pausiert in der Werkstatt.

Am Flughafen in Palma schnappen wir den Mietwagen und machen uns auf den Weg zum Appartement ‚Cozymallorca‘ in der Can Gater 1 in Palma, der ‚Perle im Mittelmeer‘. Die schmale Gasse liegt unmittelbar neben dem Plaza Major, dem Mittelpunkt des historischen Zentrums. Unser Kurztripp, bei dem wir so viel wie möglich von der Insel sehen wollen, beginnt.

Flug nach Malle mit Hindernissen
Aber von vorn.
Ich starte gegen halbzwölf in die Innenstadt zu einem meiner Lieblingsrestaurants, dem Goc Pho (vietnamesisches Street Food)  und einem gemeinsamem Mittagessen mit Communications. Die S8 bringt mich danach für schlappe 4,90 € zum Flughafen. Ich bin um viertel nach zwei vor Ort. Und natürlich hat sich das Gate für den Lufthansaflug LH 1154 von A38 auf B5 geändert. Es kann ja nichts mal normal laufen, wenn ich reise. Den Grund erfahre ich später.

Nach der nervigen Sicherheitskontrolle sitze ich am Gate, lese in meinem Mallorca-Reiseführer und warte auf Birgit, die um 15 Uhr eintrifft. Weiter geht‘s mit ‚bad news‘: Unsere Maschine nach Palma ist verspätet in Düsseldorf gestartet und erst 15 Minuten in der Luft. Na toll! Das nervige Warten verkürzen Birgit und ich mit ersten Ausflugs-Planungen.
Plötzlich geht alles schnell, wir werden zum Check-in aufgerufen, fahren mit dem Bus zu unserem Airbus und rollen Richtung Startbahn. Kaum haben wir uns entspannt zurückgelehnt erhalten wir die nächste Hiobsbotschaft . Der Kapitän kündigt eine Wartezeit bis zum Start von mindestens 40-50 Minuten an. Na sauber!! Grund ist die Schließung der Startbahn West wegen ungünstiger Windverhältnisse. Ganz großes ‚Wir fliegen mal schnell nach Malle-Kino‘!!!
Bei Ines in Düsseldorf läuft alles nach Plan.

Landung in Palma, Traumauto, tolles Appartement und Palma nach Mitternacht
Wir landen in Palma de Mallorca mit 1 ½ Stunden Verspätung. Die Sonne knallt noch mit 28 Grad vom blauen Himmel. Ines erwartet uns sehnsüchtig am Mietwagenschalter. Wir erledigen die Formalitäten und nehmen für 5 € Aufpreis pro Tag statt des gebuchten Renault Clio einen Hyundai Tucson. Wow, ein superklasse Auto. Ein richtiges Seniorenauto mit bequemem Ein- und Ausstieg, hohem Kofferraum und viel Schnick-Schnack.

Los geht’s mit OK Google auf der Flughafenautobahn MA 19 und der Umgehungsstraße von Palma, MA-20, ins historische Zentrum zu Carlos, der uns am Parkhaus mit dem Schlüssel zum Appartement erwartet. Übrigens, Plaza Major ist der Mittelpunkt des größten geschlossenen historischen Altstadtkerns Europas.
Wir verpassen die Einfahrt zum Parkhaus, weil wir zu viel quasseln. Nicht schlimm, so kann ich mich noch eine weitere Runde durch Palma an das Superauto gewöhnen und genieße es schon. Beim zweiten Anlauf klappt’s, parken null problemo, die Rückfahrkamera leuchtet jeden Winkel aus. Carlos und wir schleppen uns in den vierten Stock des Altbaus und sind begeistert von unserem Domizil. Satte Empfehlung von uns – inklusive der tollen Eisdiele direkt an der Ecke.

Erste Tapas und Eindrücke von Palma

Wir klären ein paar Formalitäten und schlendern – es ist bereits 22 Uhr – durch menschenleere Gässchen, mit Gebäuden, die spanische, katalanische und arabische Einflüsse zeigen.

In der Tapasbar ‚Buscando el Norte‘ feiern wir unsere Malle-Ankunft und das Tripple:
– Ines – 40sten Geburtstag,
– Birgits ersten Aufenthalt auf Malle und
– mein ‚Vor-50-Jahren-schon-einmal-auf-Malle‘.
Na, wenn das nicht drei tolle Tage werden!

Nach sehr gutem Essen, kühlem spanischen ‚San Miguel‘  und einer Flasche Wein zieht es uns noch zur hell erleuchteten Kathedrale ‚Le Seu‘ von Palma, im Volksmund ‚Königin der Nacht‘ genannt. Sie ist aus natürlichem Kalksandstein (Marès-Stein) gebaut, der überall auf Mallorca präsent ist. Unser erster Eindruck: ‚Le Seu‘ beherrscht die Stadtsilhouette – unzweifelhaft. Am Plaza de Cort, in der Nähe des Rathauses, entdecken wir ein gut 600 Jahre alten knorrigen Olivenbaum. Wir bewundern noch den Königspalast ‚Palau de l’Almudaina‘ neben der Kathedrale.

Jetzt macht sich der lange, nervenaufreibende Tag bemerkbar. Wir sind so kaputt, so dass wir unseren ersten kleinen Ausflug abrupt abbrechen – ohne die Kathedrale in voller Schönheit vom Hafen anzuschauen. Die 700 Meter ins Appartement schaffen wir gerade noch. Und nichts wie schlafen.

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