Florenz – einfach unwiderstehlich

Sonntag, 4. Juni 2017
Zahlen – Daten – Fakten

Heute Morgen hat sich die Sonne hinter vielen Wolken versteckt. Zur Frühstückszeit aber brennt sie schon wieder vom Himmel. Deshalb sitzen wir unter der Markise, lassen uns Zeit, denn unser Ziel liegt nur 5 Kilometer von unserem Stellplatz entfernt. Florenz! Wir freuen uns drauf.

Wir starten mit den Rädern um die Mittagszeit. Der Radweg verläuft unmittelbar am Arno entlang. Als wir einen caffè trinken wollten, teilt Klaus mir mit, dass er seinen Fahrradschlüssel bei Fiete vergessen hat. Also wieder mal ganz großes Fahrradkino!
Wir fahren zurück, holen die Schlüssel und starten erneut. Unterwegs frage ich nach den Radschlössern, aber auch die schlummern noch bei Fiete. Heute ist nicht Klaus‘ Tag, Punkt. Er dreht also Runde drei, während ich die Ruhe des Arno genieße und auf ihn warte. Irgendwann fahren wir über die Ponte San Niccolò und sind endlich in Florenz.

Zuerst steigen wir zum Piazzale Michelangelo, DER angesagtesten Aussichtsterrasse, hinauf, um das grandiose Panorama der toskanischen Hauptstadt zu genießen. Natürlich ist hier der Touri-Wahnsinn, aber trotzdem ist es wunder-wunder-schön.
Wir schlendern durch den Giardino delle Rose hinunter und speisen in einer schattigen Enotheka an der alten Stadtmauer. Dabei haben wir einen ständigen Gast an unserem Tisch  einen Spatz!!! Ich erstehe ein kleines Quartett Aquarelle für unser Wohnzimmer und weiter geht’s.

Mittlerweile hat es wieder schwülwarme 28 Grad und vieeeel Sonne. Wir laufen  das Arnoufer entlang bis zur Ponte Vecchio. Hier reiht sich ein Touri an den anderen, eine Touri-Gruppe jagd die nächste, ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Aber einmal drüber laufen wollen wir schon. Auf ein Eis für 6, 8 oder 10€ in dieser Premiumgegend haben wir keinen Bock, obwohl es schwer fällt.

Auf der Via por S. Maria, einer angesagten Einkaufsstraße, suche ich nach einem Strohhut. Fehlanzeige. Dafür erreichen wir die Piazza d. Signoria mit dem Palazzo Vecchio. Viele, die sich unbedingt als Touri outen wollen, besteigen hier eine Pferdekutsche. Wir genehmigen uns statt dessen ein Bier, 1 ½ Liter Wasser, ein kleines Eis und beobachten die vorbeihetzenden Touri-Gruppen, wie sie sich gegenseitig mit ihren Selfie-Stangen und weit ausgestreckten Fotoarmen die Augen ausstechen.

Wir folgen dem Domgeläut zur Santa Maria del Fiore und stehen auch schon direkt neben dem Baptisterium San Giovanni, diesmal ohne Gerüst. San Giovanni ist die im 11. Jahrhundert erbaute Taufkirche des mächtigen grün-weißen Doms zu Florenz. Wir genießen jeden Blickwinkel des Gesamtensemles, wandern rundherum und….. finden einen passenden Strohhut für mich.

Weil wir heute Abend in der Trattoria Il Vecchio Cigno toskanisch essen gehen,, spurten wir zu unseren Rädern und bestellen einen Tisch. Nach einem kurzen Chill-out radeln wir zum dinnieren. Wir schlemmen zu zweit für 45 € eine riesige Anti-Pasti-Vorspeisen-Platte, dreierlei Sorten Pasta und zum Dessert eine erfrischende Zitronencremetorte mit Crème Karamell. Lecki-lecki-lecki! Ein würdiger Florenz-Abschluss – morgen geht’s nach Chivitavecchia und auf die Fähre nach Sizilien.

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