Ein Traumstrand, eine felsige Küste und Monópoli

Montag, 29. Juli 2019

Heute verlasse ich den sonnenverwöhnten Stiefelabsatz (Solento), in dem es geregnet hat und dunkle Wolken am Himmel hingen. Habe herrlich geschlafen. Es ist weiterhin wolkig, aber warm. Nach einem gemütlichen Frühstück – ich beobachte dabei einen planenden Italiener!!! – mache ich Fiete II startklar. Statt 20 muss ich nur 17 € für den Stellplatz löhnen, weil ich allein reise und aus Deutschland komme.

die Fietes chillen unter Palmen

Fülle meinen Kühlschrank am Ortsende von Ótranto auf und nehme die Küstenstraße zur viel gepriesenen ‚Baia die Turchi‘ mit Karibikfeeling, einer der TOP-Strände Apuliens. Obwohl mein Bauch weiß, wie das wieder abläuft, gewinnt die Neugier. Ich biege in freudiger Erwartung des türkisfarbenen Meers die Stichstraße zur Bucht ein und bin bei weitem nicht die Einzige. Fiete II passt gerade so durch zwei Pinienbäume und stellt den Parkeinweiser zunächst vor Probleme. Ich wende und stelle mich 300 Meter weiter an den Straßenrand. Mario, der Parkeinweiser hat das beobachtet, sagt ‚Ingrid, nix parchecco la, polizia…‘, ich hole Fiete II wieder her und mit viel Palaver und hin und her darf ich für 5 € auf einem großen staubigen Platz parken. Und schon war ne halbe Stunde weg.

Ich freue‘ mich schon auf den Strand, aber Pustekuchen. Muss erst mit 40 weiteren Badegästen und einer Navetta an die Pineta fahren und weitere 700 Meter eine ‚passegiata‘ durch Pinienwald, stechende Sträucher und Trampelpfade bewältigen. Gott sei Dank ist dieses Gewirr von Wegen gut beschildert.

Endlich! Da ist er nun der Traumstrand, schmal, überfüllt aber doch irgendwie schön. Wenn die Sonne durchkommt, und das macht sie sehr wenig, dann leuchtet das Meer tatsächlich ein bisschen Karibik-grün. Es gibt überall Felsvorsprünge, feinsandige Buchten und einer der Lidi hat Sonnenschirme aus Palmwedeln. Es windet stark und das Meer ist ziemlich aufgewühlt und einige Grad kühler als auf der ionischen Seite. Ich finde 1 ½ m² für meine Badetasche und gehe schwimmen. Genehmige mir noch einen caffè und verlasse den Strand der Strände. Habe Glück und die Navetta ist bereits vor Ort. Das alles hat weitere 1 ½ Stunden gedauert – für einmal baden!!! Ganz großes Kannste-abhaken-Kino!

Nächste Ziele sind die Badeorte Torre dell’Orso und Roca Vecchia. Hier gibt es Badegrotten, von denen Mutige einige Meter in die Tiefe springen. Die Naturoase Alímine-Seen ist eine Enttäuschung. Ich komme nirgendwo ans Wasser und fahre weiter auf einem wunderschönen Stück der Küstenstraße mit vielen freien Dünenstränden und Parkmöglichkeiten!!! nach Lecce. Hier soll es Quarta caffè Dosierer geben, den ich für Dom und Francesca 3 x mitbringen soll. Ich parke am Castello, finde den Laden, der macht aber erst um 17 Uhr auf!!! Hmm, will aber nicht 1 ½ Stunden warten, schaue mir noch kurz das Castello an und finde eine Touri-Info. Hier frage ich, wo ich den Dosierer noch bekommen könnte. ‚Ja, gleich hier um die Ecke ist eine Bar, da gibt es das‘. Wenige Minuten später stehe ich in der Bar und……. bekomme EINEN Dosierer. Erst Morgen gibt es wieder Neue. Ganz toll! Das Leben kann manchmal sehr hart sein!

Ich entscheide mich, noch 100 Kilometer gen Norden nach Monópoli zu fahren. Hier soll es einen einfachen aber gemütlichen Campingplatz geben. Punkt 18 Uhr checke ich ein und stelle Fiete II etwas schräg neben einen Schweizer Kastenwagen. Plötzlich steht der Argauer neben mir und es entwickelt sich ein informatives Camper-Kastenwagen-Gespräch und schwupp ist es eine Stunde später.

Ich absolviere das allabendliche eingespielte Programm und blicke in einen fast wolkenfreien Sternenhimmel. Der Tag hat mich geschafft und ich liege früh im Bett. Gut’s Nächtle!

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