Costa di Bari, Salz- und Wassermassen plus köstliches Essen

Samstag, 13. Juli 2019

Was ein herrlicher Morgen. Ein verspätet krähender Hahn weckt mich um 8 Uhr. Die Sonne wird manchmal noch von Wolken verdeckt, es ist sehr warm und die Zikaden musizieren unaufhörlich. Ich frühstücke passend im Freien auf dem Boden und lasse mir Zeit.

Starte erst gegen ¼ nach 11 an die Costa di Bari, speziell nach Margherita di Savoia. Hier erstrecken sich auf 20 Kilometer parallel zur Küste Europas größte Salinen. Hmmm, davon hab‘ ich mirallerdings mehr versprochen. Aber wie überall, an den schönsten Stellen gibt es keine Chance, anzuhalten. Der Besuch der Stadt lohnt nicht, reiner Badeort, ohne Gesicht. Ich finde aber einen Supermercato und kaufe Aqua, Latte und Pane. Diese Grundnahrungsmittel sind ganz plötzlich ausgegangen.

Dann fahre ich in drückender Schwüle nach Barletta. Instinktiv suche ich nach einer Parkmöglichkeit am Lungomare und werde fündig. Die Parkwächter bedeuten mir, dass ich Fiete II doch lieber auf der Area Soster Camper abstellen soll. Einer von ihnen begleitet mich auf dem Beifahrersitz und zeigt mir den Weg. Hier löhne ich 6 Euronen, dafür steht das Womo sicher und bewacht. Ich ziehe los in Richtung Strand und Lidis und bemerke über dem Meer einen immer dunkler werdenden Himmel. Ohjeh, denke ich, das sieht schon wieder nach Ungewitter aus und ich hoffe, das wird für den Streifzug durch die Stadt noch warten. Ich entdecke das imposante Kastell, den 1140 begonnenen Duomo S. Maria Maggiore (natürlich geschlossen, es ist Siesta) und den Koloss von Barletta vor der Chiesa del Santo Sepolcro, der einzigen erhaltenen spätantiken monumentalen Bronzestatue.

Und genau hier beginnt wieder der Wahnsinn. Ich rette mich noch schnell in eine Bar und dann prasselt es für die nächsten 50 Minuten ohne Ende Wasser vom Himmel, so viel, dass die Kanaldeckel an einigen Stellen hochgedrückt werden. Und nicht nur Kanaldeckel, sondern auch……..

Für einen Latte Macchiato, einen Caffè und zwei Kugeln Eis löhne ich 3,90 €. Wo gibt’s denn sowas! Noch regnet es leicht, aber ich will jetzt zu Fiete II und nach Molfetta, zu meinem nächsten Agricampeggio, den ich über die Promobil-Stellplatzapp gefunden habe.

Diesmal erreiche ich den Brezza tra gli Ulivi auf den Meter genau und wir sind schon zu Zweit. Ein Italiener leistet mir Gesellschaft auf dem sehr großen, gepflegten Olivenhain. Der Pool ist wegen des Wetters heute geschlossen, leider. Ansonsten gibt es Öl aus eigener Produktion und ein nettes Restaurant. Ich chille ein bisschen, mache mich landfein fürs Restaurant und treffe dort auf einen deutschsprachigen Kellner. Ich speise vorzüglich, bekomme noch eine apulische Spezialität Pattoli (kleine frittierte Kugeln aus Mehl, Wasser und Salz) geschenkt und ein Fläschchen hauseigenes Öl, weil heute wegen einer großen Geburtstagsfeier keine Probe möglich ist. Das nenne ich doch mal ganz großes Service-Kino! Überhaupt was das Essen ausgezeichnet: ein wunderbarer gemischter Salat, Malenzane überbacken und eine besonders leckere Pizza Napoli mit Kapern und Sardellen. Dazu natürlich mal einen Vino Bianco.

Beschwingt gehe ich ‚nach Hause‘ und bin erstaunt über die Beleuchtung des Olivenhains. Die Geburtstagsparty ist in vollem Gang und das Schlafen wahrscheinlich unmöglich. Ich nutze ein funktionierendes W-Lan und blogge.

Der Mond scheint. Guts Nächtle.

 

 

 

 

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