Willkommen in der historischen Altstadt von Riga

Freitag
13. Juni 2025

Wer sagts denn, der Himmel strahlt in herrlichem Blau đŸ™ïž und es ist warm.

Birgit ist traditionell fĂŒr das Einkaufen knackiger Brötchen đŸ„–zustĂ€ndig. Diesmal ist sie ungewöhnlich lange unterwegs und kommt ohne zurĂŒck. Brötchen, wie wir sie kennen, gibt’s hier nicht! 🙈🙈🙈 In der letzen BĂ€ckerei lĂ€sst sich Birgit aus Verzweiflung etwas von der Bedienung zusammenstellen. Es ist nicht das, was wir uns vorstellen. Aber besser als nix.
Das FrĂŒhstĂŒck schmeckt trotzdem.

Am spÀten Vormittag starten wir unseren Rundgang durch die autofreie Altstadt.
Es geht erneut vorbei am Pulverturm und einem Teil der alten Stadtmauer. đŸ§± Der historische Befestigungsturm war frĂŒher gefĂŒllt mit Schießpulver.
Wir entdecken romantische Wasserspeicher, farbenfrohe HĂ€user und peilen die DĂŒna an. Übrigens: Wer hier Stöckelschuhe 👠 trĂ€gt, flippt aus. Die sind in null komma nichts flach wie ne Flunder, denn die Gassen bestehen ausnahmslos aus Kopfsteinpflaster.

Aber zuerst geht es zum SchwarzhÀupterhaus, das Highlight auf dem Rigaer Marktplatz.
Das rot-weiße ehemalige Gildehaus  im gotischen Stil ist eines der schönsten Wahrzeichen der Stadt. Der Name geht auf den dunkelhĂ€utigen Schutzpatron zurĂŒck, weshalb sich die unverheirateten auslĂ€ndischen HansekauflĂ€ute SchwarzhĂ€upter nannten. Es wurde im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört und ab 1999 mit einer eindrucksvollen Fassade auf dem Marktplatz wieder aufgebaut. By the way: die Schafrichter vollzogen an dieser Stelle ihr grausames Werk.

An der DĂŒna ist eine Horde Touris unterwegs, denn ein gigantisches Kreuzfahrtschiff đŸ›łïž hat angelegt. Wir genießen den Ausblick auf das gegenĂŒberliegende Ufer mit der Nationalbibliothek, und passieren das unspektakulĂ€r aussehende Rigaer Schloss (1330), heute Sitz des StaatsprĂ€sidenten.
Nach der Anglikanischen Backsteinkirche St. Saviour und der St. Franziskaner Kirche geht es vorbei an der hellen kassizistischen Kirche „Ladies of sorrows“ zum trubeligen Domplatz. Die „Kathedrale St. Marien“ ist die grĂ¶ĂŸte Kirche des Baltikums. Wir verzichten auf den Besuch zugunsten von Aperol, leckerem Apfelstrudel und Livefernsehen auf dem Platz. Mehrere „Beer-Bikes“ đŸșđŸșđŸș, die coolsten FahrrĂ€der der Stadt fĂŒr Junggesellenabschiede, biken ĂŒber den Domplatz, inklusive einem Liter Bier pro Person. Die Teilnehmer sind sichtlich stolz, weil sie von zahlreichen Touris fotografiert đŸ“· werden.

Durch das Schwedentor von 1698, ehemals Teil der Rigaer Mauer, erreichen wir die „Drei schnuckeligen Renaissance-BrĂŒder“. Das hellblaue, das grĂŒne und das gelbe stehen stolz Schulter an Schulter in der Maza pils. Die Legende besagt, dass sie von verschiedenen MĂ€nnern erbaut wurden, wobei das erste im 15. Jahrhundert, das zweite im 16. Jahrhundert und das dritte im 17. Jahrhundert errichtet wurde. Sie gelten als Ă€ltester Wohnkomplex Rigas.
Wir lauschen noch einen Moment der Musik đŸŽ”đŸŽ¶đŸŽ” von Straßenmusikanten. Ein Foto-Spot ohne MenschengedrĂ€nge ist kaum zu erhaschen.

Jetzt geht’s mit dem Aufzug auf die Aussichtsplattform der Petrikirche. Das prunkvolle Gotteshaus – im 15. Jhd. von Gildekaufleuten ausgebaut – ist mit 123 Metern Höhe das höchste der Stadt und bietet einen fantastischen Panoramablick auf Altstadt, Meeresbucht und DĂŒna. Ein ziemlich ramponierter Wetterhahn im Kirchenschiff ist ein beliebtes Fotomotiv. Er ist einer der sechs HĂ€hne, die auf der Kirchturmspitze thronten.
Direkt hinter GebĂ€ude steht eine in Bronze gegossene Skulptur der Bremer Stadtmusikanten, ein Geschenk der Partnerstadt Bremen. Die vier Tiere  blicken mit Grimassen durch einen Spalt des „Eisernen Vorhangs“, ein Mahnmal mit Humor! Wir rubbeln – wie Tausende vor uns – an den goldfarbenen Schnauzen. Das bedeutet GlĂŒck 🍀🍀🍀. Je höher wir kommen, um so aussichtsreicher erfĂŒllen sich unsere WĂŒnsche.

Birgit und Ines haben Hunger. Sie entdecken ein Restaurant Soljanka auf der Speisekarte, das die sĂ€uerlich-scharfe Suppe anbietet. Erinnerungen! Schwupp sind wir drin, genießen das Essen und die Sonne auf der Terrasse.

Zum Schluss suchen wir das sagenumwobene „Katzenhaus“ 🐈‍⬛🐈‍⬛auf dem Livue-Platz. Um das Jugendstilhaus mit zwei buckligen Katzen auf dem Dach rankt sich eine drollige Geschichte. Weil ein lettischer Kaufmann nicht in die Große Gilde aufgenommen wurde, ließ er sie auf dem Dach montieren – und richtete ihre Allerwertesten zum GebĂ€ude der Großen Gilde aus. Selbst vor ĂŒber 100 Jahren war die Botschaft eindeutig!!  👅 Heute zeigen die „Ärsche“ in die richtige Richtung.

Wir schleppen uns nach dem vollgepackten Sigtseeingtag in unser Apartement, aber nicht ohne Besuch eines exklusinen Schokoladenshops. Birgit sucht Mitbringsel.
Wir konsumieren die Köstlichkeiten aus dem KĂŒhlschrank. Danach geht’s an die Planung fĂŒr morgen. Es ist Zeit, um an der Matratze zu horchen.đŸ˜ŽđŸ›ŒđŸ˜ŽđŸ›ïžđŸ˜Ž

 

Kategorie Reiseland Lettland

Hallo da! Schön, dass Du meinen persönlich geschriebenen Gute-Laune-Reiseblog www.amliebstenweg.de besuchst. Ich bin leidenschaftliche Camperin, Bikerin und sehr naturverbunden. Wandern ist ein Hobby, dass kĂŒrzlich dazugekommen ist. An Land, Leuten und Kultur bin ich sehr interessiert. GebĂŒrtig komme ich aus Rheinlandpfalz, habe einen erwachsenen Sohn und zwei sĂŒĂŸe Enkelkinder. Mein Lebensmotto: "Sei Du selbst, denn alle anderen gibt es schon!". Bei meinen Unternehmungen freue ich mich jeden Tag auf neue Erlebnisse und Erfahrungen, kleine und große. Ich lade Dich ein, sie mit mir zu teilen! Du findest mich ĂŒbrigens auch auf Instagram, Facebook und Twitter.

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