Auf der Suche nach einem Ziel
Weil wir uns partout nicht auf ein gemeinsames Tour-Ziel einigen können, bleibt nur der „LOSTOPF“! 🙈 Jeder wirft drei Vorschläge in die Trommel, der meistgenannte Name gewinnt. And the winner is die lettische Hauptstadt RIGA! Die zum UNESCO Welterbe gehörende Stadt ist die einzig wirkliche Großstadt im Baltikum.
Ines und Birgit sind happy, ich nicht.
Jeder Meter ➡️ gen Osten bereitet mir Unbehagen. Warum ist das so?
Es liegt an Putin und dem Ukrainischen Krieg. Dieser Typ ist verantwortlich für zahlreiche Kriegsverbrechen und Straftaten, agiert autoritär, despotisch, diktatorisch und faschistisch.
Dem will ich keinen Zentimeter näher sein als unbedingt erforderlich. 🫣
Natürlich beuge ich mich der demokratischen Entscheidung.
Ines und Birgit versprechen mir, dass es schön wird. Schau’n wir mal!
Donnerstag, 12. Juni 2025
Unser Trip beginnt am Abend des 11. Juni.
Ines reist von Düsseldorf 🚅an und möchte unbedingt mal wieder Grüne Sauce essen und Äppler trinken. Das liebt sie aus ihrer „Frankfurter Zeit“ und schlägt das Gasthaus zum „Lahmen Esel“ 🫏 in Niederursel vor. Hier verbringen wir einen wunderbaren und schmackhaften Abend!

Im Lahmen Esel
Heute ist außerdem Blutmond, 🌑 eine selten stattfindende totale Mondfinsternis. Auf dem Nachhauseweg verrenken wir uns die Köpfe, um die dunkelrote Kugel zu entdecken. Damit sind wir bei Gott nicht allein. Auch in der Nachbarschaft wird kräftig ohne Erfolg 🤷♀️🤷♀️gesucht. Wir geben auf. Aber Ines bleibt hartnäckig, schaut immer wieder aus dem Fenster und …. wird schließlich fündig! Der Schlingel hat sich geschickt zwischen Bäumen versteckt.
Jetzt geht‘s fix ins Bett, 🛌🛌morgen müssen wir um sechs Uhr aufstehen.

Blutmond wo bist du?
Wir nehmen uns Frühstück mit, schlabbern noch einige Schlucke Kaffee und schon treffen wir Birgit an der U5. Bereit zum Abheben.
Ich habe mal wieder Stress bei der Gepäckkontrolle, 🧳 weil ich ein neues Deospray in meinen Handkoffer gepackt habe. Endlich, sind wir durch und frühstücken beim Abfluggate. Im Café hat es brutale Preise für ein Tässchen Cappucino! Unfassbar. 😡
Wir starten 🛫 pünktlich und landen in der Kulturhauptstadt von 2014 um 15 Uhr bei saumäßigem Wetter: starker Wind, eiskalt und peitschender Regen! 🥶🥶🥶
Wir kaufen ein Vier-Tages-Ticket für die Öffis und fahren mit dem Bus ins Zentrum. Auf dem kurzen Fußweg zur Ferienwohnung begegnen wir den ersten Highlights: dem Schwarzhäupterhaus und dem Pulverturm. Unsere Bleibe liegt hinter einer mondänen Doppelhaustür und führt durch ein leicht vergammeltes 🙈Treppenhaus.
Aber die Wohnung ist cool 👍. Wir gehen sofort auf Einkaufs-Tour.
Ziel ist der aus fünf Pavillions bestehende Zentralmarkt, einst der größte und modernste Europas. Er besteht aus 5 riesigen Pavillions, die im 2. Weltkrieg von der deutschen Armee alsZeppelin-Hangers genutzt wurden. Täglich strömen hier um die 140.000 Reisende und Einheimische, um sich an den mehr als 3.000 Ständen mit Leckerm einzudecken. Die unfassbar 😲 bunte Warenvielfalt erschlägt uns.
Mit prall gefülltem Einkaufsbeutel 🛍️ geht’s zurück. Auf dem Weg ins Apartement entdecke ich neben der Petrikirche eine niedliche Gürteltier-Statue und schon sitze ich lachend auf dem Rücken und gebe ein lustiges Fotomodel ab!
Zu Hause kommt alles auf den Tisch, was uns die Markthalle kredenzt hat. Nicht alles schmeckt so wie es aussieht. 🤔 Das meiste aber schon. Es ist ein gemütlicher Abend, bei dem viel geschnattert wird.
Ines und Birgit erkundigen sich vorsichtig nach meinem Wohlbefinden. „Ich bin okay, war bisher ja schon ganz schön“, antworte ich. Die Beiden schnacken noch zweieinhalb Stunden weiter im Bett. 🛌🛌
