Tag 10 – Montag, 8.5.23
Wir habenunseren Rausch ausgeschlafen und danach lange gefrühstückt.
Leider regnet es immer noch, ununterbrochen. Sonst wäre Jutta mitgekommen nach Concarneau. Wir verabschieden uns und werden uns sicher auf einem Klassentreffen in Frankfurt wiedersehen.
Ich starte nach Concarneau. Die Stadt ist ein kleines Juwel und von historischen Festungsmauern umgeben. Diese sind aus dem 14. Jahrhundert. Der große Baumeister Vauban vollendete sie im 17. Jahrhundert. Die Ville close ist von Wasser umgeben. Auf meinem Rundgang auf der Mauer bieten sich schöne Einblicke in die Sträßchen und Ausblicke auf Hafen und Yachthafen. Es war noch Markt, und….. es hört auf zu regnen!
Es geht weiter nach Carnac, wo ich erneut die bis zu 7000 Jahre alten Hinkelsteinreihen besichtigen möchte. Sie sind Zeugnis der europäischen Vorgeschichte. Auch hier ist es regenfrei. Es soll der weltweit größte megalithische Komplex dieser Art sein. Die Steinreihen ziehen sich über fast 4 Kilometer hin. Menhire, die wie Pilze aus dem Boden sprießen. Und zwischendurch eine kleine Schafherde. Hier ist recht gut was los und ich bin um den gesamten Komplex herumgelaufen.
Der letzte Punkt auf meiner Besichtigungsliste ist die Insel Ouiberon mit ihrer wild zerklüfteten Küste an der Inselspitze. Der Verkehr schlängelt sich 8 Kilometer sehr langsam über eine lange Straße mit zahlreichen Kreiseln bis zum Norden der Insel. Das dauert. Geduld ist gefragt. Im gleichnamigen Städtchen haben sich alle versammelt, die einen Parkplatz ergattert haben. Denn die sind absolute Mangelware. Madame Google nervt, ich schalte sie aus und fahre nach Instinkt. Dabei gelange ich automatisch an die zerklüftete Felsküste Cote Sauvage. Irre Ansammlung von Felsen. Einfach nur Dastehen und den Ausblick auf das unruhige Meer genießen und den Wind in den Haaren spüren.
Die Zeit drängt. Ich starte zu meinem ausgesuchten CP auf Quiberon. Ja, wo isser denn? Ich lande in der Pampa vor dem Nichts, fackle nicht lange, fahre zurück aufs Festland und entscheide mich dort für einen Platz am Ortsrand von Carnac. Sehr schön, sehr freundlich, aber mit 22€ der bisher teuerste Platz zum Übernachten. Dafür hat es beste Duschen, alles da, sogar warmes Wasser zum Spülen (was nicht selbstverständkich ist), und ich fühle mich gut versorgt. Am späten Abend fing es nicht nur dauerhaft, sondern sehr heftig an zu regnen. Musste Ohrstöpsel nehmen, um schlafen zu können. Ich drücke die Daumen für besseres Wetter morgen.
DATEN:
Start km 37454
Ziel km 37.624
Geschwindigkeit 50 kmh
Strecke 170 km
Verbrauch 10,3 Liter
Fahrzeit 3 1/4 Stunden
