Wein, wandern, wundern – ‚Gieh roff off dat Häisje‘

Dienstag, 3. Oktober 2017

Es hat die ganze Nacht geschüttet! Klaus wacht jede Stunde vom Getrommel der dicken Regentropfen auf, während ich locker ‚durchschnarchte‘. Kaum zu glauben, jetzt scheint die Sonne.

Treffpunkt der ‚Acht Unsterblichen‘ ist  die Pfarrkirche St. Peter und Paul von 1786 um 11 Uhr. In der Nähe liegt der Ausgangspunkt der alten Römerstraße, die steil zum Hunsrück hinaufführt. Das Motto dieses Tages aber heißt: ‚Gieh roff off dat Häisje‘, einer feuchtfröhlichen Wanderung durch die Weinberge der Zeller ‚Schwarz Katz‘ hinauf zum Collis-Turm.

Wir laufen gemütlich durch die westlich gelegenen Weinberge hinauf zum ‚Rieslingtreff Rommeneyweg‘, direkt zwischen den Reben gelegen. Unterwegs genießen wir die wunderbare Mosellandschaft, Blicke auf den ‚Viereckigen Turm‘ im Zeller Bachtal und den ‚Runden Turm‘, der auf fast keiner Ansichtskarte fehlt. Klitzeklein ist der Touri-Betrieb auf der Balduinstraße, der Zeller Zeil, zu erkennen.

Wir ergattern einen Tisch, süffeln Federweißen, essen Worscht und Lauchsüppchen und quatschen. Wenn sich die Sonne zeig,t ist es wohlig warm. Herrlich! Die meisten Trauben sind schon gelesen. Über manchen Weinfeldern liegt eine Wolke von ‚Maische-Duft‘. Wir beschließen spontan eine Wiederholung der ‚Schwarz-Katz-Wanderung‘ in 2018.

Gegen 13 Uhr verabschieden wir Thomas, Gerhard, Jo und Gitti. Das verbleibende ‚Glücks-Kleeblatt‘ läuft den Weinwanderweg bis zum acht Meter hohen, aus rotem Backstein erbauten, Collis-Turm. Unterwegs begegnen uns zahlreiche Weinwanderer, links das Glas und rechts die Weinflasche in der Hand. Auf der Collis-Plattform geht der Punk ab. Es ist brechend voll. Wir schlabbern bei geiler Disco-Musik Kuchen, Federweißen und Glockenöl, einen hervorragenden Trester. Dabei genießen wir die Sonne und wieder umwerfende Blicke auf die herrliche Mosel-Schleife. Gabi entscheidet sich für den Abstieg über den Collis Steilpfad für Halbmutige. Wir wollen vor dem Abendessen noch abchillen und Sonne tanken.

 

Chillen in der Sonne

Um 19 Uhr treffen wir uns für ein allerletztes Dinner, diesmal beim indischen Italiener! Wir schlürfen einen letzten Mosel-Federweißen und ich werde schon wehmütig. Einen Trester-Absacker genehmigen wir uns dort, wo alles begann – in der Alten Winzerstube.
Gegen Zehn radeln Klaus und ich ein letztes Mal in diesem Jahr über die Fußgängerbrücke zu Fiete. Will noch bleiben, Wetter ist egal……..

Der Mond leuchtet und einige Sterne auch. Draußen sind es 10 Grad.
Wir kuscheln uns bald in die wohligen Betten und denken nicht an morgen Früh.
Klaus muss ‚auffe Arbeit‘ und um 6 Uhr aufstehen.

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