Tag 11 – Dienstag, 9.5.23
Gott sei Dank!! Es hat aufgehört zu regnen. 😊
Ich räume Fiete nach dem Frühstück auf und komme früher „in die Puschen“ als sonst.
Mein erstes Ziel ist Locmariaquer, das Tor zur Bucht von Quiberon und des Golfs von Morbihan. Vor allem aber ist das Städtchen Herr über einen außergewöhnlichen Megalithen. Der hier liegende 6500 Jahre alte Menhir misst 20,5 Meter, ist in vier Teile zerbrochen, da wahrscheinlich Material von ihm woanders neu verbaut wurde.
Die Besichtigung des Dolmengrabes und des Menhirs kostest 6 €. Ich lege meinen S-Ausweis vor und komme kostenlos hinein.
Außerdem gibt es noch den Tumulus Er Grah und den Table de Marchand zu entdecken. Alles in allem sehr beeindruckend. 🪦

Hafen Hinfahrt zum Dolmengrab
Auf der Weiterfahrt nach Vannes fahre ich auf winzigen, schmalen Straßen immer am Meer entlang und komme durch La Trinité sur mer mit fantastischem Ausblick auf einen renommierten Yacht-Hafen und das Meer. Parkplätze??? No Way. Im Hafen, wo die Boote repariert und restauriert werden, finde ich einen Platz für ein kurzes Foto. ⛵ Ich fahre dann über die Kerisperbrücke und entdecke ein paar Austernfischer. Und wer sagt‘s denn…. ich entdecke einige blaue Stellen am Himmel!!!!
Aber zwischendurch regnet es immer wieder. 🙈🙈🙈 Auch, als ich Vannes erreiche – die ehemalige Hauptstadt der bretonischen Herzöge, weint der Himmel. Die Stadt ist ummauert mit mittelalterlichen Toren, hat zahlreiche farbenfrohe Fachwerkhäuser und die Straßen sind aus Kopfsteinpflaster.Der Verkehr ist höllisch hier. Ich versuche in der Hafengegend einen Platz zu erhaschen. Keine Chance. Plötzlich sehe ich einen Hinweis auf einen kostenlosen Parkplatz, der etwas außerhalb am Yachthafen liegt. Hier an der La Merle findet Fiete 🚙 einen sehr sicheren Platz.
Rechtzeitig zur Entdeckungstour hört es auf zu regnen und der Himmel reißt immer mehr auf. Das ist gut für die Laune und natürlich für die Fotos. 🌤️🌤️🌤️
Ich schlendere am Yachthafen entlang Richtung Altstadt und Stadttor. Der Ort liegt am Ende des Golfs du Morbihan und die alte Stadt liegt hinter der historischen Stadtmauer. Ich flaniere duch die Altstadt 🚶♀️ mit ihrenfarbenfrohen Fachwerkhäusern 🏠🏚️🏡 und der großen Kathedrale Saint Pierre. ⛪ Manche der Häuser sind aus dem 17. Jahrhundert. Die Stadtmauern wurden schon im 13. Jahrhundert errichtet. Dazu gehören Türmen und Tore und ein französischer Garten.
Zu den Festungen gehören die öffentlichen Waschplätze, bedeckt mit einem langen Schieferdach, dass sich über die Marle neigt. Der Ort ist wahrhaftig ein Schmuckstück! Ich bin happy, 😁😁😁 dass ich die Parkplatzsuche nicht aufgegeben habe. Ich hätte wahrlich etwas verpasst! Zumal es das letzte Fleckchen in der Bretagne gewesen ist! 👋
Ich verlasse die Region heute mit dem Ziel, einen CP in Batz-sur-mer im Departement Loire-Atlantique anzusteuern. Diesmal klappt alles perfekt. Der Platz befindet sich an der richtigen Stelle. Ich checke ein und habe einen tollen, abgegrenzten Stellplatz für Fiete. Mittlerweile scheint zum ersten Mal längere Zeit die Sonne. Es ist windig bis stürmisch.
Ich relaxe 💤einen Moment auf dem Platz. Schon bald zieht es mich zum Meer. 🐳🐬🪸🪼🦀Vor mir liegt eine unfassbar tolle Bucht, brausende Wellen, Sonne, glitzerndes Salzwasser und ein Traum von Sand- und Felsenküste. Wow!! Ich mache einen langen Spaziergang an der Plage de la Gouvelle und laufe durch den Ort zur Windmühle La Falaise. Die Mühle ist authentisch, nämlich so, wie sie schon im 16. Jahrhundert betrieben wurde. Natürlich wurde sie restauriert und produziert noch heute traditionelles Buchweizenmehl.
Ein toller Tag geht zu Ende, leider ohne Austern. 🦪🦪🦪 Ich hoffe, dass ich morgen welche bekomme.
DATEN:
Start km 37624
Ziel km 37.762
Geschwindigkeit 45 kmh
Strecke 138 km
Verbrauch 10,1 Liter
Fahrzeit 3 Stunden
