Verona – Verdi – Veduta

Samstag 09.08.23

Na was wohl – wolkenlos wie immer! 😎☀️🌞
Ich stehe früher auf, um dieses Mal mit dem Zug 🚃 nach Verona zu fahren. Das kostet mich nur 7,60 Euronen für ein Hin-und-zurück-Ticket.
Es stehen zwei Highlights auf dem Programm: die Besichtigung des altrömischen Amphitheaters 🎭🎭 und die Besteigung des Torre dei Lamberti.
Ach, was freue ich mich schon auf meine Lieblingsstadt 💗 an der Etsch!

Der Zug kommt just in time. Ich peile zuerst den Piazza Bra mit der drittgrößten Arena Italiens und dem Rathaus “Palazzo Barbieri“ an. Auf dem Weg dorthin komme ich an einer großen Votiv-Pfarrkirche vorbei, die auf dem Piazzale 25. April ihren Platz hat.

Und da ist er schon, der weite großzügige „Piazza Bra“ neben dem mittelalterlichen Stadttor „Portini della Bra“ aus dem 16. Jhd. Auf den Stufen des Rathauses wird gechillt, gegessen oder ein Päuschen gemacht. Für das Ticket 🎫 zur Besichtigung der Arena muss ich mich in eine Touri-Schlange einreihen. Es geht zügig voran und schon schreite ich die Stufen zum Inneren der Arena hoch. Was für ein Gefühl der Erwartung und der Überraschung. Obwohl ich hier bestimmt schon vier Mal gewesen bin. Es ist immer wieder neu und unfassbar schön.🤩🤩

Ich befinde mich tatsächlich im drittgrößten Amphitheater Italiens, nach dem Kolosseum in Rom und der Arena von Capua. Es entstand vor sage und schreibe 1.973 Jahren, ist 24 Meter hoch und hat Platz für 22.000 Opernfans! Es übermannt mich ein unbeschreibliches Gefühl, genau jetzt hier zu stehen. Es muss eine unvergleichliche Stimmung herrschen, wenn Verdis Opern 🎼🎶🎼 aufgeführt werden. Und das alles unter freiem Himmel. Ich laufe überall hin, wo man hinlaufen darf, entdecke zahlreiche unterschiedliche Ansichten, nehme Platz in der obersten Reihe, beobachte den Bühnenaufbau für die kommende Oper, sitze schweigsam und edemütig da und spüre die Zeit der berüchtigten Gladiatoren-Kämpfe und das Leid der öffentlichen Hinrichtungen.
Nach vielen Aufnahmen und Gesprächen mit anderen BesucherInnen steige ich in das Untergeschoss und suche insgeheim ein paar Blutspritzer aus vergangenen Jahrhunderten.🙈🙈🙈

Wieder in der Sonne vor der Arena besinne ich mich auf mein zweites Highlight, der Besteigung des Torre die Lamberti. Ich gehe noch ein paar Schritte 👣👣👣 über die marmorgepflasterte Via Mazzini, komme auf der Piazza delle Erbe an und bin mitten drin im trubeligen Markt- und Touristengetümmel. Voll besetzte Straßenlokale überall, Paläste aus verschiedenen Epochen um mich herum und am liebsten möchte ich hier wieder herumstöbern. STOP, das habe ich erst vor wenigen Tagen gemacht. Deshalb verweile ich einen Augenblick bei der „Colonna del Mercato, um meine überbordenden Gefühle zu sortieren und mich auf mein nächstes Ziel zu konzentrieren.

Und da steht er schon vor mir, der Torre die Lamberti. Ziel ist die Aussichtsterrasse. Im Ticketshop 🎟️ ist es nicht voll und ich überlege, ob ich die 368 schweißtreibenden Stufen hinaufkraxle oder lieber den Aufzug 🛗 nehme. Der Aufzug hat gewonnen und schon habe ich einen 360-Grad-Rundumblick 👁️👁️👁️auf die Altstadt Veronas. Und der ist phänomenal. Ich verweile lange, mache zahlreiche Fotos 📷und genieße jede Sekunde.

Spontan entscheide ich mich, noch zum Colle San Pietro zu laufen. Von der Zeit her bis zur Rückfahrt zum CP passt das gut. Auf dem Weg dorthin liegt der „Duomo Santa Maria Assuta“, der um diese Zeit – wie so viele der italienischen Kirchen – geschlossen 🗝️🗝️ist. Wenige Minuten später stehe ich auf der römischen Brücke Ponte Pietra aus dem ersten Jahrhundert n.Chr. Sie ist damit eine der ältesten Brücken Italiens. Im 2. Weltkrieg wurde sie von der Deutschen Wehrmacht zerstört, später hat man sie aus Originalsteinen wieder aufgebaut.

Der Blick auf die gegenüberliegende Flussseite zum zypressenbestandenen Hügel „Colle Sant Pietro“ ist fantastisch. Auf der Spitze steht das Castell San Pietro aus dem 14. Jhd. Die mittelalterliche Burg diente seinerzeit als Verteidigungsanlage. Von einer großen Terrasse hat man beeindruckende Ausblicke auf Verona und den Etschbogen. Weiter unten sind die Überreste eines römisches Theaters Teatro Romano di Verona. Es ist bereits 20 VOR Chr. erbaut worden. Dieses Highlight muss ich mir für den nächsten Besuch in Verona aufheben.
Ich spute 🏃‍♀️‍➡️🏃‍♀️‍➡️🏃‍♀️‍➡️durch die Altstadt zum Zug 🚅 nach Peschiera zu erreichen.

Rechtzeitig zum Abendessen bin ich wieder bei Fiete 🚙, schwimme 🏊 noch ein paar Bahnen im Pool und sehe mir Peschiera by night und einem leckeren Aperol Spriz 🍹an.
Was war das für ein paradiesischer Tag heute. Ich bin dankbar.🙏

Kategorie Reiseland Italien

Hallo da! Schön, dass Du meinen persönlich geschriebenen Gute-Laune-Reiseblog www.amliebstenweg.de besuchst. Ich bin leidenschaftliche Camperin, Bikerin und sehr naturverbunden. Wandern ist ein Hobby, dass kürzlich dazugekommen ist. An Land, Leuten und Kultur bin ich sehr interessiert. Gebürtig komme ich aus Rheinlandpfalz, habe einen erwachsenen Sohn und zwei süße Enkelkinder. Mein Lebensmotto: "Sei Du selbst, denn alle anderen gibt es schon!". Bei meinen Unternehmungen freue ich mich jeden Tag auf neue Erlebnisse und Erfahrungen, kleine und große. Ich lade Dich ein, sie mit mir zu teilen! Du findest mich übrigens auch auf Instagram, Facebook und Twitter.

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