Montag, 11.08.23
Relaxen, Baden, Shoppen
Heute habe ich tatsächlich einen Relax-Tag eingelegt. Es ist sonnig und sehr warm.
In Peschiera ist großer Markttag und es ist ziemlich voll.
Ich schlendere in aller Gemütlichkeit an den zahlreichen Marktständen vorbei und finde diesmal einen superschönen schwarzen Gürtel und eine ausgefallene Tischdecke für meinen Campingtisch.
Da ich noch einige Mitbringsel benötige, fahre ich mit dem Rad zum Conad-Supermarkt. Da weiß ich, was ich bekomme. Auf dem Rückweg zum Campingplatz finde ich hinter der Bogenbrücke einen wunderbaren Radweg, der direkt am Kanal entlangführt. Herrlich!
Nachdem ich alles gut in Fiete verstaut habe, schnappe ich meine Badesachen und gehe schnurstracks zum See. Das Wasser ist super heute und ich gehe dreimal schwimmen. Während ich mich in der Sonne aale, fällt plötzlich eine Schulklasse ein. Mit der Ruhe ist es vorbei.
Ich chille auf dem Campingplatz weiter und beobachte, wie langsam die ersten Streifenwolken aufziehen. Ich genieße den letzten Sonnenuntergang am südlichen Gardasee. Danach packe ich mein Rad mit Hilfe eines Nachbarn auf den Träger. Damit ist alles für morgen vorbereitet.
Dienstag, 12.08.23
Surfmekka Torbole und die Zitronenstadt Limone
Heute stehe ich früher auf und verstaue in Fiete alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Ready steady-go! Um halbneun geht’s ab nach Torbole, DEM Surfmekka Europas.
Nach rund 80 Kilometern bin drin im Ort und quäle mich über die vielbefahrene Durchgangsstraße. Da helfen weder die steilen Berge noch der See, um bei guter Laune zu bleiben. Hoffentlich passt das noch mit einem Stellplatz ,ich runzle die Stirn. Die Einfahrt zum TOP Platz „Campers Stop“ verpasse ich, weil sie so schmal ist, dann aber traue ich mich hinein und…… ich bekomme einen wunderbaren Stellplatz (der 5t-Letzte) zugewiesen. Perfetto! Happy to be here! Fiete und ich richten uns ein, erkunden den Platz und verschnaufen kurz.
Und schon entdecke ich das sehr kleine eigentlich nichtssagende Örtchen auf einem Rundgang. Ich komme vorbei an dem hübschen kleinen Hafenbecken „Porto Pescatori“, an dem eine frühere Zollstation der k.u.k-Monarchi auf einer Mole steht. Sie ist ein letztes Relikt der historischen Grenze zwischen Österreich und Italien. Ein Promenadenweg führt am See entlang, Große Teile der Strände sind den Surfern vorbehalten. Aber die Aussicht!!! Ist ohne zu übertreiben fulminant!
Unterwegs kommt mir die Idee, mich mal wieder in Limone blicken zu lassen. Idee gekommen, Idee akzeptiert und mit der Navigarda umgesetzt. Die Fahrt dauert nur 20 Minuten und der Tag ist noch lange nicht zu Ende.
Es ist einfach ein Augenschmaus. Die Landschaft ein Traum. Wir schippern fast parallel zur „Gardesana Occidentale“ und blicken auf das Val di Ledro und den Parco Regionale dell‘ Alto Breciano. Die Fahrt verfliegt und das Schiff legt an.
Ich traue meinen Augen nicht – hunderte von Touris überschwemmen den Hafen und die umliegenden Gassen. Aber ich wusste es ja, dieses pittoreske Städtchen, das auf einem Streifen Land liegt und am Fuß himmelhoher Felsen terrassenförmig hochwächst, hat man nicht für sich allein! Beim Ausstieg entwickle ich eine Strategie, dem etwas entgegenzusetzen. Und es klappt. Der Mainstream wendet sich nach links in den „Zitronenort“, ich aber wende mich nach rechts zu den weißen viereckigen Pfeilern, an denen früher hunderte von Zitronenbäumen wuchsen. Heute sind sie verlassen und strahlen etwas Denkmalwürdiges aus.
Ich komme am Start es Radweges „Skywalk“ vorbei. Ich steige hinauf auf die kleine Kirche San Rocco aus dem 16. Jhd. Die Blicke von der weiter oben liegenden Gardesana auf die roten Dächer von Limone sind überragend. Dann traue ich mich an den Porto Vecchio zurück und gehe weiter zur Piazza Garibaldi und der Seepromenade. In der Via Corda gibt es einzigartige Hausnummern in Zitronenform oder ähnlichem. Ich besuche noch die eine oder andere Boutique und denke an die Rückfahrt.
Das Schiff wird voll. Knallvoll. Deshalb werde ich den vorderen Touri-Reihen sesshaft, um zügig einzusteigen. Wie vermutet, fällt die Menschenmasse in das Schiff ein. Ich finde mit einigen Personen einen wunderbaren Platz auf der Heckklappe und freue mich über einen abendlichen Himmel.

Abendstimmung auf der Schiffsrückfahrt
Was für ein erfolgreicher Tag. Ich genieße noch die Ruhe bei Fiete und habe schon eine Idee für morgen. Guts Nächtle!
