FREITAG, 18.7.25
Heute Morgen ist kein guter Morgen!! đ
Die Kids haben Streit, es ist schlechte Stimmung und der Himmel zeigt sich grau in grau. âïž Schade, denn heute findet unsere âWatt-Safarie The Small Fiveâ statt!
Nach dem FrĂŒhstĂŒck gehtâs los, Treffpunkt ist um 11 Uhr â° am Wattzentrum. Ohjeh, das wird was werden: keine Lust und keinen Bock  đ zu ĂŒberhaupt rein gar nichts! đ«€
Die Kinder langweilen sich ohne Ende, lungern am Boden herum und sind mies drauf. Ich bin ratlos, đ© was kann ich dazu beitragen, dass es noch ein schöner Tag wird. đ€· Bin sooo enttĂ€uscht und bekomme sehr schlechte Laune.
Das Weltnaturerbe Wattenmeer ist vor 10.000 Jahren entstanden, liegt in der Deutschen Bucht, ist 11.500 kmÂČ groĂ und damit das gröĂte Wattenmeer der Welt! đ Es steht unter Naturschutz. Zweimal tĂ€glich â etwa alle sechs Stunden â ist Hochwasser. Bei Niedrigwasser kann man im Watt umherwandern und die unendliche Weite mit einem schier endlosen Horizont bestaunen. Das Wattenmeer ist eine SehenswĂŒrdigkeit ohnegleichen und ein MUSS fĂŒr die jĂ€hrlich zehn Millionen Touris. đ Dazu kommen ĂŒbrigens noch etwa 30 bis 40 Millionen TagesausflĂŒgler.đ
Wir ziehen uns watttauglich an und dĂŒrfen unsere Taschen đđđ im Wattzentrum lassen. Und da kommt sie auch schon, Katrin, unsere WattfĂŒhrerin. Sie erzĂ€hlt uns zuerst von GezeitenkanĂ€len, Seegraswiesen, Muschel- und SandbĂ€nken & more. Heute geht es aber um die âSmall Fiveâ, die wir im Watt suchen und finden wollen.
Und schon sind wir mitten drin im total matschigen Watt. Meine Enkeltochter ist sehr interessiert und ihr Bruder hat ausschlieĂlich damit zu tun, unter keinen UmstĂ€nden auf eine der klitzekleinen Krabben đŠ zu treten. Er möchte sie auf keinen Fall töten.
Wir finden tatsĂ€chlich die âSmall Fiveâ: einen Wattwurm, viele Herzmuscheln, zahlreiche Strandkrabben in jeder GröĂe, Wattschnecken und Schwertmuscheln. Und die Heringsmöwen lassen sich alles schmecken, was sich im Wattschlamm versteckt hat. đ¶
Nach Zweieinhalb Stunden ist die FĂŒhrung vorbei đ und wir haben groĂen Hunger. Deshalb gibt es an der Strandbar zwei riesengroĂe Pommes-Portionen und fĂŒr Oma eine kleine. đ Unbemerkt ist die schlechte Laune verflogen.
Danach laufen wir durch den Stellplatz đ (16 ⏠plus 4⏠Strom) zur Mole und finden hier Herzmuscheln und Strandkrabben ohne Ende! Diesmal haben die Kinder SpaĂ und fassen sogar eine tote Krabbe an! đ đ Respekt! Mein Enkel entdeckt noch eine wunderschöne Blumenwiese und macht sehr viele Fotos von den Blumen. Er möchte sich das âzu Hauseâ nĂ€her ansehen. đ ZurĂŒck bei Fiete spielen wir lange, kochen und chillen, schauen die obligatorische Stunde TV đș und genieĂen die Abendstimmung sowie einen herrlichen Sonnenuntergang.

Sonne geht unter
SAMSTAG 19.7.25
Heute ist unser letzter Urlaubstag an der Nordsee. đ Die Kinder gehen alleine zum BĂ€cker und dĂŒrfen die Brötchen aussuchen. Ich bereite den FrĂŒhstĂŒckstisch vor.
Wir fahren mit dem Urlauberbus đ von der Haltestelle FriedrichsbrĂŒcke fĂŒr 1 Euro pro Person in den staatlich anerkannten Erholungsort Wittmund zum BĂŒrgermarkt. đ Der Ort liegt 17 Kilometer von der NordseekĂŒste entfernt und ebenfalls an der Harle. In der historischen Altstadt und am Kirchplatz befindet sich die Festmeile mit Livemusik, TribĂŒnen, FahrgeschĂ€ften und MarktstĂ€nden.
Wir laufen ĂŒber das BĂŒrgerfest, kaufen auf dem Flohmarkt ein Buch und schauen bei den BĂŒhnen den Auftritten der Vereine zu. An den FahrgeschĂ€ften und dem Autoscooter haben die Kids kein Interesse. Es ist sehr warm. Meine Enkeltochter bastelt sich ein Freundschaftsband und ihr Bruder interessiert sich fĂŒr die Bienen eines Imkers. Durst und Hunger sind im Anmarsch. Es gibt Bratwurst und Orangensaft. Oma trinkt ein kĂŒhles Dunkles.đș
An der HĂŒpfburg haben die Kids viel SpaĂ und auch beim FuĂballschieĂen âœđ„
auf eine Wand. FĂŒr Mama kaufen wir noch Vanillemandeln und naschen ein bisschen selbst davon.
Zum Schluss sehe ich mir noch die St. Nicolaikirche (1776) mit der Fassade aus rotem âKlinkerâ an. Wegen eines Gottesdienstes kann ich den Kirchenraum mit seinen rosa getĂŒnchten WĂ€nden und weiĂen Emporen nicht ansehen.đ
Dann gehen wir zur Bushaltestelle und nach einer halben Stunde hat Carolinensiel uns wieder. Oma erlaubt ĂŒberraschenderweise das Tretbootfahren auf der Harle. Wie cool, đ die Kids sind aus dem HĂ€uschen. Wir nehmen das Wunschboot, einen Schwan, 𩱠und machen âdie Leinen losâ. Die beiden âSkipperâ strampeln sich eine Stunde lang ab. Nur das Lenken klappt nicht so gut. Ich ĂŒbernehme und meine Enkelin sagt genau, wo ich hinlenken muss. Wir mĂŒssen gut aufpassen, wĂ€hrend die âConcordia IIâ zweimal an uns vorbei schippert.
Der RĂŒckweg fĂŒhrt uns ein letztes Mal zum Fitness-Parcours. đȘ Bei Fiete bemerke ich, dass der Rucksack đmeines Enkels nicht da ist. Ohjeh, das Gejammer đą ist groĂ!! Die Kinder laufen zurĂŒck, suchen alles ab und kommen traurig zurĂŒck. Ich schaue selbst nochmal nach und Gott sei Dank hat jemand den Rucksack an eine Fitnessstange gehĂ€ngt! Die Freude riesengroĂ, als der Kleine mich mit dem Rucksack auf der Schulter entdeckt. Der Abend verlĂ€uft wie immer, allerdings verstauen wir schon mal den gröĂten Teil unserer Sachen sicher in den Womo-FĂ€chern.

Da ist ja der Rucksack
