Freitag, 20. Juni
Das Wetter ist wieder super, Sonne pur. đ Die Kids holen die bestellten Brötchenđ« am Check-in ab und wir frĂŒhstĂŒcken auf unserer Womo-Terrasse.
Dann gehtâs endlich âum die Weltâ im Klimahaus 8° Ost.
Die Kennedy-KlappbrĂŒcke lassen wir links liegen und gehen heute auf Umwegen zum Klimahaus. Damit sind wir zeitlich auf der sicheren Seite.đ
Wir kommen am RadarturmđŒim Alten Hafen vorbei. Auf der 59 Meter hohen Aussichtsplattform kann man das gesamte Umland sehen. Unser Ziel ist aber das Klimahaus. Eröffnet wurde es 2009 durch den irischen Musiker und Menschenrechtsaktivisten Bob Geldorf. Das GebĂ€ude sieht aus wie ein riesengroĂes Schlauchboot. Der Zusatz â8° Ostâ ist Programm, denn es geht stets entlang des achten LĂ€ngengrads.
Am Eingang ist eine Menge los. đ Gut, dass wir unsere Eintrittskarten đïžđïžđïž (64,50 âŹ) schon haben. Unsere RucksĂ€ckeđmĂŒssen wir abgeben.
Los gehtâs mit einem beeindruckenden Film đ„ ĂŒber âWetterextremeâ, z.B. Klimawandel, Ăberschwemmungen, extreme DĂŒrre, StĂŒrme und vieles mehr. Vierzig TeilnehmerInnen sitzen auf einer Hubplattform, die sich hochschraubt und einen 360 Grad-Blick erlaubt.
Es ist super interessant, fĂŒr den Kleinen aber oft zu laut. Er hat ein bisschen Angst, findet es aber trotzdem toll.đ
Danach laufen wir durch die Stockwerke des Klimahauses. Leider haben wir das Wichtigste nicht gesehen. Die Wege sind nicht gut ausgeschildert und die Kids đđââïžđââĄïžđââïžââĄïž sausen so schnell herum, dass ich MĂŒhe habe, hinterherzukommen. Schade, dadurch bleibt kaum Zeit zum Lesen und Zuhören der einzelnen Themen, geschweige denn zu erkennen, wo wir gerade sind. Wir fahren noch auf die Dachterrasse und haben eine tolle Aussicht auf die HĂ€fen und LeuchttĂŒrme. Wir mĂŒssen unbedingt wiederkommen, wenn die Kids etwas Ă€lter sind.đđđ
Auf der ShoppingstraĂe essen wir leckeres Spaghetti-Eis. đš
Meine Enkelin bekommt plötzlich ganz doll Heimweh und weint. Wir trösten sie, bis es besser ist. Die Eisdiele befindet sich genau da, wo Bremerhavens neue Stadtmitte liegt. Auf dem RĂŒckweg zu Fiete đ wird es nochmal interessant. Zwei Imker mĂŒssen ein Bienenvolk đđđđeinfangen, was sich in einen Baum verirrt hat.
Nach dem Abendessen, dem ĂŒblichen Fernsehgucken und einigen Spielen wird gechillt. Die Kinder lesen und hören Tonibox. Rechtzeitig vor dem Sonnenuntergang đ
schlafen sie. Ich mache einen Spaziergang zum âGeeste SĂŒdfeuerâ an der Weser, und freue mich ĂŒber einen groĂartigen Sonnenuntergang und eine auĂergewöhnliche Stimmung am MĂŒndungstrichter der Weser. Morgen geht es wieder Richtung Heimat. Leider. đ€
Samstag 21.6.
Die Fahrt zum Stellplatz in Steinhude (22,50 âŹ) đȘ verlĂ€uft diesmal ohne Komplikationen. Wir ergattern einen tollen Platz und mein Enkel reinigt mit Begeisterung đ§œ Fietes Frontscheibe.
Er liebt das Wohnmobil abgöttisch. Seine Schwester kĂ€mpft erneut mit Heimweh. đ
Das Beste ist, etwas zu unternehmen. Wir ĂŒberreden sie zu einem Spaziergang mit anschlieĂendem Eis essen. FĂŒnf Minuten spĂ€ter ist meine Enkelin bereit und wir entdecken ein Storchennest. đȘč Dann zielen die Kids mit kleinen Steinen auf groĂe SeerosenblĂ€tter. Es gewinnt, wer am besten trifft! đ Und plötzlich ist das Heimweh wie weggeblasen. Am Steinhuder Meer verspeisen wir Chicken-Nuggets mit Pommes.đ
Es ist stahlblauer Himmel und sehr warm. đ An der Mietstation fĂŒr Boote â”đŁââïž steht eine Menschenschlange. Ich bespreche mich mit den Kindern, die Feuer und Flamme đ„sind, Tretboot zu fahren. Es ist gerade eines vor Ort und wir brauchen nicht zu warten. Die Meisten wollen eh ein Elektroboot mieten. Und schon gehtâs los. Die Kids treten und lenken, meist kreuz und quer. Ich muss ĂŒbernehmen. Gut, dass wir nur eine halbe Stunde auf dem Wasser sind, denn die Sonne knallt âïžuns unerbittlich auf’s Hirn.đ§
ZurĂŒck auf dem Stellplatz sind die Kids uneins, was wir bis zum Abendessen machen sollen. đ€ Ein Campingnachbar kommt zu uns rĂŒber und schlĂ€gt vor, zusammen Skibbo â ïžâ„ïžâŠïžâŁïž zu spielen.
Das finden die Kids toll. đ Wir schnappen unsere StĂŒhle, đȘđȘđȘ gehen rĂŒber und haben eine Menge SpaĂ zusammen. Die Kids bekommen Saft von Pepe und ich einen Aperolđč.
Meine Enkelkinder laufen zu grammatikalischer Höchstform auf. Pepe und ihr Mann kringeln sich vor Lachen. Dann lÀsst die Konzentration nach und der Magen meldet sich
Nach dem Essen đ folgt Same procedure wie jeden Abend, aber heute können die Kids einfach nicht einschlafen. Sie kuscheln đ« sich aneinander und ich chille still vor mich, bis ich das gleichmĂ€Ăige Atmen höre. Alles ist gut!
Daten:
53114 kmh
8,7 Liter
88 kmh
215 km
2 œ Stunden
Sonntag 22.6.
Heute gehtâs auf direktem Weg nach Frankfurt.
Wir frĂŒhstĂŒcken noch gemĂŒtlich und packen. Pepe macht noch ein Abschiedsfoto. đ·
Der direkte Weg endet leider in einem kleinen Desaster: ich falle mal wieder auf die blöde Google-Schrabnelle herein. đ Wir befinden uns plötzlich im Nowhere. Ich frage an einer Tankstelle nach und bekomme die Info, auf der BundesstraĂe bis Marburg weiterzufahren. Nee oder?!!! Gegen 16 Uhr nimmt die Mutter ihre Kids wieder in Empfang.đđđ
Daten:
Ziel 53528 km
8,7 Liter
81 kmh
414km
5 Stunden
