Tag 12 – Mittwoch, 10.5.23
Nach dem gestrigen fast wolkenlosen Himmel am Abend 🌤️ schien zunächst die Sonne.
Doch dann schüttete es erneut wie aus Eimern ⛈️🌧️🪣🪣 und die grauschwarzen Wolken suchen Bodenkontakt. Dieser Umstand bremst mich völlig aus. Komme nicht in die Gänge und hadere mit dem Regenwetter 💩💩💩. Kurz vor Mittag raffe ich mich auf und starte in den Tour-Tag.
Panorama vom Feinsten!
Erstes Ziel ist die Kirche Saint Guénolé, (15./16. Jh.) in Batz-sur-mer. Sie liegt an der wilden Küste der Halbinsel Guèrande und kann bestiegen werden. Der 70 Meter hohe Glockenturm steht seit 117 Jahren unter Denkmalschutz.
Das lasse ich mir nicht entgehen und löse ein 2-Euro-Ticket, um die 184 schmalen Stufen 🪜 hinaufzuklettern. Die letzten 30 davon hatten es in sich! Ich leide nämlich an Klaustrophobie,😨 und kämpfe mich mit eisernem Willen und den Gedanken an eine tolle Aussicht durch die Angst auf die Aussichtsplattform. Es erwartet mich ein einzigartiges Panorama über die Salzgärten und die wilde Küste der Bucht. Dazu kommt Sonne, die sich immer mehr durch die Wolken kämpft. Wow, wow, wow, der Blick ist unfassbar schön. Die 7000 Kristallisationsbecken der Salzfelder liegen wie ein riesengroßes Spiegelmosaik vor mir. Ich genieße in aller Ruhe die Rundumaussicht bis zum Meer.
Eine Ruine vom Feinsten!
Gleich nebenan erhebt sich die Ruine der Kapelle Notre-Dame-du-Murier, die im 15. Jahrhundert zum Dank nach einer überstandenen Pest-Epidemie erbaut wurde.1819 wurde das Dach durch einen Hurrikan abgerissen. Seit 164 Jahren steht die Ruine unter Denkmalschutz und ist heute ein Touristenmagnet.
Der Ort macht auf mich einen majestetischen Eindruck, 😲 fesselt total meine Aufmerksamkeit und ich fotografiere das Objekt aus jedem Winkel.
Auf dem Rückweg zu Fiete komme ich an einem Fischgeschäft vorbei und entdecke Austern. 🦪🦪🦪 Aber ich möchte noch zu einem Austernfischer, was sich mal wieder als falsch erweist – geschlossen. Ich entscheide mich, zurückzufahren…. aber der Laden ist wegen Mittagspause geschlossen. 🤨 Ach wie ärgerlich!!
Das Salz in der Suppe!
Jetzt geht‘s weiter nach Guerande, der Salzhauptstadt Frankreichs und eine der wenigen Städte weltweit, die noch Meersalz auf natürliche Art und Weise gewinnen. Das Städtchen gehört geographisch nicht mehr zur Bretagne, historisch aber schon. Nicht nur die bretonischen Fahnen lassen erkennen, dass man sich nach wie vor kulturell mit der bretonischen Kultur identifiziert. Der Ort ist von Befestigungsmauern umringt. 🧱🧱🧱
Ich flaniere durch die verwinkelten Gassen des historischen Ortskerns mit der Stadtmauer und den vier Toren aus dem Mittelalter. Die Stiftskirche Saint-Aubin entstand zwischen dem 12. Und 16. Jh.
Leider schließt der Markt gerade seine Stände. Und ich hatte so sehr auf Austern gehofft. Wieder nix. Na ja, ist ja Mittagspause. Darauf legen die Franzosen großen Wert. Deshalb ist das Städtchen ist so gut wie ausgestorben. Ich entscheide mich spontan, essen zu gehen. 🦪🦪🦪In einem gemütlichen Restaurant bestelle ich Muscheln mit Currycreme. Sehr, sehr lecker!! Und wie ich da so gemütlich sitze, erwacht das Leben wieder!
Die Salzgärten von Guerande bedecken einen beträchtlichen Teil der Halbinsel. Hier wird das „weiße Gold“ – wie in alter Zeit – von Hand gewonnen. Den Reichtum verdankt die Kleinstadt allein dem Salz. Im 15. Jahrhundert exportierte Guerande mit 269 Schiffen 🚢🛳️⛴️🛥️ Salz und Wein. Heute werden hier 10.000 Tonnen Salz geerntet. Ich kaufe im Terre del Sel – Shop Mitbringsel und Meersalz für mich selbst.
Dann geht’s gen Süden und fahre über die Schrägseilbrücke von St.-Nazaire, 🌉 die über die Mündung der Loire führt. Ich erreiche das abgelegenes Dorf Les Moutiers en Retz, etwa 37 Kilometer südwestlich von Nantes, und lande auf einem unglaublich schönen CP Fiete parkt unmittelbar vor dem Meer. direkt am Meer. 🌊🌊🌊
Natürlich zieht es mich sofort für einen langen Spaziergang auf die Strandpromenade. Es ist relativ stürmisch. Die Wolken ☁️🌥️☁️ fliegen vorbei und geben der Sonne immer wieder eine Chance. Am Abend genieße ich den unfassbar schönen Blick auf den Atlantik. 👁️
DATEN:
Start km 37762
Ziel km 37.851
Geschwindigkeit 42 kmh
Strecke 88 km
Verbrauch 11 Liter
Fahrzeit 2 Stunden
