Endlich wieder „on the road“ – Sizilien und Kalabrien warten

Endlich – ich urlaube mal wieder für längere Zeit.

Samstag, 17.5.25
Erste Etappe nach Kenzingen

Der Camper 🚙 ist gepackt. Es geht über Sizilien nach Kalabrien.
Ich bringe meine Enkeltochter noch zu ihrer Freundin und starte gegen 18 Uhr über die A66 zum neu eröffneten „Wohnmobilpark Kenzingen“. Kenzingen liegt im nördlichen Breisgau. Nach einem Schwätzchen mit dem Betreiber verbringe ich eine erholsame  Nacht.

Stellplatz Kenzingen

Daten:
Start 48867

Ziel 49125
Strecke 260 km
Verbrauch 9,8 Liter
Geschwindigkeit 94 kmh
Fahrzeit 2 ¾ Stunden

Sonntag, 18.5.25
Zweite Etappe zum Lago Maggiore

Ich starte früh bei sonnigem, warmem Wetter, und  komme verkehrstechnisch sehr gut durch bis kurz hinter der Schweizer Grenze. Hier quäle ich mich durch massenhaften Verkehr und zahlreiche Baustellen. 🚧 Dann die Überraschung: keine Wartezeit vor dem Gotthardtunnel! Das ist mir bisher noch NIE passiert. 🍀😃
Ich erreiche meinen ausgesuchten Stellplatz in der Nähe des Lago Maggiore und traue meinen Augen nicht. Von 80 ziemlich vermatschten Plätzen sind zwei mit suspekten Campern besetzt. Schon nach wenigen Sekunden steht fest: Hier bleibe ich auf keinen Fall! 🙈
In Maps suche ich fieberhaft nach einem Campingplatz am See. Egal was es kostet.

Knappe siebzehn Kilometer weiter schlage ich meine Zelte auf dem Camping Bellavista – direkt am Lago Maggiore – auf. 60 Schweizer Räppli sind fällig, wow… das ist happig, aber der Platz ist ein Geschenk des Himmels. Natur pur, 🏞️ direkt am See 🚣‍♀️ mit Sicht auf Ancona und Locarno. Ich plaziere Fiete auf einem der 14 Stellplätze .Nebenan gibt es ein Restaurant gehobener Klasse und eine Beachbar. 🍷🍸🍹 Ich bin happy, 😂 chille einen Moment und freue mich über meine Entscheidung.

Die Sonne scheint, es gibt fotogene Wolken und ich mache einen Spaziergang ins Dorf Vira Gambarogno. Außer einer schönen Kirche, dicht gedrängten Häusern, engen Gassen und einem kleinen Hafen mit Schiffsanlegestelle ins gegenüberliegende Locarno gibt es nichts zu sehen.
Zurück auf dem CP entdecke ich einige wenige Badegäste schwimmend 🏊🏊‍♂️ im Lago Maggiore. 🫨Ich zögere einen Moment, denke, das kann ich auch und kämpfe mich in das 18 Grad kalte Seewasser. Es ist toll, aber nach zwanzig Schwimmzügen zieht es mich schnell ans Ufer zurück. Nach einer heißen Dusche 🚿 speise ich bei herrlichem Panorama und verbringe eine sichere und ruhige Nacht.

Daten:
Start 49125
Ziel 49475
Strecke 350 km
Verbrauch 11,4 Liter
Geschwindigkeit 83 kmh
Fahrzeit 4 ¼ Stunden

Montag, 19.5.25
Dritte Etappe nach Genua -Fährhafen nach Sizilien

Ich frühstücke bei bestem Wetter auf der Womo-Terrasse und genieße einen letzten Blick auf den malerisch gelegenen See. Gegen 10 Uhr geht’s wieder auf Tour. 🚙
Die Uferstraße ist eine Katastrophe! 🙄 Eine ellenlange Baustelle, ein überfüllter Kreisel und eine Dreißigerbeschränkung! Schlimmer geht nimmer – zumal sich hier jeder hundertprozentig an die Verkehrsregeln hält, sonst geht’s an die Räpplis!
Bis Chiasso läuft es dann wie am Schnürchen. Kurz nach dem Grenzübergang nach Italien kämpfe ich mit zahlreichen Baustellen, 🚧 LKWs 🛻🚚🚛 ohne Ende und gefühlten 1000 Tunneln – und das bis Genua.
Mein vorgebuchter Campingplatz „Villa Doria“ liegt auf einem Berg in Pegli, einem Vorort Genuas. Es geht durch enge Gassen hoch hinauf. Ich checke ein, versorge Fiete und trinke unten im Ort einen fantastischen Espresso ☕für 1,30 €, dazu eine italienische Leckerei.
Ich chille noch eine Weile und bereite mich auf den morgigen Stadtrundgang in Genua vor.

Stellplatz in Genua

Daten:
Start 49475

Ziel 49736
Strecke 260 km
Verbrauch 10,2 Liter
Geschwindigkeit 72 kmh
Fahrzeit 3 1/2 Stunden

Dienstag, 20.5.25
Kurztripp nach Genua und Start mit der Fähre nach Palermo

Erst heute Abend geht die Fähre ⛴️ nach Palermo.
Deshalb kann ich noch ein wenig durch die historische Altstadt von Genua schlendern. Ich fahre mit dem Zug 🚆 ins Zentrum. Der Bahnhof liegt nur eine viertel Stunde zu Fuß vom CP entfernt.

Genua, die Hauptstadt der italienischen Region Ligurien, ist äußerst sehenswert. 👀Sie befindet sich in beeindruckender Lage am Ligurischen Meer und besitzt eine eindrucksvolle Architektur. Übrigens, Genua hat den am besten erhaltenen historischen Stadtkern Europas. Ich versuche, in kurzer Zeit so viel wie möglich anzuschauen.

Zuerst fahre ich mit dem Aufzug 🛗 zum Castello d’Albertis-Montegalletto. Dabei handelt es sich um ein spezielles Transportsystem, das eine Standseilbahn und einen Aufzug kombiniert und weltweit einzigartig ist. Der Aufzug kann 300 Meter wie eine Standseilbahn fahren und dann 70 Meter senkrecht nach oben fahren. Hier habe ich einen sensationellen Blick auf Genua und seinen Fährhafen. ⚓⛴️

Ich schlendere durch schmale Gassen, vorbei am Denkmal für Christoph Kolumbus, der in Genua geboren ist, an der Universität und erreiche den malerischen Alten Hafen „Porto Antico“, Herz ❣️ der Stadt. Er ist übrigens der zweitgrößte Seehafen des Mittelmeeres. Hier liegt die Neptun, der Nachbau einer spanischen Galeone aus dem 17. Jahrhundert.

Von hier geht es vorbei am Palazzo San Giorgio mit seinen fantastischen Fresken. Der prachtvolle Palast wurde im Jahre 1260 als erstes öffentliches Gebäude von Genua erbaut und diente zu dieser Zeit als Rathaus. Die Fresken erhielt das Gebäude Anfang des 17. Jahrhunderts. Dann genieße ich das genuesische Alltagsleben unter den Arkaden im „Centro Storico“ und besuche die imposante Kathedrale San Lorenzo ⛪ aus dem 12. Jahrhundert. Das Gotteshaus wird von Löwen 🦁 bewacht und hat im Innern einen wunderschönen schwarz-weißen Marmorboden.

Leider muss ich mich jetzt von Genua verabschieden, 👋 denn um 17 Uhr starte ich zum Fährhafen. Es ist wahnsinnig viel Verkehr. Plötzlich knallt die Tür vom Hochschrank auf den Boden. Super, ganz großes Kino! 🫢Ich stelle fest, dass die Mitarbeiter der Firma Halfar bei Fietes Reparatur ziemlich schlampig gearbeitet haben. Erst verliere ich das Lüftungsgitter vom Kühlschrank irgendwo auf dem Weg nach Hamburg und jetzt fällt die Schranktür mir nichts dir nichts aus den Scharnieren. Was jetzt??!! 🤷‍♀️

Prio 1 aber ist jetzt der CheckIn auf die Fähre.
In Hafennähe frage ich Google nach dem Weg zum „Imbarco Genua“. Von Vorteil ist außerdem ein VW-Bus-Camper, dem ich gemeinsam mit Google sehr dicht auf den Fersen bleibe. Bis zur Hafeneinfahrt stecke ich in einem zwei Kilometer langen Stau. Es geht nur meterweise vorwärts. Ein Sprichwort aus Japan sagt: „Geduld ist die Kunst nur langsam wütend zu werden!“ Ich halte mich dran.

Und während ich mich auf’s wütend werden vorbereite geht’s los, planmäßig und gut organisiert. Ich stehe relativ weit vorne in der zweiten Reihe. 👍 Das Boarding verschiebt sich leider um eine knappe Stunde. Und in der Fähre muss ich auch noch wenden!
Dann steht Fiete, wackelt und hat Luft. Ich packe meine sieben Sachen und fahre auf Deck 4, wo die Räume mit den Schlafsesseln sind. Hier stelle ich mein Gepäck 🧳ab und gehe an Deck, um den fantastischen Blick auf Genua zu genießen.

Ich beobachte den Lotsen, wie er an Bord geht. Aber es tut sich niente. Mit einer knappen Stunde Verspätung geht’s dann endlich los. Ich genieße noch den Fahrtwind, die Abfahrt und die Aussicht auf das abendlich leuchtende Genua.
Im Schlafsaal sind die meisten Plätze frei. Ich mache es mir über drei Sitze hinweg mit meinen Kissen und Decken bequem und schlafe 🛌 trotz Licht und laufendem Fernseher sofort ein. Erstaunlich, wie gut ich geschlafen habe. Erst um acht Uhr morgens wache ich auf. 😊

Daten:
Start 49736

Ziel 49750
Strecke 14 km zum Fährhafen

Kategorie Reiseland Deutschland, Reiseland Italien

Hallo da! Schön, dass Du meinen persönlich geschriebenen Gute-Laune-Reiseblog www.amliebstenweg.de besuchst. Ich bin leidenschaftliche Camperin, Bikerin und sehr naturverbunden. Wandern ist ein Hobby, dass kürzlich dazugekommen ist. An Land, Leuten und Kultur bin ich sehr interessiert. Gebürtig komme ich aus Rheinlandpfalz, habe einen erwachsenen Sohn und zwei süße Enkelkinder. Mein Lebensmotto: "Sei Du selbst, denn alle anderen gibt es schon!". Bei meinen Unternehmungen freue ich mich jeden Tag auf neue Erlebnisse und Erfahrungen, kleine und große. Ich lade Dich ein, sie mit mir zu teilen! Du findest mich übrigens auch auf Instagram, Facebook und Twitter.

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