Mittwoch, 13.08.2023
Ich setze meine gestrige Idee um und fahre mit dem Rad 🚴 ca. sieben Kilometer nach Riva del Garda, der „Hauptstadt“ der nördlichen Seehälfte und beliebt bei Windsurfern 🏄♀️🏄 und Touristen. Es ist leicht bewölkt.
Zunächst geht es über die neue Brücke der Sarca. Die meist asphaltierten Radwege bis zum Ziel sind top. Die Strecke schlängelt sich am See entlang durch Strände und schöne grüne Parks. Immer wieder muss ich pausieren, um die spektakulären Ausblicke 🤩🤩🤩 zu genießen. Kurz vor Riva fahre ich am Yachthafen Porto San Nicolò ⛵🪢 vorbei, ehemalige große Verteidigungsanlage. Heute ist die Festung federführend für Outdoor-Aktivitäten.
Ich parke mein Rad im 🚴 Kreisverkehr bei der achteckigen „Chiesa Inviolata“ von Garda. Von außen wirkt das Gotteshaus unscheinbar, innen ist es verschwenderisch gestaltet mit Marmor, Fresken, Stuck und Vergoldungen. Das macht mich für Momente sprachlos.😮
Auf dem Weg zur Bastion, Überreste einer venezianischen Festung aus dem 16. Jhd., erreiche ich den Wochenmarkt mit einem abwechslungsreichen Angebot.
Die Bastion liegt 200 Meter über dem Ort und ist seit 2020 mit einem Panorama-Aufzug 🛗 aus Glas in drei Minuten zu erreichen. Ich löhne 9 € für die Hin- und Rückfahrt. Jetzt kann ich die Reste der Burg aus dem Anfang des 16. Jhds. durchforsten und erlebe traumhafte Blicke😮🤩😮🤩 auf die roten Dächer von Garda und den See.
Jetzt bin ich neugierig auf die Altstadt. Überraschenderweise ist nicht viel los im Ort, und das fühlt sich für mich sehr angenehm an. 😉 Auf der Piazza III Novembre gelüstet es mich nach einem Aperol Spriz. 🍹Nach der gemütlichen Pause schlendere ich durch die engen Gassen, bewundere den 35 Meter hohen Uhrturm Torre Apponale (1220) und die Stadtburg Rocca di Riva, die ganz von Wasser umgeben ist.
Mein geparktes Rad finde ich ohne Probleme und starte zum Abschluss zur nur drei Kilometer entfernten „Cascata Varone“. Hier stürzt sich mit unglaublicher Wucht ein fast 100 Meter hoher mehrstufiger Wasserfall durch einen turmhohen Spalt am Felsen. 😨 Ich löhne 5 €uro Eintritt und streife durch die Klamm mit wunderschönen Pflanzen, 🌸🌺🪷 wohlwissend dass ich auf den Spuren der Literaten Kafka und Mann 📖 sowie gekrönten 🤴Häuptern, z.B. Kaiser Franz Joseph von Habsburg wandle. Zerrupft und etwas feucht steige ich erneut auf’s Rad 🚴 und erreiche bei stark bewölktem Himmel ☁️☁️☁️ meinen Stellplatz in Torbole. Dafür ist der ersehnte Wind🌬️ für die Surfer endlich da.
Ich bin zu faul zum Kochen und gehe kurzentschlossen eine sehr schlechte Pizza 🍕😞 essen. Für die Verdauung trinke ich noch einen Aperol Spritz 🍹und gehe im Regen 🌧️☔ wieder zu Fiete. Der muss noch reisefertig gemacht werden. Morgen geht’s Richtung Heimat.
