Berlin – Von der Mauerstadt zur Metropole

Im März 2023 habe ich im Tempodrom mit meinem Gospelchor  ein Konzert gesungen https://singout-projekt.de 🎤🎶🎼
Wegen Streikmaßnahmen der Gewerkschaft Ver.di konnte ich am nächsten Tag leider – oder Gott sei Dank – nicht nach Frankfurt fahren. 👎Also musste ich mein Hotelzimmer 🏨 schnell um einen Tag verlängern.
Die gewonnene Zeit habe ich als „gemeiner Touri“ in der 3,7 Millionen Einwohnerstadt, Hauptstadt Deutschlands, verbracht.
Nachfolgend meine Eindrücke, die ich auf meiner kurzen Tour gewonnen habe.

Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz
Die Urania-Weltzeituhr bedeutet globale Verbundenheit. Der rotierende Zylinder zeigt die Uhrzeit 🕜🕧 in 24 Weltstädten auf einen Blick. Schon in Ostberlin galt sie als ein beliebter Treffpunkt. Während der Wende war sie einer der wichtigsten Versammlungsorte für Demonstrationen 🪧und schrieb damit Geschichte. Die Uhr wurde 1969 in der damaligen DDR gebaut und sollte den „internationalen Blick“ des Sozialismus symbolisieren. 😉 Ironischerweise fehlten einige westliche Städte. Außerdem zeigt sie zum Teil alte Städtenamen 🏙️ oder Staaten, die es heute nicht mehr gibt. Damit ist sie ein kleines historisches Zeitdokument.

Die Grüne Uhr – Verkehrsturm am Potsdamer Platz
Die Grüne Uhr thront mitten auf dem Potsdamer Platz.  Sie ist ein Nachbau der ersten Verkehrsampel Deutschlands (1924)! 🚦Auf jeder der fünf Seiten des 8,5 Meter hohen Verkehrsturms prangt eine Uhr, so dass die Zeit aus allen Richtungen zu sehen ist.
Übrigens, damals saß in einer verglasten Kabine oberhalb der Uhr ein Polizist 👮‍♂️und schaltete die Lichter der Ampel von Hand!

Bundeskanzleramt

Der Kern des „politischen Zentrums“ liegt an der Spree und symbolisiert mit mehreren Gebäuden ein „architektonisches Band des Bundes“. Teilweise stehen sie über der Spree und verkörpern damit die Wiedervereinigung. 🫱🏻‍🫲🏻 🧑🏼‍🤝‍🧑 Hier befindet sich übrigens eine der größten Parlamentsbibliotheken 📖 der Welt, aber kaum jemand weiß, dass sie genau hier sind.

Brandenburger Tor
Das Brandenburger Tor steht Unter den Linden. Es wurde zwischen 1788 und 1791 durch Auftrag von König Friedrich Wilhelm II von Preußen 🫅erbaut. Zu seiner Zeit durfte nur ER mittig durch das Tor fahren. Es war ursprünglich ein reines Stadttor und markierte den Zugang zur Stadt Berlin. Heute ist es eines der bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands. Zunächst war es ein Symbol der deutschen Teilung – und nach der Wiedervereinigung ein Symbol des Friedens.

Auf meinem Weg durch die Innenstadt Berlins bin ich natürlich auch an der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche (1895) vorbeigekommen, die im 2. Weltkrieg fast komplett zerbombt 💣💥wurde und heute als Mahnmahl neben dem Neubau einer Kirche steht. Die Berliner nennen sie auch „Hohler Zahn“. 🦷
Ich entdecke den Anhalter Hochbunker, der als sogenannter „Führer-Bunker“ errichtet wurde. Er bot während der alliierten Bombenangriffe Platz für bis zu 3.500 Menschen und war über unterirdische Gänge mit dem Anhalter Bahnhof und dem S-Bahn-Tunnel verbunden.  Seit 2014 ist er Museum.
Besucht habe ich auch einen der bekanntesten Plätze Berlins, den Potsdamer Platz. Heute liegt er im modernsten Stadtteil Berlins, hat aber eine extrem bewegte Geschichte.
Im neunten Jahrhundert war der Platz einer der verkehrsreichsten Europas! 🚊🚋🚍🚗🚦Und in den 1920er Jahren ein pulsierendes Zentrum mit Cafés, Hotels und Nachtleben.
Im 2. Weltkrieg wurde er stark zerstört und lag nach der Teilung Deutschlands lange brach.
1990 wurde er dann komplett neu errichtet und war damit eines der größten Bauprojekte 🏗️🚧 Europas. Hier liegen das 🏙️ Sony Center und der 🏢 Kollhoff-Tower.

Interressantes gibt es auch zum Fernsehturm 📺 auf dem Alexanderplatz zu berichten. Er ist mit 368 Metern Höhe das höchste Bauwerk Deutschlands! Und wenn die Sonne ☀️ auf die Kugel mit den zahlreichen Edelstahlplatten scheint, entsteht ein Lichtreflex in Form eines Kreuzes. ✝️ Da Religion in der damaligen DDR politisch nicht erwünscht war, sorgte das für Aufsehen, weil es als christliches Symbol wahrgenommen wurde. Der Spitzname „Sankt Walter“ steht für Walter Ulbricht, der den Bau in Auftrag gegeben hat.
Bei starkem Wind bewegt sich der Turm in der Spitze bis zu fünfzehn Meter!

Hier folgen noch Bilder

  • vom Ku’damm,  schon im 16. Jahrhundert existierte und auf dem die Kurfürsten von Brandenburg zum Jagdschloss Grunewald ritten, daher der Name;
  • Portalreste des ehemaligen Reise-Knotenpunkts Berlins,  heute ein Ruinendenkmal , welches an Krieg und Zerstörung mahnen will;
  • Mahnmal Holocaust aus 2711 grauen Betonstelen, dass an die sechs Millionen Juden Europas, die während der NS-Zeit ermordet wurden erinnern soll.
  • Rotes Rathaus,  Sitz des Regierenden Bürgermeisters und des Senats,
  • St. Marienkirche, älteste noch sakral genutzte Pfarrkirche Berli ns
  • Hotel Adlon Kempinski, eines der luxoriösesten und bekanntesten Hotels Deutschlands,
  • Neptunbrunnen und Weltkugelbrunnen
  • Pflasterstein „Königsberg“, dem Geburtsort meiner Mutter

 

Kategorie Reiseland Deutschland

Hallo da! Schön, dass Du meinen persönlich geschriebenen Gute-Laune-Reiseblog www.amliebstenweg.de besuchst. Ich bin leidenschaftliche Camperin, Bikerin und sehr naturverbunden. Wandern ist ein Hobby, dass kürzlich dazugekommen ist. An Land, Leuten und Kultur bin ich sehr interessiert. Gebürtig komme ich aus Rheinlandpfalz, habe einen erwachsenen Sohn und zwei süße Enkelkinder. Mein Lebensmotto: "Sei Du selbst, denn alle anderen gibt es schon!". Bei meinen Unternehmungen freue ich mich jeden Tag auf neue Erlebnisse und Erfahrungen, kleine und große. Ich lade Dich ein, sie mit mir zu teilen! Du findest mich übrigens auch auf Instagram, Facebook und Twitter.

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