Tag 19 – Mittwoch, 17.5.23
Wow! Stahlblauer Himmel über mir! Das ist das erste Mal in diesem Urlaub.
Die Tour zur zum Cap Ferret kann starten. Ich habe überlegt, ob ich mit der Fähre von Arcachon zum Cap fahre oder mit Fiete das Arcachon-Becken umrunde. Ich entscheide mich aus Bequemlichkeit fürs Womo. Mittwochs sollte der Verkehr sich in Grenzen halten.
Leider aber ist es die Hölle 😈😵💫👿 auf den Straßen! Wird sicher noch besser, mache ich mir Mut. Ich tanke ⛽ bei der Supermarktkette Auchan, war zur Folge hat, dass die Google-Schrapnelle mich auf die D3 lockt. Eine Vollkatastrophe. Meine Nerven sind bis ans Limit angespannt. Und ich bereue meine Entscheidung zutiefst, das Auto gewählt zu haben. Komme dadurch fast eine Stunde später zum Leuchtturm an der Cap-Spitze.
Das wiederum hat zur Folge, dass mein erstes Ziel, den Phare du Cap Ferret zu besteigen, voll in die Hosen 👖👖geht. Es ist zwei Stunden Mittagspause. 🙈 Ich verschiebe es also auf später. Das Highlight am Cap Ferret bietet in 53 Meter Höhe und nach 258 Stufen Aufstieg für 7 € gigantische Blicke 👁️👁️👁️über die Bucht, die Austernparks, die Dune du Pilat, den Atlantik und die Halbinsel. Also fahre ich weiter zur Pointe du Cap Ferret-Belvédère.
Die Spitze der Halbinsel, die Pointe du Cap Ferret-Belvédère, darf nicht betreten werden – aus Schutz für die Dünen und die Pflanzen. Diesmal bewundere ich die Dune du Pilat von der anderen Seite. Der Monstersandberg wirkt von hier alles andere als riesengroß.
Von hier startet ein knapp sechs Kilometer langer Naturpfad durch viel Wald 🌲🌲🌲und immer in Hörweite 👂🧏 des Atlantiks. Hier wandere ich bis zum Plage les Dunes.
Es ist weht ein rauer Wind.🌬️ Außer einigen Anglern und einer Handvoll Spaziergängern ist hier nichts los. Ich laufe den breiten Strand entlang, zum ersten Mal in diesem Urlaub mit Füßen im Wasser.
Hier liegen seit dem 2. Weltkrieg noch Überreste von Schützenbunkern 🥷der Deutschen Marineartillerie im Sand. Sie wurden oben auf der Düne gebaut und sollten eine mögliche Landung der Alliierten in Frankreich verhindern. Heute sin lerlei Graffitis verziert und warten darauf, ebenfalls im Ozean zu versinken. Aufgrund des Fortschreitens der Düne landeinwärts liegen einige dieser Bunker heute bis zu 25 Meter tief im Ozean.
Ich bleibe noch lange am Strand und genieße ‚mein Meer‘. Leider ziehen immer mehr Wolken auf, so dass sich der Aufstieg zum Leuchtturm nocht mehr lohnt. Leider. 🙄
Ich mache mich deshalb auf den weiten Weg zurück nach Gujan-Mestras.
Elf Austerndörfer und -häfen gibt es auf dem Cap Ferret. Der Hunger auf Austern 🦪🦪🦪steigt und ich halte in Le Canon, einem Geheimtipp! Ich entscheide mich für die Cabane der Familie Réveleau. Anselm Chai ist Austerzüchter, wie viele aus seiner Familie schon seit Generationen. Ich genießeauf der blumengeschmückten Terrasse meine Austern mit einem Glas Rosé🍷 in vorderster Front des Arcachonbeckens – fast mit den Füßen im Wasser! Ein letzter magischer Moment auf meinem Ausflug.
Ich entscheide mich für die Rückfahrt über die Schnellstraßen rund um das Bassin. Eine gute Wahl. Auf dem CP strecke ich alle Viere von mir und lasse den Tag in Gedanken an mir vorbeiziehen. Hätte, hätte, Fahrradkette. Mit der Fähre ⛴️ und dem Rad 🚴♀️ hätte ich mir viel Zeit und Neren gespart. Hinterher ist man immer schlauer!
DATEN:
Start km 38548
Ziel km 38703
Geschwindigkeit 47 kmh
Strecke 154 km
Verbrauch 10,3 Liter
Fahrzeit 3 1/4 Stunden
