Düsseldorf, Meerbusch und Aachen

Freitag/Samstag, 10./11. Februar 2017 –

Wir stehen früher auf als gewöhnlich. Ich bringe Klaus bereits um halbacht zur Arbeit, denn ich möchte heute nach Düsseldorf und Meerbusch fahren, um meine Exkolleginnen Barbara und Ines zu besuchen.

Ich komme pünktlich um 10 Uhr nach 80 Autominuten in Düsseldorf an. Barbara wartet bereits mit einem leckeren Tee auf mich. Nach einer kurzen Wohnungs-Führung quatschen wir ununterbrochen zwei Stunden und starten zum Mittagessen in die ‚Brauerei zum Schiffchen‘ in die Altstadt. Das Restaurant ist das älteste in Düsseldorf mit typischer Atmosphäre, rheinischen Gerichten, gutem Altbier und freundlichen blaubeschürzten Köbessen (Kellner). Barbara und ich zischen ein Alt und essen Heringsstipp und Sauerbraten. Die Zeit rast und ich starte gegen halbzwei nach Meerbusch-Osterrath zu Ines.

Ingrid und Barbara am Düsseldorfer Rhein

Brauhaus Schiffer-Stube

Hier beginnt alles wieder mit einer Hausführung. Ines und Dirk wohnen seit Sommer 2016 im eigenen Häuschen. Bei Kaffee und Kuchen wird geratscht, was das Zeug hält, mitten drin die Kinder. Nach Aachen starte ich später als geplant, weil es sooooo viel zu erzählen gibt.

Nach knappen 12 Stunden bin ich wieder auf dem Wohnmobil-Stellplatz bei Klaus und Fiete. Wir verbringen einen gemütlichen Fernsehabend, ich erzähle vom Erzählen und wir  beschließen aufgrund des schlechten Wetters erst am Sonntag nach Antwerpen zu fahren.

Klaus genießt das zweite gemeinsame Wochenende und wir schlafen aus. Ich staune nicht schlecht, als ich die Rollos hoch mache: Es hat ca. 3 cm geschneit!  Weil sage und schreibe 13 Wohnmobile da sind, kommt der Bäcker mit herrlich duftenden Brötchen auf den Platz. Nach dem gemütlichen und langen Frühstück laufen wir nach Burtscheid und holen die Hemden aus der Reinigung ab. Danach ist wieder mal Hausputz angesagt.

Ab und zu zeigt sich die Sonne für wenige Sekunden. Wir nutzen die Zeit und fahren in die Aachener Altstadt, diesmal von Süden. Hier steht das zweite noch erhaltene Stadttor, das Marschiertor. Es gehört zum zweiten Stadtbefestigungsring Aachens, der Gotischen Mauer. Es war Hauptwaffenplatz der damaligen Freien Reichsstadt Aachen. Bewacht wurde es von Stadtsoldaten, die wegen ihrer Nebenbeschäftigung, dem Schnitzen dünner Holzstifte (Penn), Pennsoladaten genannt wurden. Seit über 50 Jahren residiert hier die ‚Stadtgarde Oecher Penn‘, die wir später in Aktion erleben.

Marschiertor

Pennsoldat am Marschiertor

Wir entdecken auf unserem Rundgang – bei unangenehmen feuchten 5 Grad – die Jakobsmuschel an der Johanniskapelle und steuern das Traditionscafé van Daele des belgischen Printenbarons Leo van den Daele an. Die vier historischen Gebäude des Cafés stammen von 1655, wurden zusammengelegt und machen den Reiz der verwinkelten Räume und zahlreichen Treppenstufen aus.  Ich esse einen für diese Konditorei typischen belgischen Reisfladen mit Himbeeren.

Jakobsmuschel an der Johannes-Kapelle

Frisch gestärkt schauen wir uns das Klenkes-Denkmal am Holzgraben an. Aachen war für seine Tuchindustrie und seine Nadelfabriken bekannt. Das Aussortieren der Nadeln übernahmen meist Kinder. Diese Tätigkeit, das „Ausklinken“ der fehlerhaften Nadeln am Band, führte zu Fehlstellungen und Wuchsfehlern des kleinen Fingers.

Klenkes-Denkmal

Zurück bei Fiete verbringen wir die Zeit mit lesen, chillen und kochen.

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