52 Kilometer von Rhens nach Remagen

Mittwoch, 28. August 2019 (52 Kilometer)

Heute fängt der frühe Vogel den Wurm. Wir haben uns für ein zeitiges Frühstück entschlossen, um genügend Zeit für die kommenden 52 Kilometer zu haben. Es ist bewölkt, aber warm.
Eine tolle Tour…. und gleich bei der ersten Pause sind wir Teil eines filmreifen Polizeieinsatzes mit Hubschrauber, rasenden Polizeiautos und hetzenden Polizisten. H. und ich kühlen uns nach der Aufregung im Rheinwasser ab.

Wir passieren Schloss Stolzenfels, rechtsrheinisch liegt Oberlahnstein mit der Lahnmündung. Jetzt geht es erstmal durch Koblenz und ans Deutsche Eck mit der Festung Ehrenbreitstein. Die Preußen machten die Festung zur stärksten Bastion ganz Europas. Das Deutsche Eck, wo die Mosel in den Rhein mündet, ist der markanteste Punkt von Koblenz. 36 Jahre fand hier am 17. Juni die zentrale Gedenkfeier zur Deutschen Einheit statt.

Wir überqueren die Moselbrücke, radeln bis nach Neuwied, schlabbern in der sengenden Sonne die Reste unserer Getränke und steuern in Andernach einen Supermarkt an. Jo gibt ‚ne Runde Eis aus, genau das richtige bei dem megaschwülen Wetter. Danach haben wir das Brohltal im Blick und stehen plötzlich vor einem doofen Hindernis. Der Radweg zur 2000 Jahre alten Stadt Remagen ist voll gesperrt. Warum, ist unklar. Das Fahren auf der B9 allerdings ist verboten. Guter Rat ist jetzt teuer. Just zu dieser Zeit kommt uns ein Radler entgegen. Ihr könnt ruhig durchfahren, meint er locker, ihr werdet bei den Baumfällarbeiten durchgelassen. Also versuchen wir unser Glück und treffen auf halbem Weg unseren radelnden Womo-Fahrer. Er meint, wir müssen wieder zurückfahren. Dazu haben wir aber null Bock. Also tasten wir uns weiter zur Absperrung vor. Dort winke ich einem der Arbeiter zu, der uns endlich nach zwei Minuten passieren lässt. Geil, gut gemacht!

Danach geht es über eine im Bau befindliche Holper-Straße bis nach Bad Breisig. Hier ist ein Bierpäuschen angesagt. Wir treffen auf nette Tischnachbarn und informative Gespräche. Jetzt folgen letzten Kilometer bis hinter Sinzig, wo die Ahr in den Rhein mündet. Das Rhein-Hotel Arte, unsere heutige Bleibe, befindet sich an der Fähre nach Linz und direkt am Ahr-Radweg.
Wir chillen und speisen bei einem ‘indischen Italiener‘ gleich neben unserem Hotel.

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