Vulkaneifel-Tour und Genießertour bis Bremm

Sonntag, 1. Oktober 2017

Ein banger Blick zum Himmel und ich sehe tief hängende Wolken über den Weinbergen. Wir spüren die Kälte, vertrauen aber dennoch dem Wetterbericht, der 5 Stunden Sonne und keinen Regen prophezeit. Perfekt.

Rad fahren ist angesagt. Für die Maare-Mosel-Tour von Daun nach Wittlich entscheiden sich Thomas, Gerhard, Jo, Klaus und die Frauenquote Ingrid. Die zweite Gruppe mit Gitti, Ute, Gabi, Michael, Micha, Ursula und Eberhard fährt zu den steilsten Riesling-Terrassen an der Mosel nach Bremm. Und Helga und Kurt……., die fahren zurück nach Frankfurt.

Die ‚Bremmer‘ pausieren schon in St. Aldegund

Treffpunkt ist der Moselufer-Parkplatz.
Gerhard verzurrt die Räder für die Eifel-Tourer im MC-Sprinter. Die Bremm-Gruppe startet zeitgleich. Eine Stunde später ist die Fünfer-Gruppe im Heilkurort Daun (400 Meter) in der Vulkaneifel und wird von einem Trödelmarkt empfangen.
Wir haben 35 Kilometer vor uns und einige Steigungen. Nach kurzer Fahrradreparatur starten wir durch – bei Nebel und kühlen 9 Grad. Ich friere, weil ich Handschuhe und Schal in Erwartung der Sonne bei Fiete gelassen habe. Auch kräftiges Strampeln wärmt nicht viel. Ich mobbere leise,…… fahre ich doch  freiwillig mit.

Der Maare-Mosel-Radweg wirbt zu Recht mit dem Slogan „ Das pure Radvergnügen für Jung und Alt“, denn er zählt zu den bekanntesten und schönsten Bahntrassen-Radwegen in Deutschland. Dort, wo früher Züge schnauften, radeln wir 35 von insgesamt 55 Kilometern auf der stillgelegten Bahntrasse. Wir fahren über gewaltige Viadukte, durch wunderschöne Landschaftsgebiete, lange, beleuchtete Tunnel und in Sichtweite an einem Maar vorbei. Den Tunnel ‚Großes Schlitzohr‘ durchfahren wir gleich zu Beginn. Es geht weiter bis Gillenfeld, dann hügelig bis Laufeld und abwärts nach Plein. Die regennassen Bäume schimmern in bunten Farben und es duftet Herbst. Die Sonne kämpft sich immer mehr durch und verbreitet diffuses Licht. Die stetigen Steigungen zu Beginn bewältige ich gut, nur bei der einzigen kräftigen Steigung bummelt sich meine Schaltung auf. Klaus repariert und es läuft wieder. Wir genießen die Fahrt.

In Plein machen wir Rast in einem Gartenlokal. Wir sitzen im Garten und lassen uns von den Sonnenstrahlen wärmen. Die ‚Lizenz‘ zum Töten‘ benötigen wir nicht, die Fliegenklatschen bleiben wo sie sind. Nachdem Hunger und Bierdurst gestillt sind, geht es an die restlichen 5 Kilometer bis zum Busbahnhof Wittlich.

Hier startet der Mosel-Regio-Bus zurück nach Daun. Jedenfalls nach offiziellem Fahrplan. Aber er kommt nicht, sondern fällt einfach mal so eben aus.. Die Männer warten geduldig. Nach einer halben Stunde schlage ich vor, sich bei den wartenden Taxen nach dem Preis bis Daun zu erkundigen. Der haut ordentlich rein: 80 Okken wären fällig. Aber es bleibt nur das Taxi.
Mitten in der Diskussion um das Wie, das Wann und das Wo gesellt sich ein Sachse zu uns. Er will mitfahren. Da das Taxi sechs Plätze hat, ist die Idee, weitere Mitfahrer an der Bushaltestelle zu begeistern.Man(n) ist erfolgreich. Eine Familie mit Kindern fährt mit. Jetzt ist der Preis akzeptabel. Für den Bus wären auch 17 € fällig gewesen. Ende gut, alles gut.

In der Zwischenzeit schnabulieren Gerhard, Klaus und ich im Café was Warmes und was Süßes. Wir schauen auf dem Rückweg an der dreischiffigen, frühbarocken Hallenkirche St. Markus (1709-1723) vorbei und warten nochein paar Minuten am Busbahnhof. Gegen 17 Uhr biegt der Sprinter um die Ecke, wir laden die Räder ein und ab geht’s zurück nach Zell.

Wir erreichen die Stadt der ‚Schwarz Katz‘ just in time und treffen uns zum Abendessen in der Gaststätte ‚Alte Moselstube‘ an der Zeller Stadthalle. Nach dem Essen verlieren wir wieder eine Gruppenteilnehmerin: Jo fährt Ute nach Hause. Sie muss arbeiten.Er ist Montagmorgen rechtzeitig zum Frühstück wieder zurück. Die restlichen ‚Zehn kleinen Negerlein‘ bekakeln das Programm für morgen. Nicht nur das Wetter macht es uns nicht einfach, sondern auch die unterschiedlichsten Wünsche. Wir vertagen die Entscheidung auf Morgen.

Und ab geht’s mit dem Radl durch die kühle Luft zu Fiete. Der hat Nebenbuhler bekommen. Zwei neue Wohnmobile aus Hamburg und Pforzheim sind zu Gast.
Es geht gleich zum Chillen und Matratze horchen in unser mobiles Häuschen.

Es regnet nicht, es sind keine Sterne zu sehen, blöd’n Wetter’n eben.

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