Ulm – Baden-Württemberg trifft Bayern

15.3.2017 –

Klaus hat beruflich in der wunderbaren Reichsstadt Ulm zu tun.
Was liegt näher, als ihn dort zu besuchen! Die unbegrenzte Freizeit der Rentnerin bietet sich dazu an. Die Idee setze ich am 15. März 2017 um.
Ruck-zuck sind ein paar Sachen gepackt, das Auto geschnappt und schon befinde ich mich voller Vorfreude auf die mittelalterliche Königspfalz auf der Autobahn.

Die folgenden 308 Kilometer haben es in sich: super viel Verkehr bis Darmstadt, danach einen guten Lauf bis Karlsruhe, hier Wahnsinnsverkehr und rund um Stuttgart erst recht. Lastwagen aus aller Herren Länder haben voll die Überhand und es reiht sich Baustelle an Baustelle. (An diese Normalität will ich mich nicht gewöhnen!!!) Auf einer Steigung der Schwäbischen Alp kam der Verkehr fast zum Erliegen: wir PKWs schleppten uns der Laster wegen mit 30 kmh den Berg hinauf.

Nach rund drei Stunden nervenaufreibender Fahrt ergattere ich einen der raren Parkplätze vor dem Hotel RiKu in der bayerischen Schwesterstadt Neu-Ulm. Hier ist es ruhig und trotzdem zentral. Nur wenige Schritte weiter fließt gemächlich die Donau entlang. Eingecheckt, ausgepackt, stadtfein gemacht und los geht’s auf die Ulmer Piste.

In NullKommaNix von Württemberg nach Bayern
Erster Eindruck: Mittelalter trifft Moderne! Gemütlich, kompakt, beschaulich. Und in welcher Stadt kommt man so schnell zu Fuß von einem Bundesland in ein anderes? In Ulm! Denn Ulm auf württembergischer Seite und Neu-Ulm auf bayerischer Seite bilden zusammen das Städtedoppel der Reichsstadt. Die Grenze verläuft genau in der Donau-Mitte.

Noble Bürgerhäuser reihen sich aneinander, zahlreiche mittelalterliche Fachwerkgebäude glänzen um die Wette, an der Donaumauer genießen die Ulmer die Aussicht auf das Donauschwabenufer und die Altstadt. Ich staune über die Höhe des Kirchturms vom Ulmer Münster und die Gemälde auf den Mauern des Rathauses. Wunderbar, nur die Sonne fehlt noch. Jedenfalls gibt es die nächsten Tage viel zu entdecken, stelle ich fest und schlendere über die Herdbrücke zurück zum Hotel in Bayern. Ich bewundere dabei noch St. Johan-Baptist, eine Kirche von 1860 im neuromanischen Stil, eines der wenigen Beispiele expressionistische Sakralarchitektur in Deutschland.

Der Arbeitnehmer und die Rentnerin gehen im idyllischen Fischerviertel essen. Dieser Stadtteil Ulms ist ein wahres Schatzkästchen. Aber dazu mehr in einem weiteren Beitrag. Wir speisen vorzüglich im Restaurant zum Schiefen Mann und feiern mit Secco einen ganz bestimmten Jahrestag…….

 

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