Strandleben – Der eine ist platt, der andere rot

25.08.2016 –

Moin, moin!
Herrlichstes Strandwetter heute, wie aus dem Bilderbuch. Einige Federwolken lassen den Himmel noch plastischer wirken. Es wird heiß. Wir nehmen unser obigatorisches Womo-Terrassen-Frühstück ein, erledigen ein paar Dinge rund um das ‚fahrende Häuschen‘ und radeln genau um die Mittagshitze gemütlich an unseren Hausstrand, der ca.850 Meter entfernt hinter dem Dünengürtel mit herrlich feinem Sand auf uns wartet.

Wir parken die Räder in der prallen Sonne, es gibt keinen Baum und keinen Strauch, der Schatten spendet. Aber der Meerwind verheißt Frische. Bepackt mit unseren Strandmatten de Luxe traben wir im heißen Sand über die Dünen. Erstmal inne halten und die Blicke über den grandiosen Ozean und den herrlich flachen Sandstrand schweifen lassen. Innerlich jauchze ich vor Freude.

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Stranddistel

Stranddistel

Wir genießen sofort ein herrliches Bad. Heute können wir sogar schwimmen, die Wellen kommen nur sporadisch angerollt, das Meer ist ruhiger als gestern.

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Wir haben Lust auf einen Strandspaziergang und laufen bis zu den ersten Felsen von Givrand. Zwischen Steinen, Muscheln und Seetang entdecken wir Panzer der großen Seespinne, eine Krabbenart, die mit Beinen bis zu 50 cm Durchmesser erreicht. Neulich haben wir die Tierchen auf dem Marché in St. Gilles zum Verkauf gesehen.

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Nach einem kurzen Bad in einer Gumpe zwischen den Felsen geht es zurück zum Strandmattenplatz. Klaus legt ein Schnarchpäuschen ein, vergisst, sich einzucremen, und ich genieße den herrlichen Tag in der Sonne und den Blick auf’s Meer.

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Nach dem Bad

Nach dem Bad

Nicht nur der Hunger, auch die brennende Sonne treiben uns gegen 15 Uhr zurück zum Fahrradplatz. Ganz großes Kino! Klaus‘ Vorderreifen ist sowas von platt, platter geht’s nicht. Und es ist ausgerechnet der Reifen, den er neulich erst 2x geflickt hat. Jouuuu, da war’n mehr richtig platt. Und jetzt auch noch in der brütenden Hitze über die Dünen zum Campingplatz laufen! Im Grunde genommen machen wir doch alles richtig….. nur nicht am richtigen Tag.

Dieser Schlauch war platt!

Dieser Schlauch war platt!

Wir schieben die Räder in der Affenhitze mit hängendem Magen. Klaus meint, sein Rücken brennt. Hmmm. Auf halber Strecke fahre ich voraus, bereitete das Essen zu und war fertig, als der platte Klaus mit dem platten Rad um die Ecke biegt. Nach einer kurzen Ruhepause bei 32 Grad im Schatten schwingt er sich auf mein Rad, und holt im Super U genug Schläuche und Flickzeug. Routiniert bringt er das Rad auf Vordermann. Ich denke an die Story mit der WaPu (für Nichtcamper = Wasserpumpe), mit der Klaus so seinen Schaff hatte. Diesmal sind es die Räder. Wir machen alles richtig, doch nicht am richtigen Tag!!

Nach dem Duschen gibt es eine böse Überraschung: Klaus ist am ganzen Körper krabbenrot. Beine vorne und hinten, Bauch, Brust und Rücken, sogar die Füße. Einfach alles! Autsch’n, autsch’n.

Iiiiii, ich habe einen Sonnenbrand!

Iiiiii, ich habe einen Sonnenbrand!

Wir verarzten den Body mit Après Lotion und fahren gegen 18 Uhr vorsichtig ins Städtchen, um genüsslich ein kühles Leffe-Bier zu schlabbern, den Hafen diesmal mit blauem Himmel zu sehen sowie den Tour de Josephine und den Grande Phare zu bewundern. Es ist immer noch 29 Grad und fast windstill.

Hmm, lecker, Leffe schlabbern!

Hmm, lecker, Leffe schlabbern!

Die Gezeiten lassen die Boote kippen

Die Gezeiten lassen die Boote kippen

Der Grande Phare von St. Gilles

Der Grande Phare von St. Gilles

Jetzt aber schnell zum Super U (scheint hier an der Küste unser Lieblingsladen zu sein), um noch ein paar Lebensmittel zu kaufen. Wir huschen gerade noch rein, bevor der Sicherheitsmensch das Gitter runterlässt. Der Laden schließt um 20 Uhr. Man muss auch mal Glück haben.

Der Strandtag eines Campers verläuft am Abend so: chillen, kochen, essen, bloggen, Handtücher und Strandmatten trocken und Körper kühlen. Na, ob das mit dem dritten Strandtag morgen was wird??? Es ist sternenklar.

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