Stau… Stau… Stau…. auf der Autobahn

Um halbacht geht’s los, Frühstück bei herrlichstem Sonnenschein – natürlich auf der Womo-Terrasse – und dann Fiete für gut 730 Kilometer reisefertig machen.
Heute heißt es ‚Fahr’n, fahr’n, Fahr’n auf der Autobahn‘ – bis Florenz, unserer toskanischen Lieblingsstadt.

Wir starten eine halbe Stunde nach 9, früh für unsere Verhältnisse, und haben viel Verkehr, aber es läuft. Bis 600 Meter vor dem Grenzübergang Basel in die Schweiz – Stau, zweispurig! Gefühlte 4 Millionen Urlauber starten heute in die Ferien!!! Ganz toll!! Wir erhalten umgehend Verkehrsinformationen. Vor dem Gotthardtunnel stehen die Autofahrer bis zu 15 km mit einem Zeitverlust von zwei Stunden. Es ist still im Fiete, sehr still. Bis mir endlich ein ‚Das glaub ich doch jetzt nicht‘ entwischt. Unsere Lieblinge, die Eidgenossen, empfehlen eine Ausweichstrecke über  die A13 via San Bernardino über Chur. Wir entscheiden spontan und nehmen den Vorschlag auf, zumal die Strecke landschaftlich sehr schön sein soll und wir sie noch nicht gefahren sind. Völlig unvorbereitet stürzen wir uns in dieses Abenteuer.

Wir kommen voran, nur um Zürich hakt es, die Laune bessert sich schlagartig. Aber vor Chur tanzt der Bär. Von 100 kmh auf null! Ende Gelände! Es ist knapp 12 Uhr und noch 70 Kilometer bis zum 6,6 Kilometer langen San Bernardino-Tunnel. Die Strecke bis zum Grenzübergang Chiasso nach Italien ist eine einzige Katastrophe. Die Blechlawine wälzt sich eine meist einspurige Strecke zum Tunnel hinauf, der auf einer Höhe von 1600 Metern liegt! Das muss man natürlich alles  v o r h e r  wissen. Der Pass selbst befindet sich in 2.067 Metern Höhe. Stopp & Go ist angesagt. Meine Nerven liegen blank (blanker geht’s nicht), aber ich schreie nicht. Die herrliche Landschaft lasse ich nur im Blickwinkel meiner Augen zu, und dass diese Strecke schon zu römischer Zeit bekannt war, will ich nicht wissen. Erst recht nicht, dass die engen Winkelkehren hinunter ins Tal ehemalige Postkutschenkehren aus Goethes Zeiten sind. Auf seinen Spuren will ich erst auf Sizilien wandeln, basta!

Vor Chiasso – Grenzübergang nach Italien – wieder Stillstand. Wir kämpfen uns mit letzten Nerven durch den Grenzübergang und können danach endlich aufdrehen. Die Umfahrung von Milano war ein Klacks. Mein Gasfuß bleibt konstant auf 130, nur ein Tankstopp bei Piacenca sorgt für eine Unterbrechung. Herrlich. Ich freue mich über die toskanische Hügellandschaft rechts und links von der ‚Autostrada Panoramica‘. Um das zu genießen mussten wir fast 10 Stunden fahren. Es ist keine Wolke am Himmel, wir haben entspannte 23 Grad und genießen jetzt die ‚Autostrada del Sole‘. 

Um Viertel nach Acht erreichen wir unser Ziel: die Area Soster Camper in Florenz. Wir finden ein schönes Plätzchen zwischen  Orleanderbüschen und genießen den lauen Abend.

2 Kommentare

    • Hi Andrea, oh wie schön. Danke fürs Kompliment.
      Leider haben wir nicht immer WiFi und es ist sehr langsam. Heute veröffentliche ich aber schöne Bilder vom Ätna.
      Bis bald. Hoffe, es geht Dir gut.
      LG Ingrid und Klaus

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