Colmar – Sonne, Sonne, Osterei

Moin, moin,
schon am Abend freuten wir uns auf den angekündigten sonnigen Ostersamstag. Direkt nach dem Aufwachen wanderten die Blicke gen Himmel. Die Enttäuschung war groß – von den Weinbergen bis zum Himmel nichts als dicker Nebel.
Hmm, Frühstück also wieder im warmen Womo.

Der Nebel löste sich in affenartiger Geschwindigkeit auf und der versprochene Sonnentag war da! Nichts wie raus, jeder genoss die warmen Sonnenstrahlen. Zunächst war bloggen am Waschhaus angesagt und dann der blöde Abwasch. Klaus machte die Räder für die erste Frühjahrstour fahrbereit und stellte Tisch und Stühle in die Sonne.

Fahrradcheck vor der Tour

Gegen High-Noon traten wir in die Pedalen, was das Zeug hielt. Colmar ist angesagt. Kurze Zeit später landeten bereits die ersten Jacken auf den Gepäckträgern. Der Radweg nach Colmar führte über Wettolsheim und Wintzenheim, ebenfalls Weinorte an der Route de Vin d’Alsace. Nach knappen 10 km landeten wir direkt in der Altstadt der elsässischsten aller elsässischen Städte. Überall Fachwerkhäuser und Renaissancegebäude und alles war österlich geschmückt. Frühlingsfest war angesagt.

In den Restaurants, Bars und Kneipen mit Sonnenterassen war der Teufel los. Jeder wollte die Sonnenstrahlen so lange wie möglich genießen. Der Ostermarkt mit seinen bunten Büdchen war von Menschen belagert. Wir verspürten Lust auf einen elsässischen Flammekuchen. Ein Sonnentisch wurde just in diesem Moment frei, ich spurtete über die halbe Terrasse und habe ihn tatsächlich ergattert! Wir lehnten uns zufrieden zurück und warteten auf den Kellner.
„Essen gibt es leider nicht mehr, nur Getränke!“ Sprach‘s und ließ uns mit unserer Enttäuschung allein. Ein schnelles Bier für Klaus aus einem Weihnachtsglas (!!!) und ab ins nächste Restaurant. Direkt am Rathaus der Stadt, ebenfalls sonnig gelegen und mit Flammekuchen.

Ein weiterer Rundgang führte uns zurück zu den Rädern.
Wir starteten in Richtung Eguisheim mit Stopp beim Hyper-U, unserem liebsten Supermarkt in der Gegend. War nicht einfach zu finden, ein paar kleine Umwege mussten wir in Kauf nehmen. Austern, Spargel und Kalbskotelette landeten in den Radtaschen. In Eguisheim begrüßte uns ein Storchenpaar mit lautem klappern. Zurück auf dem Campingplatz genossen wir die letzten Sonnenstrahlen. Gute 25 Kilometer hatten wir in den Waden.

Der Grill kam zum Einsatz, aber gegessen haben wir im Urlaubär. 13 Grad waren uns definitiv zu kühl. Den Abwasch haben wir auf Morgen verlegt und lieber gelesen, Bilder runtergeladen und gechillt. Heute Nacht tritt die blöde Sommerzeit wieder in Kraft, eine Stunde Schlaf wird uns geklaut. Und die Sonne soll Morgen auch wieder verschwunden sein…..
Ein paar Sterne blinken am Himmel………

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