Riesencontainerschiffe und Topp Stellplatz des Jahres

Montag, 16. September 2019

Heute geht’s zur Seehundstation nach Friedrichskoog, die schon seit über 25 Jahren besteht. Ich parke in der Nähe, weil ich noch über den Deich laufen und in das weite Land schauen möchte. Außerdem liebe ich die ruhig vor sich hin grasenden Schafe. Ich sehe der Heuler-Fütterung zu und mache einen Rundgang durch die Station. Eine schöne Aussicht genieße ich von dem Turm in der Mitte der Anlage.

Danach steht die Schleusenstadt Brunsbüttel auf dem Programm. Sie liegt unmittelbar an der Elbmündung, der Nordsee und dem hochfrequentierten Nord-Ostsee-Kanal. Fünf Leuchttürme überwachen Ein- bzw. Ausfahrt vor und nach den Schleusen. Direkt neben der Schleusenmeile finde ich einen perfekten Parkplatz für Fiete II.
Ich laufe an den Schleusentoren entlang und suche mir dann ein nettes Plätzchen mit guter Sicht auf die einfahrenden Seeschiffe. Dabei komme ich ins Gespräch mit Urlaubern, die seit 15 Jahren jedes Jahr einen Tag an der Schleuse verbringen. Ich habe Glück und kann drei Riesencontainer bei der Ausfahrt in die Nordsee beobachten.

Beim Fotografieren fällt meine gute Sonnenbrille in die Elbe. Ganz großes ‚Ich-geh-dann-mal-unter-Kino‘!!!! Darauf muss ich erst mal ein frisches Fischbrötchen verspachteln und starte danach in Richtung Niedersachsen auf die andere Seite der Elbe. Ziel ist die Hanse- und Fachwerkstadt Stade mit ihrer fantastisch restaurierten Altstadt.

Vor der Elbfähre von Glückstadt nach Wischhafen warte ich unendlich lange 80 Minuten, bis ich endlich auf eine Fähre komme. Um viertel nach Vier geht’s los. Die Überfahrt durch den meerähnlichen braunschlammigen Strom dauert 25 Minuten und kostet 17 €. Gegen halb Sechs erreiche ich den in 2019 als Top-Platz des Jahres ausgezeichneten Stellplatz ‚Am Schiffertor‘, der unmittelbar in der Nähe der malerischen Altstadt liegt.

Nachdem ich heimisch geworden bin und mich gut auskenne, mache ich mich auf den Weg in die Stadt. Wasser und eine mehr als 1.000-jährige Geschichte prägen das Städtchen mit maritimen Flair zwischen Cuxhaven und Hamburg. Auf meinem Stadtrundgang sehe ich den Hafen mit dem Museumsschiff Greundiek, den Fischmarkt mit dem Holztrenkkran und zahlreiche Fachwerkhäuser aus verschiedenen Epochen.

In der komplett sanierten Altstadt ist die Historie auf Schritt und Tritt präsent. Die ältesten Bauten stammen aus der Zeit vor 1500. Da Stade nach dem großen Brand von 1659 größtenteils neu aufgebaut wurde, gibt es besonders viele Häuser und Kunstgegenstände aus dem Barock.

Heute bleibt die Womo-Küche kalt. Ich gehe im Brauhaus Stader Ratskeller mit seinem mittelalterlichen Gewölbekeller zünftig essen und schlabbere zwei leckere ‚Gertrudenbräu dunkel‘. Die Portionen sind groß und kaum zu schaffen. Beschwingt schlendere ich zum Stellplatz zurück. Same procedere as every evening folgt und ein herrlicher Schlaf in der Nacht.

Daten

Ziel 15344 km
Strecke 147 km
12,3 Liter Verbrauch
41 kmh Durchschnitt
3 ½ Stunden Fahrzeit

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