Warnemünde – Relax die Ostsee

Moin, moin!
Heute haben wir länger geträumt, wohl wissend, dass wir mit großer Wahrscheinlichkeit einen Tag dranhängen werden – zum Relaxen. Es ist stahlblauer Himmel und die Sonne lacht mit sich selbst um die Wette. Es weht ein frischer kühler Wind und wir vermuten die Vorboten der Eisheiligen.

Egal, wir verschwenden keinen weiteren Gedanken daran. Immerhin brechen wir mit dem Maiwetter hier oben an der Küste alle Urlaubs-Wetter-Rekorde – wir haben bisher acht Tage ausschließlich Sonne und blauen Himmel genossen! Da kann man doch nun wirklich nicht mobbern…….

Beim relaxten Frühstück auf der Nobel-Sonnenterrasse unseres fahrenden Häuschens entscheiden wir – es wird ein Tag verlängert. Wir werden im Seebad Warnemünde –Rostocks schöner Tochter – relaxen. Heute ist letzter ‚Sparpreistag‘ für ADAC-Campingcard-Besitzer‘ (wir haben dieses kleine Goldstück!). Danach geht in Nordwest-Mecklenburg der Pfingst-Punk ab: RemmiDemmi, Livemusik vom Schlage Hoppsassa und viiiiel Bier!  Jeder Campingplatz, der etwas auf sich hält, steht in den Startlöchern und ist zu Pfingsten ausgebucht. Es hat Preise wie in der absoluten Hochsaison.
Schlau wie die beiden Urlauber sind, reservieren sie ein Plätzen auf der Fischland-Darß-Zingst-Halbinsel, dem nächsten Ziel auf der Reise. War gar nicht so einfach, auch hier ist fast alles ausgebucht. Der Regenbogen-Campingplatz im Ostseebad Prerow hat Erbarmen mit den Vor-dem-Radau-Flüchtenden und nimmt sie gerne auf.

Die Räder werden für die Relax-Tour vorbereitet

Die Räder werden für die Relax-Tour vorbereitet

Wir starten die Relaxtour ganz locker gegen 12 Uhr auf den Drahteseln. An „Block 18“, nach 1,5 km, stoppen wir an einem der zig Dünenübergänge zum kilometerlangen Strand, und machen bereits das erste Päuschen, lassen unsere Blicke über das weite Meer schweifen, beobachten das sich im Wind wiegende Dünengras und in der Ferne den Hafen von Warnemünde.

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Wir kommen in ‚Hohe Düne‘ an und rasen direkt auf die ‚Warnow‘, einer Fähre von der Weißen Flotte. Wir zahlen mit den Rädern je 2,50 Euronen und landen zunächst anner Fischbude, um Fischfrikadellen zu ordern. Ich stürze mich auf frische deutsche Erdbeeren der Sorte Flair und wir relaxen vor dem Yachthafen, den wir anschließend ausgiebig besuchen. Wir genießen die Möwenschreie, den Wind, die Sonne, die ein- und ausfahrenden Schiffe und verspüren großes Fernweh.

Mittägliche Ruhe im Fischer-Hafen am alten Strom

Mittägliche Ruhe im Fischer-Hafen am alten Strom

Ohne Pass geht hier gar nix - auch relaxen nicht!

Ohne Pass geht hier gar nix – auch relaxen nicht!

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Wir stellen an ‚Alter Strom‘, der ehemaligen Hafeneinfahrt von Warnemünde unsere Räder ab und flanieren an den zahlreichen Schiffkuttern, die fangfrische Leckereien verkaufen, den vielen Ausflugsbooten und den schmucken Fischerhäuschen entlang. Ein Besuch des Leuchtturms (1898 eingeweiht und 37 Meter hoch)  mit seinen cremefarben glasierten Ziegeln ist ein Muss. Wir zücken unsere Kurkarten und erhalten Rabatt für die Turmbesteigung. Oben angelangt,  klebe ich an der Innenwand wie Sekundenkleber. Aber ich halte durch. Dafür sind die Ausblicke einfach zu fantastisch. Wir staunen über den tatsächlich 100 Meter breiten und 15 Kilometer langen Sandstrand und die wehenden Flaggen zahlreicher Strandkorbvermieter.

Leuchtturm und Teepott

Leuchtturm und Teepott

Ausblick vom Leuchtturm auf die Hafeneinfahrt

Ausblick vom Leuchtturm auf die Hafeneinfahrt

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Ein Teil des 15 Kilometer langen Warnemünder Strandes

Ein Teil des 15 Kilometer langen Warnemünder Strandes

Durchgekühlt steigen wir hinab, wärmen uns in der Sonne und ich erstehe ein Rollmopsbrötchen. Die Freude darüber hielt genau drei Bisse lang,  denn ein hinterhältiger Sturzflug-Möwenangriff schnappte mir das leckere Teil direkt aus der Hand. Ganz toll.

Das muss ich verdauen und will in einem Strandkorb weiterschmollen. Wir kämpfen uns durch den immer stärker werdenden Wind und herumwehenden Sand zur Vermietung. 3 € und der Korb Nummer 143 gehört für eine Stunde uns. Herrlich. Wir träumen, lesen, sonnenbaden und schlafen ein bisschen.

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Träumen im Strandkorb

Träumen im Strandkorb

Relaxen mit Ostseelektüre

Relaxen mit Ostseelektüre

Danach gab es eine Kaffeepause, wieder in einem Strandkorb. Wir schauen uns noch die Backsteinkirche des Seebades an und Klaus will unbedingt die 33 Millionen im Jackpot gewinnen.

Fischerhäuser in der Altstadt von Warnemünde

Fischerhäuser in der Altstadt von Warnemünde

Die Fähre bringt uns zurück zu Hohe Dünen. Die Relaxer des Herrn kämpfen sich durch ordentlichen Gegenwind bis zum Netto von Markgrafenheide und  landen leicht durchfroren bei unserem Urlaubären. Hier relaxen wir bei Rostocker Pils, flüchten vor trilliarden von stechenden Fliegen, telefonieren mit unserer Enkeltochter Valentina, bloggen, chillen, lesen, und freuen uns auf weitere zehn Urlaubstage. Die lassen wir uns von den blöden Eisheiligen nicht vermiesen!!!

Wir bleiben relaxed.
Es ist sternenklar, als wir an der Matratze horchen.

 

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