Parma, Piazzas und ‚poco italiana‘

Sonntag, 20. Mai 2018

Richtig ausgeschlafen. Leider ist das Wetter nicht gut. Das Seewasser ist zu kühl zum Baden, in der Nacht hat es geregnet und auch heute Morgen. Ich hole Brötchen und stecke mal die Füße ins Wasser. Gerade regnet es nicht, also nichts wie raus zum Frühstück und Lago di Lugano gucken. Herrlich mystische Stimmung, die Wolken hängen zwischen Bergen und Wasser.

Unser Ziel heute:  Parma, die Stadt des Parmigianos und Parmaschinkens.
Wir kommen gut voran. Selbst die Tangenzialen um Mailand passieren wir problemlos. Sauber! Plötzlich meldet sich unsere Klarabella und meldet einen Superstau wegen eines Unfalls. Der soll uns eine ¾ Stunde Wartezeit einbringen. Ok Klarabella, wir folgen Deinem Rat, fahren auf die SS 9 und tuckern hinter zahlreichen Sonntagsfahrern zum Ziel. Den Stellplatz erreichen wir zur Kaffeezeit.Fiete auf dem Stellplatz in Parma
Hmmm, Klaus ist sehr verhalten begeistert vom Stellplatz. Ich überrede ihn, wenigstens mal zu gucken. Wir werden auf dem Rundgang von einem englischen Pärchen mit ‚Winke-Winke‘ begrüßt. Etwa 20 Mobile stehen auf dem mit Schranken gesicherten Terrain. 20 € die Nacht, alles inklusive (Dusche, WC, W-Lan, Bar und Strom). Da kann man doch nicht mobbern. Klaus will bleiben.
Ich komme ins Gespräch mit dem Whisky trinkenden netten englischen Paar, versuche mich im Italienischen an der Bar und Klaus macht die Räder für unseren Parma-Ausflug startklar. Noch’n Käffchen und los geht’s.

Nach gut 4 km schnurgerader Strecke landen wir im Centro Historico Parmas und stellen unsere Räder an der Chiesa S.S. Annunziata ab. Ein freundlicher Italiener erkennt mich als Touristin (:-) und zeigt mir die Kuppel der Kirche, die in dieser Form die einzige auf der Welt sei. Typisch italienisch, denke ich…..
Wir durchstreifen einen Teil der Universitätsstadt (200.000 EW), und finden es ziemlich gemütlich. Es gibt zahlreiche romanische Gebäude, wir besichtigen den Dom von 1106 „Santa Maria Assunta“, das aus rosafarbenem Marmor erbaute Baptisterium, das Opernhaus Theatro Regio – berühmt für seine Verdi-Opern – , den Palazzo des Governatore an der Piazza  Garibaldi und die Piazza della Pace mit dem Palazzo della Pilotta der Familie Farnese. Der Fluss Parma fließt ruhig und natürlich durch die Stadt.
Und wir haben Glück: genau heute wird das Festa del Vino gefeiert.

Das besuchen wir natürlich. Ich kaufe ein Weinglas mit Umhängebeutel und kann damit 5 Proben köstlichen Weins genießen. Es gibt Käse- und Wurststände, Live-Musik, Krimskrams und viel zu sehen. Nachdem ich mindestens 6 Kostproben verschiedener Weine und Seccos zu mir genommen habe, bin ich weinselig. Und mit dem Italienischen klappt‘s dadurch noch viel besser. Klaus schlabbert Bier und lässt sich gebackene Mozzarellakugeln munden.

Um kurz nach 8 sind wir „zu Hause“, nehmen noch einen Absacker in unserer Camper-Bar, bekommen vom Chef eine riesige Portion Parmigiano zum Probieren und lauschen einem älteren Geigenspieler, der seiner Großfamilie bekannte Pop-Hits vorspielt.
Was will man mehr, wir sind in Italien und das spüren wir.

!!!!! Leider ist uns beim Übertragen der Bilder und Videos ein Fauxpas passiert: die schönsten Bilder und Videos sind verschwunden. Ganz größes Verlust-Kino!!!

Wo’s Morgen hingeht, klären wir nach dem kommenden Frühstück.


Daten:
Start: 52970
Ziel: 53210
Fahrstrecke: 240 km
Fahrzeit: 3 ½ Stunden
10,3 Liter verbraucht
68 kmh durchschnittl.
Autobahngebühren von Chiasso nach Parma 11,50€
Stellplatz Area Sosta Camper in Parma


 

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