Moin Moin: Hansestadt Hamburg hautnah

Dienstag, 17.September 2019

Das gute Dunkle von gestern Abend hat für einen erholsamen, langen Schlaf gesorgt. Ich wache erst um 9 Uhr auf, hole meine frischen Brötchen an der Rezi, frühstücke fürstlich und dusche ausgiebig in der mega guten sanitären Einrichtung!! Die gestrige Wettervorhersage hat leider Recht, es schüttet. Es braucht nur ein kurzes Nachdenken und ich entschließe mich, schon heute in die Freie und Hansestadt Hamburg zu fahren. Mein Check im Internet hat den Stadtcamping ‚Buchholz‘ gefunden, den zentralsten Camping in der Hansestadt und von dem ich bequem mit Bus- und U-Bahn ins Zentrum komme. Perfekte Voraussetzungen für eine meiner Lieblingsstädte.

Ich starte Punkt 11 Uhr, habe viel Verkehr und zahlreiche LKW auf der Landstraße vor mir. In knapp zwei Stunden komme ich an. Ich suche mir einen der wenigen klitzekleinen Plätze und warte auf Öffnung nach der Mittagspause. Das Glück ist auf meiner Seite und ich bekomme Platz 20, einen der beiden noch nicht reservierten Stellplätze. Die Plätze sind so klein, dass noch nicht einmal eine Markise ausgefahren werden kann. Sonst ist alles vorhanden, was das Camperherz höher schlagen lässt.

Der Himmel reißt auf, der Wind schiebt die Wolken vor sich her und lässt die Sonne durch. Ab und zu gibt es einen kräftigen Schauer, das kann die Freude auf ‚meine Millionen-Hanse-Metropole‘ Hamburg nicht schmälern, Der Versuch, meine Fahrkarte über die HVV-Handy-App zu kaufen, schlägt fehl. Offensichtlich gibt es neue Sicherheitsbestimmungen der EU.
Um ½ 3 starte ich zur 200 Meter entfernten Bushaltestelle und fahre mit Bus Nr. 4 in 35 Minuten bis zum Rathausplatz, einem meiner persönlichen ‚Top Sechs‘ Hamburgs, dem Tor zu Welt! Die anderen sind der Hafen, die Speicherstadt, der Fischmarkt, der Michel und die Elbphilharmonie, liebevoll auch ‚Elphi‘ genannt.

Ich steuere zunächst die 800 Meter lange Flaniermeile der Hansestadt, die Mönckebergstraße an. Sie ist die zentral gelegenste und bekannteste Haupteinkaufsstraße Hamburgs mit über hundertjähriger Tradition. Mit ihren nur 31 Hausnummern erstreckt sie sich zwischen dem Hauptbahnhof und dem Rathaus.

Es zieht mich schnellstmöglich in die Speicherstadt, dem größten zusammenhängenden Lagerhauskomplex der Welt!!! Die atemberaubende neugotische Backsteinarchitektur und die vielen Wasserstraßen und Brücken haben es mir angetan.Ich mache ein Päuschen in der Kaffeerösterei Speicherstadt, schlabbere frischgerösteten Kaffee und eine Waffel.

Jetzt habe ich Lust auf die Elphi. Ich möchte mir den größten Hafen Deutschlands und einem der Größten in der Welt von oben ansehen. Ich besorge mir eine Berechtigungskarte für die in 37 Meter Höhe gelegene Plaza und gelange über die 80 Meter lange und 21 Meter hohe Rolltreppe ins Freie. Hier befindet sich der Außenrundgang um das gesamte Gebäude, von dem heute leider ein Teil wegen starken Windes für die Besucher gesperrt ist. Trotzdem habe ich tolle Blicke auf die Norderelbe, den Hafen, die HafenCity und die Innenstadt. Ich laufe mehrmals von A nach B und von B nach A, die Aussicht ist einfach umwerfend! Ganz großes Hamburg-Kino!!

Nach diesem Spektakel fahre ich mit der Fähre zu den Landungsbrücken, wärme mich auf und gehe zielstrebig ins Blockbräu an den St. Pauli Landungsbrücken, einem Biergarten auf hanseatisch. Ich esse zünftig und genehmige mir ein frisches Hausgebrautes dunkel bei schrecklicher volkstümlichen Livemusik.
Durch die Sperrung der U3-Haltestelle an den Landungsbrücken muss ich bis zur Haltestelle St.Pauli laufen, fahre bis Schlump und dann wieder mit dem Vierer-Bus zu meinem Campingplatz. Durch ein Telefonat mit Moni erfahre ich, dass ich mich genau da befinde, wo sie als Kind gewohnt hat und aufgewachsen ist. Welch ein Zufall.
Die Idee, heute schon in die Millionenstadt Hamburg zu fahren, war goldrichtig!

Daten
Strecke 62 km
Ziel 15406 km
12,1 Liter Verbrauch
48 kmh Durchschnitt
Fahrzeit 48 km

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.