Mit dem Rad ins mittelalterliche Ahrweiler

Donnerstag,  25.5.2017

Die Sonne kämpft sich langsam durch die Wolkendecke, als wir an der ruhig dahin plätschernden Ahr unser Frühstück genießen. Die Freunde treffen um 12 Uhr in Dernau ein. Der kleine Weinort steht Kopf,  denn außer des Junggesellenfestes wird mit Schmackes der ‚Vatertag‘ gefeiert. Sehr viel Alkohol und gebrüllte Lieder sind an der Tagesordnung.


Gründe, sich sofort auf die Räder zu schwingen und dem Radau zu entfliehen.
Wir fahren den herrlichen Ahr-Radweg entlang, der die Ahr 77 km begleitet. Ziel ist das mittelalterliche Ahrweiler.  Auf der Fahrt genießen wir die wunderbare Aussicht auf die steilen Weinberge und Felsformationen, die urwüchsige Ahr und freuen uns (noch) über die mittlerweile kräftig scheinende Sonne.

Kurz vor dem mittelalterlichen Stadttor ‚Oberes Tor‘ prangt das Kloster Calvarienberg von 1630 in exponierter Lage, heute Schule und Kindergarten. Wir parken die Räder in Ahrweiler an der alten Stadtmauer  aus dem 13. Jahrhundert und bummeln durch die Gassen mit ihren reich verzierten Fachwerkhäusern.

Erster Stopp: Eisladen, zweiter Stop: Hunger stillen und dritter Stopp die Hausbrauerei und ein Café. Trotzdem erreichen wir das ‚Untere Stadttor‘, schlendern über den Marktplatz mit der frühgotischen Hallenkirche von 1269 und dem alten Rathaus von 1778. Es wuselt nur so von Menschen, die genüsslich dem Sonnenschein frönen und ihre Bäuche mit allerlei Leckerem verwöhnen. Erstaunlicherweise wirkt es nicht überfüllt. Ich bin begeistert von Ahrweiler.

Auf dem Rückweg haben wir tolles Licht und einen super Blick auf die ‚Bunte Kuh‘, einer Felsformation, die durch Sprengung entstanden ist. Genau hier ist die Grenze zwischen dem unteren und dem mittleren Ahrtal. Der Name des Felsvorsprungs soll durch ein Missverständnis zwischen den Bewohnern und französischen Soldaten entstanden sein.

Punkt 18 Uhr knurren die Mägen und wir treffen uns in der Straußenwirtschaft Pauly. Wein schlabbern und ordentlich futtern ist angesagt. Auf dem Campingplatz erlebt Klaus eine tolle Überraschung: der Platz in der exponierten SAT-Zone neben uns ist frei! Schwupp, hinters Steuer, umparken und SAT-Antenne herausfahren. Spannung, es funktioniert! Und zwar so gut, dass der Arbeitnehmer in weniger als 10 Minuten tief und fest schlummernd im Sessel hängt.
Es ist sternenklar.

 

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