Mit allen Sinnen genießen

Wie schön. Ich bin ins Grüne eingeladen. Genauer gesagt in die Bergwinkelgemeinde Sinntal. Und das Beste von allem, Fiete begleitet mich. Es ist die erste Fahrt mit meinem Camper in 2020 nach dem strikten Shutdown!!!
Ich besuche meinen EX-Kollegen Thomas.

Mit allen Sinnen genießen

Wo genau liegt dieses Sinntal überhaupt? Es liegt am nördlichen Rand des Spessarts und an den westlichen Ausläufern der Rhön, noch genauer zwischen Bad Brückenau, Schlüchtern und Steinau a.d. Str.

Wir besorgen uns zunächst frischen Spargel mit neuen Kartoffeln und Schinken für den Abend, um nach einem kräftigen Frühstück unseren Tagesausflug zu starten. Ich lasse mich überraschen!
Erstes Ziel ist die Bellinger Warte, eine mittelalterliche Befestigungsanlage in der Nähe von Steinau a.d.Str. Sie diente als Beobachtungsposten und bietet eine wunderbare Aussicht über den im Mittelalter sehr bedeutungsvollen Ort sowie in das Kinzigtal bis hin zum Vogelsberg. Trotz Höhenangst wage ich mich auf die Aussichtsplattform und klebe meist am Mauerwerk.

Die Gebrüder Grimm Stadt Steinau a.d.Str.

Da wir schon in der Nähe sind, besuchen wir Steinau a.d.Str. Hier hat Thomas seine Kindheit verbracht. Der Ort liegt im Kinzigtal an der Deutschen Fachwerkstraße und dem Radfernweg R3. Der Zusatz a.d.Str. bezieht sich auf die Via Regia, einer mittelalterlichen Handelsstraße, die von Frankfurt nach Leipzig führte.

Wir schlendern durch den historischen Stadtkern, essen ein Eis auf dem Marktplatz mit dem Märchenbrunnen und dem Rathaus. Im Hof des Gebrüder Grimm Hauses nehme ich Platz auf dem „Spessart Märchenthron“. Ein romantisches Flüsschen, ein Teil der alten Stadtmauer und die „Sieben Zwerge“ runden das Bild ab.

Ein Juwel ist das Renaissanceschloss Steinau, ehemals Nebenresidenz der Grafen von Hanau. Über der Burg thront ein mächtiger Bergfried aus dem 13. Jahrhundert. Auch hier wieder genießen wir wunderbare Blicke auf die umliegenden Dörfer.

Burg Schwarzenfels

Jetzt zeigt Thomas mir ein weiteres Highlight aus der Gegend, die Burg Schwarzenfels. Es ist eigentlich keine Burg sondern eine Ruine auf einer 427 m hohen Anhöhe. Die romantische Lage bietet eine hervorragende Fernsicht in den nördlichen Spessart und die nahe Rhön. Leider können wir die nur eingeschränkt genießen, denn der Turm ist wegen Corona gesperrt. Erbaut wurde die Burg im 13.Jahrhundert von den Grafen zu Hanau. Ihren Namen verdankt sie dem schwarzen Basalt des Hopfenberges. Wir durchstöbern intensiv die Ruinenteile und ich freue mich total, dass ich mal wieder meiner Leidenschaft frönen kann, Neues zu entdecken. Corona macht es mir da nicht leicht.

Jetzt ist es Zeit zum Nachhause fahren. Wir haben einen Bärenhunger.
Thomas stellt fest, dass der Öltank leer ist. Deshalb nutze ich das restliche warme Wasser und dusche noch. Dann ist relaxen vor dem Fernseher angesagt, ein kühles Bierchen schlabbern und quatschen. Ich bin total entspannt, freue mich auf die Nacht bei Fiete und auf den nächsten Ausflugstag..

 

 

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