Holland adé

18. April 2017 –

Wir haben wunderbar auf unserem Ausweichplatz mit dem hier funktionierenden WLan geschlafen. Damit wir in die Pötte kommen, stehe ich eine halbe Stunde früher auf. Bin wie immer missmutig, weil ich keinen Bock aufs Nachhause-Fahren habe.

Wir verabschieden uns mit dem startklaren ‚Fiete‘ von der holländischen Nordsee und freuen uns über Sonne und Wolken. Kurz vor Eins geht’s los.

Durch eine Umleitung in Den Haag gelangen wir nach Zoetermeer und fahren und fahren und verlassen uns auf Klara, unser Womo-Navi. Ich wundere mich als professionelle Kartenleserin und skeptische Navi-Beobachterin, dass wir beim Autobahnkreuz Gouda nicht in Richtung Rotterdam abfahren und stelle fest, wir fahren statt nach Süden in den Westen Hollands. Ganz großes Reisekino! Als nach Gouda nurmehr Utrecht angezeigt wird, stelle ich missmutig fest, dass der Braten bereits angebrannt ist und wir dank Klara einen Riesenumweg fahren. Später stellt sich heraus, dass es doch ‚nur‘ etwa 35 Kilometer werden.

Wir biegen also –Klara ist stur und will weiter nach Westen– kurz vor Utrecht nach Süden ab, fahren über ‚S-Hertogen Bosch, Eindhoven und Venlo direkt nach Viersen, wo gerade ‚Ritter Rost‘ zu Gast ist, dessen Besuch uns jedoch nicht interessiert.
Wir sind auf er Jagd nach preiswertem Diesel und sind mit 1,179€ mehr als zufrieden (holländische Preise bis 1,60€!!!). Da wir zeitlich ziemlich hinter unserem Ankunftsplan liegen, schminke ich mir das vorgesehene Spargelessen am Abend ab. Plötzlich entdeckt Klaus im Vorbeifahren am Straßenrand einen Marktstand in Form einer Erdbeere und legt eine kleine Vollbremsung ein. ‚Da gibt es doch meist auch Spargel‘, meint er und hat Recht. Ich decke mich mit den frisch gestochenen Spargelstangen ein, wir tanken und düsen zurück zur Autobahn.

Zwischen Kerpen und Euskirchen auf der A61 geht plötzlich nichts mehr. Wir bilden eine Rettungsgasse, was recht gut funktioniert, und sehen, dass eine Fahrspur geschlossen wird und Millionen von Lastern plus der Rest der Fahrzeuge sich mit zwei, eventuell sogar mit einer Fahrspur begnügen müssen. Hammer ist, dass die Überholspur  zur Kriechspur wird, die Laster ziehen rechts an uns vorbei und wir verlieren fast eine Stunde Zeit. Grund: ein Lastwagenunfall. Es juckt uns nicht allzu sehr, der Spargel ist ja an Bord.

Danach lief‘s gut mit dem Verkehr und wir erreichen Fietes Parkplatz in Frankfurt um halbsieben.

  • Fahrdaten:Durchschnittsgeschwindigkeit – 81 kmh
    Fahrzeit – 6 1/4 Stunden
    Zielkilometer – 39736
    Fahrstrecke – 505 km
    Durchschnitsverbrauch – 11,3 Liter

 

 

 

 

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