Hamburg, die Schönste im Norden!

29. Dezember 2016 –

Der Wecker klingelt zu nachtschlafender Zeit. Es ist 7 Uhr! Wir wollen rechtzeitig in Hamburg sein. Ein 35-Minuten-Marsch zum Bahnhof Scharbeutz liegt vor uns. Es ist kalt und wolkenlos.

Der Zug nach Lübeck ist pünktlich. Er hält in Timmendorfer Strand und Bad Schwartau. Eine viertel Stunde später steigen wir im Bahnhof Lübeck in den Anschlusszug nach Hamburg Hauptbahnhof. Auch er – kaum zu glauben – startet und landet pünktlich. Eine dreiviertel Stunde später erreichen wir unsere Traumstadt des Nordens.

Welcome Hamburger Hafen

Wir ziehen eine HVV-Gruppen-Tageskarte für 11,60€ und steigen unmittelbar in die U3. Ziel sind die Landungsbrücken. Und da liegt er vor uns, Deutschlands größter Seehafen und einer der zehn größten weltweit! Der herrliche Blick auf den weiten Hafen macht atemlos. Hier fühlen wir uns gerade sehr ‚zu Hause‘. Wir nehmen das Fährschiff nach Finkenwerder und steigen am Alten Fischereihafen aus. Unser Ziel: das BistrOcean, ein uriges Fischlokal mit weltweitem Versand auf der Großen Elbstraße. Wir haben sagenhaftes Glück, es ist Highnoon, und wir ergattern die letzten beiden Plätze. Wie geil ist das denn!!!

Fährfahrt Richtung Finkenwerder

Unsere Nr. 1 zum Fisch essen in HH

Am Tresen bestellen wir Hummersuppe als Vorspeise, Muscheln als Hauptspeise, Lachsfilet in Weinteig mit Remoulade und Bratkartoffeln, dazu einen Weißwein und ein zünftiges Störtebeker. Perfekt. Die Hummersuppe ist das I-Tüpfelchen! Wir schlemmen, was das Zeug hält, und kaufen zum Abschluss noch Hamburger Krabbensalat für „zu Hause“.

BistrOcean Fischkneipe

Muscheln vorher…..

….und nachher

Bewegung muss her. Wir schlendern durch die Große Elbstraße in Richtung St. Pauli Fischmarkt. Hier wird einer der großen Silvesterparties der Hansestadt vorbereitet. Die Möwen kreischen, der Wind bläst, die Sonne taucht alles in grelles Licht und wir genießen wieder und wieder die Hamburger Hafenatmosphäre.

Am Fischmarkt St. Pauli

Von der Sturmflut am zweiten Weihnachtsfeiertag ist nichts mehr zu sehen. Wir kommen am Schellfischposten (Ina’s Night), der kleinsten Hafenkneipe St. Paulis vorbei, aber das Duckstein muss noch warten. Ist noch zu früh jetzt.

An den Landungsbrücken besteigen wir die Hafenfähre zur Elbphilharmonie und genießen den imposanten Anblick des zwölftteuersten Gebäudes der Welt. Über dem Backsteinbau befindet sich eine ‚Reeling‘, auf der man die Philharmonie umrunden kann. Um hinaufzukommen, benötigt man ein Ticket. Das erfahren wir von einer jungen Frau auf der Fähre. „Von dort habt ihr einen sagenhaften Blick auf HH. Solltet ihr euch keinesfalls entgehen lassen.“

Schönstes Millionengrab Hamburgs – die Elbphilharmonie, zwölftteuerstes Gebäude der Welt

Leider haben noch Dreimillionensechshundertachtundsiebzigtausend-dreihundertachtzehn andere Touris die gleiche Idee. Auf die Wartezeit von mindestens 30 Minuten im windigen Schatten des Gebäudes haben wir null Bock. Wir laufen lieber zur Van der Rest, einem alten Segelschiff im Hafen der Speicherstadt. Dort schlabbern wir Glühwein zum Aufwärmen.

winterliche Speicherstadt

Blick von der U-Bahnstation Baumwall

Am Rande der Speicherstadt

Jetzt ist Zeit für das Duckstein im Schellfischposten. Aber die Zeit bis zur Rückfahrt nach Scharbeutz reicht nicht ganz. Deshalb laufen wir vom Sandtorhafen am Rande der Speicherstadt zur U3-Station Baumwall und fahren zum Rathaus. Wir wollen zum Jungfernstieg an der Binnenalster mit dem Winterzauber-Garten. Hier warten Glühwein, Mutzen, Berliner und zahlreiche andere Leckereien. Es geht an den Alsterarkaden mit hunderten von kreischenden Möwen entlang. Die Alsterfontäne hat sich n einen leuchtenden Weihnachtsbaum verwandelt.

Markt an der Binnenalster

 

Glühwein entspannt!

Wir genießen wieder Glühwein, und schlendern Hamburgs Einkaufsmeile Mönkebergstraße entlang. Dann ist Zeit für die Rückfahrt. Um halbacht erreichen wir Scharbeutz Bahnhof und sind kurz nach acht ‚zu Hause‘.
Elf Stunden on the road, wir sind glücklich und platt wie ne Flunder.

Ein Blick auf das Elektronikboard lässt mir das Blut in den Adern gefrieren: eine Gasflasche ist leer, jetzt schon. Ich bekomme Panik, dass das Gas der zweiten Flasche nicht reicht und ich erfrieren muss! Es kommt Hektik auf. Wo wir sicherheitshalber frisches Gas bekommen, klären wir morgen beim Frühstück.

Wir chillen, googeln, schreiben, bewundern die Fotos und sind stolz auf unsere 24.900 Schritte. Ich schmecke immer noch die Hummersuppe……

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