Grandiose Blicke vom Calmont und der Burg Metternich

Montag, 2. Oktober 2017

Wieder ist Regen angesagt! Cool bleiben! Das wird noch.
Um ¼ nach 10 trifft sich der ‚Elferrat‘ vor der Touri-Info. Während Gitti und Gabi sich nach Ausflugstipps erkundigen, treffen Klaus und ich  just in time ein. Es regnet immer noch nicht.

Das Zeller Auskunftsbüro kann nichts für unsere Entscheidungsfindung ‚Was tun und wohin‘ beitragen. Wir diskutieren. Dabei kommt der gestrige Ausflugsvorschlag nach Beilstein, dem ‚Dornröschen der Mosel‘, wieder ins Spiel. Und als Abschluss des Tages die Fahrt auf den ‚Calmont‘, einem der mit 62 Prozent Hängeneigung steilsten Weinlagen Europas. Damit ist die Entscheidung gefallen. Respekt!!

Wir fahren mit drei PKWs in‘s 25 Kilometer entfernte mittelalterliche Beilstein. Die leidenschaftlichen Biker Jo und Thomas strampeln lieber mit dem Rad. Die anderen ‚Neun Kleinen Negerlein‘ laufen durch die engen Gassen und Winkel Beilsteins hinauf zur Burgruine Metternich. Als Gruppe sparen wir bare Kohle beim Eintritt. Nach dem Aufstieg genießen wir bei bedecktem Himmel schöne Ausblicke auf die Mosel, die Beilsteiner Altstadt und freuen uns auf eine erste blaue Stelle am Himmel. Während wir süffigen Federweißen schlabbern, melden die Radsportler ihre Ankunft.

Wir treffen uns am Eingang der Burg, besichtigen die ‚Pilgerstätte‘ und Klosterkirche St. Joseph mit der Schwarzen Madonna und landen in der Winzerstube an der berühmten Klostertreppe, die früher als Filmkulisse für zahlreiche Spielfilme her hielt. Wir steigen die 108 Stufen der ‚Himmelsleiter‘ hinunter und erinnern uns an Heinz Rühmann und Willi Millowitsch, die hier zahlreiche Drehs absolvierten. Der Kölner Volksschauspieler hat sich beim Hinabrutschen des Treppengeländers hier seine Hose aufgerissen!! Ganz großes Filmkino!

Wir lassen uns Goulaschsuppe, Schmalzbrot und Handkäs schmecken. Auf dem Weg zu den Autos geht auf dem Marktplatz mit dem ehemaligen Zehnthaus die Touri-Hölle ab.
Das Wetterchen hält sich, es bleibt trocken und ist manchmal sonnig.
Beste Voraussetzungen für den Calmont.
Michael packt die Räder der Radler auf den Autogepäckträger und los geht’s nach Bremm, dem Ausgangspunkt für den steilen Weinberg an der engsten Moselschleife.

Wir schrauben uns einige Serpentinen hoch, holpern eine für Autos verbotene Strecke entlang und werden nach 500 Metern Fußweg am Calmonter Gipfelkreuz mit einem grandiosen Panoramablick auf die Mosel-Kulturlandschaft, die Ruine des Klosters Stuben und Sonnenstrahlen belohnt. Schon der reiselustige Goethe hat hier von einem – wie er es nannte – ‚Natur-Amphitheater‘ geschwärmt. In der Wein-Schenke versorgen wir uns mit Getränken, selbst gebackenem Kuchen und ratschen. Dann geht’s zurück zu den Autos durch den herbstlichen Wald.

Gruppe Calmont (Rechte Jo Heichen

Zehn auf einen Streich

 

Für 19 Uhr ist Dinner gebucht. Wir reflektieren den gelungenen Ausflug, genießen sehr schmackhaftes Essen, guten Wein und Trester aus Mini-Weinkelchen. Danach kehren alle noch beim Eberhard ein, schnabulieren Weinchen und alles, was Ferrero zu bieten hat. Hier verabschieden wir Michel und die Cuxhavener.

Bei leichtem Regen radeln wir zurück zu Fiete und fallen direkt ins Bett.
Sterne gucken ist blöd, die sind nämlich nicht zu sehen.

2 Kommentare

    • Moin aus dem trüben Frankfurt, liebe Ursel, lieber Eberhard.
      Danke für das Lob zum Blog. Sowas höre ich natürlich sehr gerne.
      Sivester werden wir in Grömitz verbringen, dann gibts wieder In Infos und schöne Bilder.
      Bis zum nächsten Wiedersehen herzliche Grüße von den Frankfurtern.

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