Au revoir à la Loire!

23.08.2016 –

Moin, moin, Ihr Lieben!
Heute heißt es Abschied nehmen von der wunderschönen Loire. Meine Gefühle sind ambivalent: ich bin ein bisschen wehmütig, freue mich aber gleichzeitig auf Nantes und den atlantischen Ozean.  Ich sitze bei  azurblauem Himmel im Schatten an der Accueil und blogge, denn gestern Abend zog mich unsere Schlafkoje magisch an. Keine fünf Minuten später war ich im siebten Himmel.

Ganz in der Nähe höre ich einen Esel schreien. Plötzlich verwandelte ich mich in null- komma-nix zu einer Sehenswürdigkeit. Das Touribähnchen aus Chalonnes präsentierte den Fahrgästen den fast leeren Campingplatz. Ganz großes Kino!!!

Wir starten bei Knallsonne und fast 28 Grad, nachdem ich letzte Impressionen von der ‚Grand Dame der Flüsse Frankreichs‘ mit der Kamera festgehalten habe. Klaus brachte es auf den Punkt: Adieu à la Loire!!

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Bienvenue Nantes im Departement Loire-Atlantique. Da wollen wir zügig auf den von uns ausgesuchten Straßen hin. Diese Rechnung haben wir ohne unser Hightech-Navi gemacht. Dies hatte einen explosionsartigen Wutanfall von Klaus zur Folge, der „dieses Scheißding“ noch nie leiden konnte. Er bekam ‚der Gerät‘ nicht in den Griff. Es machte was es wollte. Derweil fuhr ich stur nach Hinweisschildern auf der Straße. Haben uns durch Nantes und den Verkehr gekämpft, waren kurz vor unserem Parkplatzziel, als ein ‚Route de Barrée-Schild‘ uns den Weg versperrte.

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Es folgte ein minutenlanges Herumgeirre, wir landen am Bahnhof und entdecken in der Knallsonne den ersehnten und preiswerten Parkplatz. Mittlerweile ist es brütend heiß, wir haben 13 Uhr, nehmen einen kurzen Snack und starten mit Wasser gewappnet unseren Nantes-Schnupper-Stadtrundgang.

Dieser führt uns durch den Botanischen Garten ‚Jardin de Plants‘. Jeder Schattenplatz ist heute begehrt und  belegt.

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Wir kommen an der Église Saint Clement vorbei und biegen in eine hübsche Gasse ab. Über jedem Lädchen hängen thematisch zugeordnete, sich bewegende Holzfiguren, die z.B. nähen, bügeln oder sich küssen. Wir stoßen auf den riesigen Place Royal mit der Säule Ludwig dem XIV. und werfen erste Blicke auf die mächtige Cathédrale Saint-Pierre-et-Saint-Paul, ein gotisches Meisterwerk im Flamboyant-Stil.

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Die Türme dieses gigantischen Gotteshauses sind 60 Meter hoch, die Säulen im Innern fast 40 und damit höher, als die von Notre Dame de Paris! Wir bewundern das Grabmal vom Bretonenherzog Franz II. und seiner Frau Marguerite de Foix, Eltern von Anne de Bretagne. Die Orgel hat 6000Pfeifen und 74 Register!! Nach dem Besuch der Krypta brennt uns auf dem Weg zum Chateau des Ducs de Bretagne unerbittlich die Sonne auf’s Hirn. Es ist 35 Grad.

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Das letzte Schloss an der Loire vor dem Ozean mit seinen sieben Türmen ist aus dem 12.-15. Jahrhundert. Wir umrunden das Schloss auf der Mauer. Neben der Kathedrale befindet sich die Porte Saint Pierre, ein Tor in der alten Stadtmauer. In einer der Seitengassen finden wir ein Lädchen mit bretonischen Artikeln. Klaus kauft sich eine neue Sonnenkappe.

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Wir machen eine ‚Leffe-Bier-Rast‘ im Quartier Bouffay, und finden es hier sehr gemütlich. Überhaupt sind die Plätze hier übersät mit Bars, Kneipen, Restaurants, Cafés und vielen schnuckeligen Lädchen. Wo immer es Schatten gibt, sind auch wir.

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Die Zeit rennt, deshalb entschließen wir uns schweren Herzens für den Rückweg zum Urlaubär. Es gäbe noch 1000 Sachen anzuschauen, vor allem natürlich unsere Loire. Wir schleppen uns zum Urlaubär und sind neidisch auf die vielen Menschen, die sich hier im Wasser abkühlen.

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Nach kurzer Verschnaufpause bei eiskalter Klimaanlage geht es ab zum Atlantischen Ozean. Das Navi hat uns n i c h t aus der Stadt geleitet. Wir schließen das Zweite an und sind auch nicht schlauer. Irgendwie kämpfen wir uns aus der Stadt auf irgendeinen Autobahnring und …… verpassen die Auffahrt zur Autobahn Richtung Bordeaux. Klaus ist Navi-genervt, ich bin Stau-genervt und die Hitze tut ihr Übriges. Wir wollen ans Meer und ins Wasser! Jetzt und sofort. Aber auch Urlaub haben ist kein Zuckerschlecken. Endlich fahren wir in Saint-Gilles-Croix-de-Vie ein, dem Badeort, den wir uns auf die Schnelle ausgesucht haben. Der Campingplatz ist ‚complet‘! Na toll, Enttäuschung auf ganzer Linie. Wir nehmen einen 2-Sterneplatz ohne Schnick-Schnack, dafür mit einer sehr netten Empfangsdame und einem Plätzchen, dass wir auch für mehrere Tage haben können. Alles Notwendige ist in gutem Zustand vorhanden, der Platz ist groß und wir chillen völlig schlapp vor dem Wohnmobil herum. Ich ringe mich noch zum Kochen durch und das war’s. Noch ein bisschen im Womo abhängen und sich auf den morgigen ausgiebigen Strandtag freuen. Dann ruft schon die Matratze.

Es ist sternenklar!

Daten

  • Zielkilometer 86932
  • Streckenkilometer 187
  • Fahrzeit 4 ¼ Stunden
  • Durchschnittsgeschwindigkeit 45 kmh
  • Durchschnittsverbrauch 10,8 Liter
  • Campingplatz: Saint Gilles croix de vie

4 Kommentare

    • Liebe Laura,
      danke für Deinen Kommentar.
      Wir sind gerade am Meer und genießen die Wellen des atlantischen Ozeans.
      Was machst Du gerade??? Komme hier selten mit dem Handy ins Netz. Instagram kann ich leider deshalb nicht nutzen.
      Ganz liebe Grüße aus Saint-Gilles-Croix-de-Vie.
      Ingrid

  1. Wie schade, bald ist es vorbei mit den tollen Urlaubsanekdoten und Impressionen! Ich freue mich jeden Morgen auf euer Update. Aber noch ist es ja nicht zu Ende. Immerhin hat nun auch die Heimat endlich ihren wohlverdienten Sommer bekommen, eure Heimkehr wird also sicher nicht so schlimm. Bis bald – freu mich, wenn du wieder da bist, dann kommt endlich wieder Leben in die Bude!! 🙂

    • Hi Kerstin,
      schön, dass Du Dich wieder gemeldet hast.
      Wir haben so viel Glück mit dem Wetter und genießen jeden unserer Urlaubstage. Freut uns, dass auch in Deutschland der Sommer angekommen ist. Wir hatten heute einen klasse Strandtag. Was noch so alles passiert ist…… Da bist Du platt.
      Liebe Grüße an die Kommunikatoren!
      Ingrid

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