Endlich Urlaub – wir sind dann mal weg

13.08.2016 –

Huhu, da sind wir wieder mal.
Diesmal nehmen wir Euch auf eine zweiwöchige Frankreichtour in das „Val de la Loire“ mit, und zwar von Gien nach Nantes. Ab dem Mittelalter entstanden hier 400 Schlösser!! Und einige davon wollen wir in dieser wunderbaren Kulturlandschaft entdecken. Noch mehr wollen wir die unberührte Natur, die harmonischen Landschaften, die lieblichen Weinberge und den französischsten Teil Frankreichs mit unserem Wohnmobil entdecken. Wiesen, Wälder, Weine, Wasser und Schlösser sind angesagt. Wir freuen uns auf drauf.

Für beide ist es ein Déja vue, denn wir haben vor Jahren bzw. Jahrzehnten diese Gegend unabhängig voneinander schon einmal erkundet.
160813_loire_troyes (41)

Rechtzeitig zum Urlaubsbeginn lacht die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. Wie sagt die Bloggerin immer: da kann man doch nicht mobbern!!!
Wir starten erst gegen 9 Uhr in Frankfurt (der Plan war spätestens halb Acht!!), und landen erst gegen 15 Uhr in Troyes, einer wunderschönen mittelalterlichen Stadt mit sage und schreibe zehn Kirchen, einer Kathedrale und Unmengen von fantastischen richtig alten Fachwerkhäusern und Gassen. Troyes gehört zur Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine und liegt eingebettet in einer Landschaft von weiten Wiesen, Weinbergen und Wäldern.

Aber von vorne:

Die Urlauber bei der Reisepause

Die Urlauber bei der Reisepause

Die Fahrt verläuft problemlos. Wir bretterten unserem Ziel mit anhaltend 130 Sachen entgegen, meistens jedenfalls. Es gibt zwei Unterbrechungen. Die erste nach 200 km. Es handelt sich um eine irrsinnige Umleitung wegen einer 70 Meter langen Baustelle!!!! Unvorstellbar! Ausschließlich Fahrzeuge, die schmäler als 2,10m sind, dürfen passieren.  Die Umleitung ist so perfekt ausgeschildert, dass wir ein zweites Mal am Beginn der Baustelle landen. Na toll!! Der Umweg über den „internationalen Großflughafen Saarbrücken“ dauert schlappe 15 km.
Unterbrechung, die zweite: Die Zielausfahrt an der Péage-Station Troyes. Offensichtlich sind die grünen Leuchtpfeile über den Péage-Automaten für die Barzahler allesamt ausgefallen! Zögern, Ungewissheit, wat nu, hin- und her rangieren bis hin zum Wenden. Und das ist strengstens untersagt! Kostet einen Haufen Kohle. Wir landen in diesem Durcheinander in einer Autoschlange, die sich an einer für uns nicht sichtbaren Benzinzapfsäule gebildet hatte. Leider sitze ich am Steuer. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Klaus prüft endlich die Situation per pedes und kommt zu keinem lösungsorientierten Ergebnis. Wir fahren ziemlich wütend bis zur nächsten Ausfahrt. Den relativ kurzen Umweg verschmerzen wir schnell.

Der Urlaubär in Aktion

Der Urlaubär in Aktion

Unser Campingplatz „Camping de Troyes“ in Pont Sainte Marie, einem Vorort von Troyes an der Seine, liegt ruhig inmitten einer Kleingartenanlage, zehn Radminuten vom Stadtzentrum entfernt. Nach dem obligatorischen Aufbau von „Haus und Vorgartenutensilien“ gönnen wir uns einen leckeren Kaffee und ein Stück Sandkuchen. Mittlerweile haben wir schwüle 33 Grad im Urlaubären und 31 Grad ohne Windhauch unter der Markise. Wir brauchen eine nasse Abkühlung und gehen in den Pool. Im knapp 20 Grad „warmen“ Wasser bleibt uns erst mal die Luft weg. Klaus entscheidet nach einer Bahn, er ist abgekühlt und wir radeln auf Entdeckungstour ins Stadtzentrum. Troyes liegt eingebettet in eine Landschaft von weiten Wiesen, Weinbergen und Wäldern. Die Trauben werden hier fast ausschließlich zu Champagner verarbeitet. Es gibt zahlreiche historische Gebäude, die eine mittelalterliche Atmosphäre zaubern, typisch sind  die Vorsprünge an den Häusern und die spitzen Giebel.

160813_loire_troyes (3)

Zunächst landen wir an der riesigen Kathedrale Saint Pierre – Saint Paul – Trésor, die uns für den kleinen Ort viel zu groß erscheint. Just in diesem Moment schließt sie leider ihre Pforten. Schade. Ein Hammerteil!!!

160813_loire_troyes (15)

Danach probieren wir einen exklusiven „Prunell“ in einer Champagner- und Weinverkaufsfabrik, ein 40prozentiger Schlehen-Schnaps, der jeden Rachen freiputzt! Mein lieber Herr Gesangsverein.

160813_loire_troyes (19)

Am Hotel de Ville macht eine super Jazzband Soundcheck, es wuselt nur so von Urlaubern und Einheimischen, die zahlreichen Lokale, Restaurants und Bars waren bis auf den letzten Platz besetzt. Eine herrliche ungezwungene und heimelige Atmosphäre! Und wir haben Urlaub! Wir wählen ein Gallette-Restaurant zum Abendessen, und lassen uns von der herrlichen Stimmung in der mittelalterlichen Fachwerkstadt mit ihren historischen Gebäuden anstecken. Mit einem leckeren Weinchen im Blut erkunden wir noch einige Gassen mit wunderschönen alten Häusern, entdecken die typischen Vorsprünge und sind erstaunt über die spitzen Giebel. Kurze Zeit später landen wir zufrieden wieder in Pont Sainte Marie.

Mittendrin in Troyes

Mittendrin in Troyes

In den Gassen von Troyes

In den Gassen von Troyes

Endlich ist er da, der Urlaub! Die Stimmung stimmt. Das Wetter ist geil und weil ich wegen der zahlreichen kleinen Flugtierchen in den Urlaubären geflüchtet bin, kann ich nicht sagen, ob es sternenklar draußen ist. Ich schätze mal, ja. Gut’s Nächtle und bis Morgen.

Die Daten

  • Startkilometer: 85.435
  • Zielkilometer: 85.954
  • Streckenkilometer: 520
  • Fahrzeit: 5 ½ Stunden
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 96 kmh
  • Durchschnittsverbrauch: 13,6 Liter
  • Maut: 36,90€
  • Camping: Camping de Troyes in Pont Sainte Marie/Troyes, 26,70€ mit Strom und Taxe, WiFi frei, sauber, alles vorhanden, nicht weit ins Zentrum, zu empfehlen

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.