Durch das Chianti-Tal nach Florenz

Dienstag, 5. Juni 2018

Wow!! Was für ein strahlendes Azurblau am Morgenhimmel!!!
Und was für fotogene ‚Haufenwolken‘, ein Traum.
Ich schnappe mir die Kamera und stromere durch die nahe Umgebung.
Auf was für einem tollen Campingplatz im Val di Pesa sind wir hier gelandet!

Mit zahlreichen Fotos auf der Speicherkarte kehre ich zurück und bereite das Frühstück, welches wir direkt neben unserem in der Sonne silbrig glänzenden Olivenbaum verspeisen. Klaus ist heute Morgen auf ‚Slowmotion‘ eingestellt. Will er noch bleiben oder genießt er einfach nur die traumhafte Lage…?!
Ich nehme ein erfrischendes Bad im Pool und dann starten wir auf unsere letzte Chianti-Tour, bevor wir unser Ziel Florenz ansteuern.

Es geht über die ‚Strada del Vino Chianti Classico‘ und dann über die Strada Regionale 222, genannt Chiantigiana. Sie soll und ist eine der landschaftlich schönsten Strecken der Toskana. Sie schneidet das Chianti-Gebiet in zwei gleich große Teile. Wir fahren durch sanfte toskanische Hügellandschaft, vorbei an tausenden Hektar von Weingärten und Hunderten von Olivenbäumen.

In San Donato in Poggio kaufen wir mal wieder nach Herzenslust ein. Und bequem ist es allemal, denn gleich nebenan befindet sich ein Geldautomat ‚for fresh money‘, dass wir genau jetzt benötigen. Perfetto!

Der nächste Sightseeing-Punkt ist Panzano in Chianti. Das Dörfchen liegt auf einer Hügelkuppe und ist etruskischer Herkunft. Irgendwie kommt mir der Ort bekannt vor. Wir laufen auf schnurgerader Straße zur Chiesa di Santa Maria hinauf, die über einer Kirche aus dem 13. JH liegt. Ihr Campanile ist ein Turm der alten Stadtmauer. Und plötzlich weiß ich, warum mir hier manches bekannt ist.
2015 waren wir schon mal hier, um in der Macelleria (Metzgerei) vorbeizuschauen, wo der Chef bei klassischer Musik Salumi und Prosciutto verkauft. Damals war Ruhetag und heute Siesta!!
Ganz großes Pech-Kino.

Nächstes Ziel ist Greve, Hauptort des Chianti und mitten im Herzen des Chianti-Gebiets. Wir parken Fiete kostenfrei in der Nähe der Ortsmitte und schlendern zur Piazza Matteotti, einem dreieckigen von Arkaden umgebenen großen Platz. Hier bieten zahllose Weinerzeuger ihre Chianti-Produkte an. Auf der Piazza stehen das Rathaus ‚Propositura di Santa Croce‘ und ein Denkmal des Seefahrers Verrazzano, einem Sohn der Stadt. Wir steuern schnurstracks eine der am schönsten dekorierten Metzgereien an, die ich bisher gesehen habe: die Marcelleria Falorni. Hier hängt der Himmel nicht voller Geigen, sondern voller Schinken. Wir schlabbern eine Schinken-Mozarella-Platte und natürlich Chianti Classico . Dabei sehen wir dem gemächlichen Treiben auf der Piazza zu.

Um an den Wein zu gelangen, kauft man eine Magnetkarte und bekommt ein Glas dazu. Damit geht man an  Weinzapf-Stationen und kann jetzt unterschiedliche Mengen und Weine probieren. Eine tolle Idee, oder?

Gegen vier Uhr starten wir zum Endziel, einem letzten Toskana-Highlight: Firenze am Jubel-Tag.
Es geht schnurstracks die SR 222 entlang, noch ein kurzes Stück Schnellstraße und wir checken auf dem komplett umgebauten Nobel-Camping ‚Firenze in Town‘ ein.

Ankunft auf Camping Firenze in Town

Chillen und genießen ist angesagt, ein Bad im neuen Pool folgt, ein kühles Bierchen an der Bar und Pizza aus dem Ristorante. Keine Lust auf Kochen. Da es herrlich warm ist, sitzen wir bis Mitternacht draußen.
Genau jetzt gehen Klaus und ich seit acht Jahren gemeinsam durchs Leben.
Es ist sternenklar.


Daten:
Start: 54612
Ziel: 54680 km
Strecke: 68 km
Fahrzeit: 2 ¼  Stunden
Verbrauch: 10,1 Liter
66 km durchschnittl.
Camping Firenze in Town am Arno, 4 Kilometer vom historischen Stadtzentrum entfernt


 

4 Kommentare

  1. Kerstin

    Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum ihr Lieben! Ich wünsche euch noch viele weitere tolle Trips mit Fiete und mir noch viele Blogeinträge ? Lasst es euch gutgehen!
    Alles Liebe, Kerstin

    • Liebe Kerstin,
      och, wie schöööön.
      Vielen lieben Dank für die guten Wünsche.
      Ich habe endlich mal wieder Spaß am bloggen gefunden und auch am fotografieren.
      Wenn das so bleibt, bekommst Du noch viele Geschichten, Berichte und Lustiges zu Lesen.
      Freu mich schon auf das nächste Lunch mit Comm.!!!
      Liebe Grüße, Ingrid und Gruß von Klaus

  2. Wow ! Die schönen Olivenbäume bei Florenz !

    „Keinen Blumenflor beneid‘ ich,
    Allen Widerstreit vermeid‘ ich;
    Mir ist’s gegen die Natur:
    Bin ich doch das Mark der Lande
    Und, zum sichern Unterpfande,
    Friedenszeichen jeder Flur…“

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