Besoffene Räder auf der Elsässer Route de Vin

Unser Sohn Dominik würde uns beneiden!
Wir haben wieder herrlich ausgeschlafen. Da war der leidenschaftliche Vater mit erheblichem Schlafmangel wahrscheinlich schon drei Stunden mit Töchterchen Valentina auf dem Spielplatz. Nach sternenklarer Nacht bei nur 3 Grad ist es jetzt grau in grau und windig. Dieses Wetter schauen wir uns entspannt bei einem sehr gemütlichen Oster-Frühstück von innen an.

Nach reiflicher Überlegung und der Feststellung, dass wir nicht aus Zuckerwatte sind, stand ein weiteres Mal Colmar mit dem Rad auf dem Programm. (Ganz ehrlich: eine Busverbindung gibt es montags nicht, verriet uns auf Nachfrage Valerie, die Dame an der Rezeption!)  Aber, im Moment des Entschlusses begann es zu nieseln. Ein Mann, eine Frau, ein Wort: wir starteten trotzig mit Regenjacke, Mütze, Handschuhen und Schal. Und wir landeten trocken nach 8 Kilometern in der 823 von Franken gegründeten Stadt, in der schon Karl der Kühne sein Unwesen trieb.

Wir stürzten uns direkt in den Ostertrubel, naja, der war eher verhalten, denn der Wind blies allen recht stürmisch um die Nase. Es ist Sommerzeit! Beim Genuss von Flammkuche mit Munster und Munster-Nudeln mit Speck riss der Himmel wie aus dem Nichts auf und die Sonne kam immer kräftiger zum Vorschein. Auf unserem Rundgang bewunderten wir kunstvoll geschmiedete Aushängeschilder, liebevoll gestaltete Fenster und immer wieder wunderbare Fachwerkensembles.

An der Place de Cathedrale steht das älteste Haus Colmars. Es ist 1350 erbaut. Und die glasierten Dachziegel der Stiftskirche St. Martin leuchteten in der Sonne. Wir besuchten den Künstlermarkt und bewunderten – Ei, Ei, Ei, zig hunderte derselben. Auf der Suche nach dem Stadtteil „Petite Venice“ standen wir plötzlich direkt vor unseren Drahteseln.

Diese Gelegenheit ergriffen wir umgehend, um bei strahlendem Sonnenschein und äußerst fotogenen weißen Wolkengebilden den Heimweg anzutreten. Davon hatten wir mindestens 6 Kilometer Gegen- und böigen Seitenwind pur und eierten wie Beschwipste über die Fahrradwege. Bei fast wolkenlosem Himmel lagen die Weinberge von Eguisheim vor uns, dass jährlich zwei Spitzenweine hervorbringt. Noch ein Blick auf „unsere Störche“ und schon saßen wir bei herrlichstem Wetter, Kaffee und Kuchen, vor unserem Urlaubären und freuten uns wie die Schneekönige, dass der blöde Wetterbericht wieder total daneben lag.

Klaus hat übrigens seit gestern im Womo eine akzeptable Internetverbindung. Da eine dunkle Wolkenwand heranzog, nutze er diese rege. Das Wasserpumpen-Problem lässt ihm keine Ruhe. Ostern verabschiedet sich mit Blitz, Donner und kräftigen Schauern. Ach stimmt ja, es ist Sommerzeit!

Wir chillen und lassen es uns bei Muscat von Paul Schneider sehr gut gehen. Eijeijei, Ostern ist vorbei. Es ist seeeeehr bewölkt…….

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