Auf dem Main-Radweg nach Dettelbach

Freitag, 11. Mai 2018

Bei herrlichstem Sonnenschein genießen wir ein weiteres Frühstück im Freien.
Heute ist eine gemeinsame Radtour auf dem Mainradweg in Richtung Würzburg angesagt.
Wir treffen uns – na wo wohl – am Marktbrunnen. 12 Räder mit 12 Fahrerinnen und Fahrern treten zunächst etwas schwerfällig in die Pedalen. Der Einstieg in den Mainradweg ist nicht einfach zu finden, aber mit Radkarte, 24 Augen und gutem Verstand sind wir auf dem richtigen Weg.

In Nordheim suchen wir vergeblich das Weinfest, welches erst ab 17 Uhr für die Gäste da ist. Dafür bewundern wir das riesige Floß (75 Personen), mit dem man eine Mainschleifenfahrt unternehmen kann. Wir beschließen, in Sommerach ein Vesper-Päuschen einzulegen. In der hiesigen Wintergenossenschaft gibt es ein nettes Plätzchen, sehr guten Wein und hervorragenden Kochkäse und Hausmacher Wurst. Sieben Radlerinnen und Radler beschließen die Weiterfahrt ins historische Dettelbach. Der Rest radelt nach Volkach zurück, um dort in „Eisbergen“ zu schwelgen.

Die Dettelbacher Gruppe strampelt durch wunderschöne Blumenwiesen, Rapsfelder und Weinreben. Immer wieder treffen wir auf sogenannte Bildstöcke, religiöse Kleindenkmäler mit in Stein gemeißelten Bitt- und Dankgebeten. Davon gibt es tausende in Franken!

In Münsterschwarzach schauen wir uns die Benediktinerabtei an. In Dettelbach besichtigen wir die Stadtpfarrkirche St. Augustinus, das Brücker und das Faltertor sowie das historische Rathaus. Das Örtchen ist voll von Main-Radlern, und ein Plätzchen für unsere Räder zu finden, ist nicht einfach. In Frankens ältester Konditorei „Café Kehl“ nehmen wir Kraftnahrung und Käffchen zu uns. Dazu reicht man uns ein Pilger- oder Wallfahrtsgebäck mit dem lustigen Namen „Muskatzinen“. Das Rezept gibt es seit 1691 und die Form des Gebäcks erinnert an eine gefältete Krawatte. Mittlerweile ist es wolkig aber nach wie vor warm. Das perfekte Radlwetter eben.

Den Rückweg rutschen wir in einem Zug durch, nehmen noch einen Blick auf die Wallfahrtskirche Maria im Sand und haben in Volkach 47 Kilometer auf dem Tacho. Für die 20 Kilometer Rückweg brauchen wir nur 1 ¾ Stunden.

Chillen ist angesagt, bevor wir wieder in der Pizzeria Rimini am Marktplatz alle zusammenfinden. Hier verbringen wir einen äußerst lustigen Abend bei gutem Essen, süffigem Bier und fruchtigem Wein. Die Männertruppe kehrt noch in einer Weinstube hinter dem Marktbrunnen ein. Damit geht ein wunderbarer Ausflugstag zu Ende.

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