Anständiges Bier und a Schweinsbraten in Straubing

Samstag, 2. September 2017

Daten
Start: 46.058
Ziel: 48.461
Strecke: 403 Kilometer
Fahrzeit: 5 ¾ Stunden
Geschwindigkeit: 70 Kmh
Verbrauch: 9 Liter

Eine trötende Hupe reißt mich aus dem Schlaf. Ich sitze senkrecht auf der Matratze. Es ist der Leipnitzer Bäckerwagen. Der ‚Langschläfer aus Leidenschaft‘ bekommt nichts davon mit. Bei nur 11 Grad und pitschnasser Wiese laufe ich bibbernd zum Auto und reihe mich in die Warteschlange. K. möchte ein Vinschgauer Brötchen. Endlich komme ich an die Reihe, aber Vinschgauer gibt’s nicht. Jetzt freue ich mich wahnsinnig auf ‚normale‘ Semmeln. Lecki, lecki, lecki.

Während wir bei geöffneten Womo-Türen-  in dicke Jacken eingemummelt -frühstücken, surfe ich nach einem Übernachtungsziel für heute Abend. Wir einigen uns auf das 400 Kilometer entfernte Straubing, Tor zum Bayerischen Wald.

Wir starten Punkt 11 Uhr zum Geldautomaten in der Innenstadt, denn ich habe außer 6 Kuna nur noch 50 Cent im Portemonnaie. Die Männer finden für die Womos trotz Flohmarkt auf der Flaniermeile am Hauptplatz Parkmöglichkeiten.. Dann geht’s Richtung AB und Graz..

Es ist viel Verkehr. Diesmal wissen wir warum: In Österreich ist Ferienende! Na toll! Wir löhnen für den nach 80 Kilometern kommenden Gleinalmtunnel 8,50€ und für den Bosrücktunnel weitere 5 €. Jetzt ist es 14 Uhr. Es läuft gut –  bis zum Grenzübergang nach Deutschland. Hier sorgen verschärfte Lastwagen-Kontrollen für Schritttempo und außerdem regnets in Strömen. Wir kämpfen uns durch zwei je 7 Kilometer lange Baustellen und erreichen nach 403 Kilometern unseren Campingplatz am Stadtrand der Altbayerischen Stadt Straubing.

Ich habe null Bock zu kochen und begeistere die restlichen drei Womo-Touris für ein weiteres Urlaubs-Abschiedsessen. Wir gehen per Pedes die eineinhalb Kilometer ins mittelalterliche Zentrum, überqueren die Donau mit dem Herzogsschloss, gehen vorbei an der Ursulinen-Kirche und biegen auf den zentralen Stadtplatz mit dem gotischen Stadtturm und den zahlreichen Patrizierhäusern ein. In einem davon befindet sich unser Ziel: das urige Wirtshaus „Zum Bayerischen Löwen“. Schon beim Anblick der Speisetafel läuft uns das Wasser im Munde zusammen.

Seit Tagen schon schwirrt mir ein Schweinsbraten im Kopf herum. Und den bekomme ich hier, mit Biersoße und Knödeln! Wunderbar. Wir genehmigen uns ein fantastisches Bier und zum Abschluss einen Bärwurtz, der die Kehle putzt. Perfekt. Auf dem Heimweg schlüpfen wir gerade noch in eine neu eröffnete ALDI-Filiale. H. gelüstet es nach einem süßen Nachtisch.

‚Zu Hause‘ treffen wir uns bei Fiete, köpfen eine Flasche Wein und schnabulieren Süßes. Es wird geratscht und genossen. Später machen Klaus und ich noch einen gepflegten Chillout. Es steht fest, ich muss jetzt wieder nach Hause. Und wie immer habe ich dazu keinen Bock.

Es ist regnerisch und sehr kühl.Sterne? Pustekuchen.

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